Kampagnen: Internationaler Tag zur Kriegsdienstverweigerung

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Every year, 15th May marks International Conscientious Objection Day (CO day) - a day to celebrate those who have, and those who continue, to resist war, especially by refusing to be part of military structures.

If you would like to take part in CO day, contact us.

International Conscientious Objection Day was marked on Monday 15th May by antimilitarists around the world, celebrating those who have - and those who continue - to resist war, especially by refusing to be part of military structures. It’s a day when we celebrate refusal, disobedience, and everything that says no to militarism. But also a day when we say yes to nonviolence, solidarity, and reclaiming our bodies and communities for coexistence!

Kriegsdienstverweigerung bedeutet, die Mitarbeit am Militarismus zu verweigern. Es bedeutet, Armeen und organisierte Gewaltgruppen als das zu benennen, was sie wirklich sind, und oft das Risiko einer Gefängnisstrafe und sozialen Stigmas, weil man das tut. Es bedeutet auch, einer internationalistischen Bewegung beizutreten, die sich gewaltfrei in Richtung auf Gesellschaften organisiert, die frei sind von Krieg und Unterdrückung.

Seit dem 15. Mai 1985 wird der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung genutzt, jene zu feiern, die Widerstand gegen Krieg - insbesondere durch die Weigerung, Teil militärischer Strukturen zu sein - geleistet haben und jene, die es heute noch tun. In diesem Jahr fanden Aktionen u.a. in Deutschland, Südkorea, Großbritannien, der Türkei und Venezuela statt.

Mehr Informationen (auf Englisch) …

Am 15. Mai werden AktivistInnen in aller Welt jener gedenken, die sich geweigert haben, an Krieg teilzunehmen, und Bewusstsein für die vielen wecken, die weiterhin verfolgt und eingesperrt werden, weil sie sich weigern, zu töten und Teil der militärischen Strukturen zu sein.

Bitte lasst uns wissen, was Ihr vorhabt, indem Ihr an Hannah (hannah@wri-irg.org) schreibt, und wir veröffentlichen das auf unserer Website. Ihr könnt auch die Information über den Tag vorab in den sozialen Medien verbreiten, indem Ihr den Hashtag #COday benutzt.

Mehr Informationen...

Heute, am 15. Mai, ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung! In aller Welt nutzen AktivistInnen diesen gemeinsamen Aktionstag als eine Gelegenheit, Bewusstsein für KDV zu erhöhen, bestimmte KDV-Bewegungen ins Licht zu rücken und das internationale Netzwerk zu stärken, das um den 15. Mai herum aktiv ist. Lesen Sie über manche dieser Veranstaltungen hier. Falls Sie über den KDV-Tag in den Social Media diskutieren wollen, benutzen Sie den Hashtag #COsday / #díaOC.

Israel: Rekord: Kriegsdienstverweigerer zum zehnten Mal im Gefängnis

Pressemitteilung der War Resisters' International (WRI)

Übersetzt und geringfügig ergänzt von DFG-VK Hessen

Heute ist der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung. An diesem Tag wird in aller Welt auf diejenigen hingewiesen, die weiterhin dafür, dass sie das Töten verweigern, verfolgt und inhaftiert werden. Es wird auch an diejenigen erinnert, die sich in früheren Generationen dem Krieg verweigerten.

Verbindungen und Trennungen: Antimilitarismus, Feminismus, Frauen, Kriegsdienstverweigerung und kontrahegemonische Sexualitäten – 10./11. Mai 2010

Als Teil der Aktivitäten zum 15. Mai 2010 wird in Asunción, Para­guay am 10. und 11. Mai 2010 ein internationales Seminar stattfinden, organisiert von La comuna de Emma, Chana Y Todas las Demas in Zusammenarbeit mit verschiedenen anderen Gruppen aus Paraguay und Lateinamerika.

Ohne Frage, würde ich, wenn ich nochmal zum Militär einberufen werden sollte, nochmal verweigern. Jedoch möchte ich nie wieder ins Gefängnis kommen.

Zur Zeit des Schreibens dieses Spendenaufrufes befinden sich mehr als 450 Kriegsdienstverweigerer in südkoreanischen Gefängnissen, üblicherweise verurteilt zu 18 Monaten Haft. Seit 1939 haben mehr als 15.000 Kriegsdienstverweigerer im Land im Gefängnis gesessen. Bis heute wird das Recht auf Kriegsdienstverweigerung nicht anerkannt.

Ich habe einen Freund aus den USA, der vor ein paar Jahren einige Zeit in Korea verbracht hat. Ich erinnere mich daran, wie er einmal zu mir sagte, dass seine Familie ihm oft erzählen würde, dass er zurückkommen solle bevor ein Krieg zwischen Nord- und Südkorea ausbricht. Nachdem ich das hörte bemerkte ich, dass die Leute außerhalb Korea viel mehr über einen Krieg oder eine militärische Auseinandersetzung nachdachten als die Leute, die in Korea selbst leben. (...)

Frei oder eingesperrt sein? Das ist eine unvermeidbare, akute Frage. Die Welt, in der wir leben ist, auf globalem Level gesehen, ständig im Krieg. Deshalb ist es auch nicht sehr überraschend, das wir zur Zeit, Anfang Januar 2009, den Krieg in Gaza miterleben. Das 20. Jahrhundert wird als ein kriegerisches Zeitalter in Erinnerung bleiben und so mit Wahrscheinlichkeit auch das 21. Jahrhundert. Die USA startete den Krieg gegen den Terror nach den Angriffen des 11. Septembers. Der Irak-Krieg war nichts anderes als ein weiterer grausamer Krieg. Der Irak und die Terroristen galten nicht nur als Feinde der USA, sondern es wurde von den USA klar erklärt, das dies ein Krieg gegen „das Böse“ sei. Zu erklären, wer „das Böse“ ist, verlangt große Achtsamkeit.

Am 1. Dezember 2005 habe ich mit zwei weiteren Kriegsdienstverweigerern eine Pressekonferenz einberufen um unseren Widerstand gegen den Militärdienst zu erklären. Seit meinem Engagement in der Studentenbewegung habe ich angefangen darüber nachzudenken den Militärdienst zu verweigern, nicht als Pazifist, sondern als eine Form radikalen Widerstands gegen den Staat. Interessanterweise habe ich erst nach meiner Entscheidung, ein Kriegsdienstverweigerer zu werden, versucht als Pazifist zu leben.

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