Kriegsprofiteure

WRI activists disrupting the welcome dinner at the ADEX arms fair
WRI activists disrupting the welcome dinner at the ADEX arms fair

Economics is one of the key causes of war - wherever there is a military conflict, someone is profiting from it. We call this "war profiteering".

WRI looks at war profiteering in a broad sense - we consider all companies and initiatives that benefit financially from military conflict as war profiteers, in some sense. This includes the arms trade and companies profiteering for the privatisation and outsourcing of the military, but also those extracting natural resources in conflict zones, financial institutions investing in arms companies, and many others.

WRI publishes a quarterly magazine called War Profiteers' News (in English and Spanish), and organises events to bring campaigners and researchers together to share strategies against war profiteering. In 2017 we will gather members and friends of the WRI network in London, for a seminar called “Stopping the War Business”. Campaigners will share experiences and strategies of countering the arms trade and other war profiteers. The seminar will take place at the same time  as the DSEI arms fair, where we will also take nonviolent direct action together. In 2015, we organised a similar event in Seoul, South Korea, which took place at the same time as the ADEX arms fair.

Im September 2017 sind Mitglieder der War Resisters' International in London zusammengekommen, um dabei zu helfen, die Vorbereitungen für die DSEI zu stören – der Londoner Waffenmesse. Eine Aktionswoche fand ab dem 4.9. statt, während derer hunderte von Aktivist*innen den Aufbau der Messe störten. Über einhundert von ihnen wurden festgenommen. Einen Bericht über einige dieser Aktionen findet sich in diesem Artikel der War Profiteers News (auf Englisch).

Krieg stoppt hier

Im September 2017 werden Aktivist*innen aus aller Welt nach London kommen, um Widerstand gegen die DSEI Waffenmesse zu leisten und an dem jährlichen Ratstreffen der WRI teilzunehmen. Am Sonntag, den 10. September, wird die WRI ein Seminar für Aktivist*innen unter dem Titel “Krieg stoppt hier” abhalten, um die Aktionen gegen den Rüstungshandel und andere Formen des Profitierens von Krieg zu unterstützen.

Mehr Informationen (auf Englisch) gibt es hier: http://www.wri-irg.org/en/war-stops-here-10-sept

Während der ISDEF (International Defense & HLS) Waffenmesse Anfang des Monats in Tel Aviv fand parallel eine Schattenkonferenz – UNSIcherheit: 50 Jahre des Exports von Besatzung – statt, die die Narrative der Rüstungsindustrie kritisierte. Die Koalition der Frauen für Frieden lud Redner*innen aus alle Welt ein, um an einer Serie von Podien mit palästinensischen und israelischen Campaigner*innen teilzunehmen. Sie zogen Parallelen zwischen den Erfahrungen von Menschen, die in militarisierten Gemeinschaften leben, wie z.B.

Aktivist*innen in Madrid haben Aktionen gegen die größte spanische Rüstungsmesse unternommen. Es fanden große Demos und direkte gewaltfreie Aktionen statt, bei denen sie sich mit roter Farbe anmalten und Transparente am Eingang der Messe entrollten.

Activists - including members of WRI - celebrate being found not guilty after actions against DSEI in 2015

Der Rat der WRI trifft sich einmal im Jahr, um die künftige Arbeit des Netzwerks zu besprechen. Dieses Jahr findet unser Treffen im September in London statt. Gastgeber sind unsere Mitglieder Peace Pledge Union, der britische Versöhnungsbund, Campaign Against the Arms Trade und Trident Ploughshares. Das Treffen fällt mit der Mobilisierung gegen die DSEI Waffenmesse statt.

Die WRI-Sektionen Vredesactie und Agir pour la Paix begrüßten im November AktivistInnen aus ganz Europa bei einer Blockade der jährlichen Konferenz der European Defence Agency in Brüssel. Dort trafen sich WaffenhändlerInnen mit PolitikgestalterInnen, um für finanzielle Unterstützung zu werben und die EU weiter in Richtung Militarisierung zu schubsen. Mit Schlössern, Menschenketten, Bändern und Bannern, um die WaffenhändlerInnen daran zu hindern, den Konferenzort zu erreichen, gelang es den ProtestiererInnen, die Konferenz erheblich zu stören und öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses besorgniserregende Thema zu richten.

Hier geht es zu Fotos von der Aktion.

Diesen Monat fand die Eurosatory Waffenmesse in Paris statt. Die Messe für „Verteidigung und Sicherheit“, eine der größten der Welt, findet alle zwei Jahre statt. Viele Jahre lang wurde der Widerstand gegen sie durch eine Frau getragen, Yvonna Kressman, die jahrzehntelang alleine vor der Messe eine Mahnwache abhielt.


PazifistInnen in Europa werden im Juni nach Paris fahren, um gegen die Eurosatory Waffenmesse zu protestieren. Einige werden dies in Form einer Pilgerfahrt von Deutschland aus tun, über Straßburg und an Rüstungsfabriken vorbei. Es wird Aktionen an Bahnhöfen geben, wenn die Delegierten ankommen, Mahnwachen und eine Demonstration am Dienstag, den 14. Juni um 18.30 Uhr an Les Invalides. Folgt @noneurosatory auf Twitter und unterschreibt ihre Petition online.

Letzte Woche haben auch in Wales AktivistInnen die Messe für Rüstungsanschaffungen, Forschung, Technologie und Exportfähigkeiten in Cardiff gestört. Früher fand diese Veranstaltung in Bristol statt, musste dort aber wegen der Protete weggehen. Hier geht es zu Fotos von der Aktion.

Mehr Informationen (auf Englisch), oder schreibt an noneurosatory2@gmail.com für mehr Infos.

Am Ende des internationalen “Stopping the War Business”-Seminars, teilen drei Teilnehmer mit uns ihre Ansichten. Lesen Sie sie im Folgenden.

Tuuli Vuori

Es ist gut, in Südkorea zu sein. Ich komme aus einem Land, das immer noch die Wehrpflicht unterhält, und ich habe die Hälfte meines Lebens der Arbeit mit Fragen zur Kriegsdienstverweigerung im Zusammenhang gewidmet. Das ist ein Grund, warum es sich so besonders anfühlt in Seoul zu sein, denn ich habe so viel über die Kampagnen gehört, die unsere südkoreanischen Freunde hier durchführen. 

Auf jeden Fall wusste ich nicht besonders viel über Kriegsgeschäfte, und so habe ich viel in diesem Seminar gelernt. Vielen Dank für die wirklich interessante Referenten und Workshops!

In diesem Seminar diskutierten wir über die Konsequenzen der Geschäftemacherei mit dem Krieg für den einzelnen Menschen. Wir sprachen auch über die großen und dunklen Strukturen der Kriegsprofiteure. Manchmal fühle ich mich dabei sehr klein.

Krieg hat tiefe Wurzeln und hinterlässt bleibende Vermächtnisse. Jahre vor den aufmerksamkeitserregenden Aufnahmen von fallenden Bomben und gepanzert umherfahrenden Fahrzeugen und lange nachdem die Fotografen gepackt haben und nach Hause gefahren sind, wird Gewalt genährt, gepflegt und von ihr profitiert. Im November erlebten wir die schockierenden Anschläge in Paris – am ersten Arbeitstag nach dem der französische Präsident Daesh "den Krieg erklärt" hatte, erfuhren die Aktienkurse einiger der weltweit größten Rüstungsunternehmen ein gesundes Wachstum. Für manche ist Krieg profitabel.

Foto: AktivistInnen aus dem Netzwerk der WRI machen eine Aktion gegen die ADEX Waffenmesse in Seoul im Oktober 2015.

In diesem Brief beschreibt Lee Yongsuk, wie wichtig die Teilnahme an dem WRI-Netzwerk für die südkoreanische Gruppe Welt ohne Krieg war. Er bittet Euch, die WRI mit einer Spende zu unterstützen, falls Ihr könnt.

Hier geht es zu dem Brief …

Subscribe to Kriegsprofiteure