Israel

Während der ISDEF (International Defense & HLS) Waffenmesse Anfang des Monats in Tel Aviv fand parallel eine Schattenkonferenz – UNSIcherheit: 50 Jahre des Exports von Besatzung – statt, die die Narrative der Rüstungsindustrie kritisierte. Die Koalition der Frauen für Frieden lud Redner*innen aus alle Welt ein, um an einer Serie von Podien mit palästinensischen und israelischen Campaigner*innen teilzunehmen. Sie zogen Parallelen zwischen den Erfahrungen von Menschen, die in militarisierten Gemeinschaften leben, wie z.B.

Atalia Ben-Abba is an imprisoned Israeli conscientious objector

Nach 115 Tagen der Haft wurde die israelische Verweigerin Tamar Ze’evi als Kriegsdienstverweigerin aus politischen Gründen anerkannt. Doch die Verweigerinnen Atalia Ben-Abba und Tamar Alon wurden erneut wegen ihrer Weigerung inhaftiert, an der Besatzung teilzuhaben und im israelischen Militär zu dienen. Dies ist Atalias zweite und Tamars sechste Haftzeit, und beide werden weitere 30 Tage hinter Gittern verbringen.

Am 1. Dezember war der Tag der Gefangenen für den Frieden. Er ist eine Gelegenheit, Solidarität mit jenen auszudrücken, die wegen ihrer Arbeit für Frieden im Gefängnis sitzen. Benutzt diese Liste hier, um mit ihnen in Kontakt zu treten.

Im November und Dezember werden sich Tamar Alon, Atalya Ben Abba und Tamar Ze'evi weigern, sich einziehen zu lassen und der israelischen militärischen Besatzung Palästinas zu dienen. Deshalb hat die WRI zu diesem Tag der Gefangenen für den Frieden einen internationalen Aktionstag mit Mesarvot (einem Netzwerk von israelischen Organisationen, Gruppen und Individuen, die KDVerInnen unterstützen) ausgerichtet. Die WRI erklärt: SIE WEIGERN SICH, der Besatzung zu dienen. WIR WEIGERN uns, von der Besatzung zu profitieren. Mahnwachen fanden vor Rüstungsfirmen und an anderen Orten statt, mit der Forderung, dass die Regierungen aufhören sollten, die israelische Besatzungspolitik mit Waffenexporten zu unterstützen und von ihr zu profitieren. Falls Ihr auch etwas gemacht habt. Kontaktiert Mesarvot (mesarvot.im@gmail.com) und postet Eure Aktion auf Facebook.

Mehr Informationen (auf Englisch) hier

Am 14. Juli wurden die israelische KDVerin Tair Kaminer und der ukrainische Verweigerer Ruslan Kotsoba freigelassen. Der Journalist und KDVer Ruslan Kotsoba wurde in der Berufungsverhandlung freigesprochen, nachdem ihm zunächst Verrat vorgeworfen worden war. Der Richter stellte fest, dass es keine Beweise gab, um ihn zu verurteilen und ordnete seine sofortige Freilassung an.

In Israel wurde Tair Kaminer wegen „schlechtem Verhalten“ aus dem Militär ausgeschlossen. Insgesamt hat sie wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung über 150 Tage im Militärgefängnis verbracht.

Die KDVerin Omri Baranes durchläuft weiter den üblichen Prozess von Einberufung – Haft – Freilassung und erneuter Einberufung. Unterzeichnet hier, um sie und andere KDVerInnen zu unterstützen. Sich zu weigern, zu töten, ist kein Verbrechen.

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In Israel sind Omri Barnes und Tair Kaminer erneut in Haft genommen worden, weil sie #refuse2occupy - sich weigern, an der Besatzung teilzunehmen und in der Armee zu dienen. Tair, die ihre sechste Haftzeit von 45 Tagen im Gefängnis angetreten hat, sagte: „Solange wie die gewaltsame militärische Herangehensweise vorherrscht, werden wir neue Generationen haben, die mit einem Erbe von Hass aufwachsen, was die Dinge nur noch schlimmer macht. Wir müssen dies stoppen – jetzt!“ Omri, zum dritten Mal für eine Haftstrafe von 30 Tagen ins Gefängnis zurückkehrend, sagt: „Das Militär schafft einen Kreislauf der Gewalt, während es behauptet, das Land zu verteidigen.

Kriegsdienstverweigungs-Gruppen aus dem östlichen Mittelmeerraum haben vor kurzem ein Statement herausgegeben, bei dem es um die fortdauernde militärische Krise in ihrer Region geht. Sie erklärten ihre Solidarität mit den Geflüchteten, die vor Krieg und Unterdrückung flohen und riefen die internationale Gemeinschaft auf, für die Gewalt in der Region friedliche statt militärische Lösungen zu suchen. „Die Reaktion der Welt auf die gegenwärtige regionale Gewalt“, so das Statement, „sollte sein, Gesellschaften aufzubauen, Geflüchteten zu helfen und zwischen Kriegsparteien zu vermitteln, nicht, Waffen zu verkaufen, zu bombardieren und Militärhilfe zu leisten“.

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Gemeinsame Erklärung

von Kriegsdienstverweigerungsgruppen aus dem östlichen Mittelmeer

Wir sind Kriegsdienstverweigerer aus der östlichen Mittelmeerregion. Unsere Region leidet schon lange unter Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Militarisierung, Besatzung und Kriegen, wie auch unter Armut, Analphabetentum, Hunger und fehlender sozialer Infrastruktur. In dieser schwierigen Zeit, wenn unsere Region noch stärker in ein Kriegschaos zu versinken scheint, erheben wir unsere gemeinsame Stimme für Frieden und gegen die Militarisierung.

Wie lassen nicht zu, dass dieser Kreislauf der Gewalt, der durch unterdrückerische Staaten und aufgrund wirtschaftlicher Interessen ausgelöst wurde, weiter fortbesteht. Wir weigern uns, Teil dessen zu werden. Wir weigern uns, in Feindschaft zu Völkern zu stehen, die einfach eine andere Nationalität oder Religion haben. Wir werden uns nicht in diese Kriege hineinziehen lassen und in Armeen, die Tod und Zerstörung in die Region bringen.

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