Palästinensischen Autonomiegebiete

Mein Name ist Jamal Juma ', ich bin der Koordinator der palästinensischen Graswurzelbewegung gegen die Mauer und die Siedlungen, die die Bevölkerung ghettoisiert und begrenzt, umgeben von neun Meter hohen Mauern mit all der Überwachung und Kameras und Wachtürmen und Maschinengewehren, die dort befestigt wurden, und Militärwachen, die in der Gegend patrouillieren. Das sind also die Dinge, die sie tun, und es ist eine Art Erweiterung der Gefängnisse für die Menschen. Damit inhaftiert man nicht zehn oder zwanzig Menschen, nein. Man sperrt das ganze Volk ein. Das ist halt die Mauer.

Während der ISDEF (International Defense & HLS) Waffenmesse Anfang des Monats in Tel Aviv fand parallel eine Schattenkonferenz – UNSIcherheit: 50 Jahre des Exports von Besatzung – statt, die die Narrative der Rüstungsindustrie kritisierte. Die Koalition der Frauen für Frieden lud Redner*innen aus alle Welt ein, um an einer Serie von Podien mit palästinensischen und israelischen Campaigner*innen teilzunehmen. Sie zogen Parallelen zwischen den Erfahrungen von Menschen, die in militarisierten Gemeinschaften leben, wie z.B.

Adele Jarrar

Schon seit grauer Vorzeit wurden Grenzen immer wieder militarisiert und die Lokalisierung „politischer“ Grenzen war dafür immer auch eine notwendige Bedingung, beispielsweise die Große Mauer in China, deren älteste Teile bis ins Jahr 220 v.Chr. Zurückreichen, als Kaiser Qin Shi Huang sie als eine Verteidigungsmauer gegen die Invasionen aus dem Norden errichten ließ. In der heutigen Zeit finden wir eine Reihe von Beispielen, so unter anderem die Grenzen zwischen Pakistan und Indien, den USA und Mexiko oder auch „Israel“ und Palästina.

In der Tat hat sich die Besessenheit mit Grenzen bis zu einem Grad entwickelt, an dem wir inzwischen sogar „eigenständige“ Behörden finden, deren Ziel die Verwaltung der Beziehungen und Zusammenarbeit mit ausländischen Grenzschützer_innen ist. Diese beziehen unter anderem auch Fragen der illegalen Immigration, Menschenschmuggels und „terroristische Infiltration“ mit ein, so wie beispielsweise die EU Grenzschutzagentur „FRONTEX“ (gegründet 2004) (FRONTEX, 2007).

In diesem Artikel werde ich jedoch die Mauer der Apartheit in Palästina diskutieren.

Léopold Lambert

Die Leichtigkeit, mit der die Bürger des globalisierten Nordens innerhalb ihres Gebietes reisen, hat ein Gegenstück in der Schwierigkeit für Außenstehende, diesen Teil der Welt zu erreichen. Die hier vorgestellte Karte versucht diesen Antagonismus zwischen der Nordfestung und dem Rest der Welt zu illustrieren. Der Schengen-Raum der EU, das Vereinigte Königreich, Irland, Zypern, Israel, Nordamerika, Japan, Südkorea, Taiwan, Hongkong, Singapur, Australien und Neuseeland bilden den globalisierten Norden, und ihre Grenzen zu anderen Ländern hin sind militarisiert, um die Kontrolle der Migration dorthin zu gewährleisten. Die folgende Liste beschreibt kurz die zahlreichen Apparate, die Grenzen abstecken, Körper kontrollieren und manchmal sogar deren Tod verursachen.

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