Eritrea

Die Militarisierung in #Eritrea ist extrem. Es gibt einen unbegrenzten Wehrdienst in oft unerträglichen Bedingungen. Kriegsdienstverweigerer werden ins Gefängnis geschickt. Viele Menschen fliehen aus dem Land, aber falls sie in Europa ankommen, genießen sie nicht immer Schutz. Diesen Monat urteilte der Europäische Gerichtshof, dass die Schweizer Regierung nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstieß, als sie einen Asylsuchenden aus Eritrea abwies.

In der Diaspora lebende AktivistInnen aus Eritrea haben eine Kampagne gestartet, Sklaverei in Eritrea zu beenden. Sie betrachten den Militärdienst als Sklaverei, denn 20.000 Eritreaer zwischen 17 und 50 Jahren müssen sich jedes Jahr für den nationalen Dienst melden, wobei sie „gezwungen werden, für nicht spezifizierte Zeitdauer unter sklavenähnlichen Bedingungen zu arbeiten“. Eine Verweigerung führt zur Haft in Eritreas berüchtigtem Gefängnissystem, von dem Gefangene nur selten entlassen werden.

Die ostafrikanische Nation Eritrea gehört zu denjenigen Ländern in der Welt, die die meisten Flüchtlinge hervorbringen. Dafür gibt es eine Anzahl von Gründen. Die Menschen fliehen vom “Nationalen Dienst”, oder wie er genannt werden könnte, “eine Kampagne von Zwangsarbeit oder Sklaverei”. Oder sie fliehen aufgrund des Mangels an Redefreiheit – das Einsperren von Jounalisten, Minister der Regierung und Generäle veranlassten besonders im Jahre 2001 Eritreer dazu, ihr Vertrauen in die Regierungspartei zu verlieren.

Die Eigenartigkeit rechtlicher Prinzipien in Eritrea

Tausende junger Männer und Frauen sind aus Eritrea geflohen und haben in den Nachbarländern Sudan, Libyen, Äthiopien und anderen Ländern in Europa oder den USA Asyl gesucht. Dies hat sich nach dem Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien 1998 und 2000 und der offen repressiven Akte der derzeitigen Regierung Eritreas verstärkt.

Liebes Mitglied, liebe/r UnterstützerIn der War Resisters' International,

Willkommen zu unserem Aufruf zum Tag der Gefangenen für den Frieden, dieses Jahr mit einem besonderen Schwerpunkt zur Situation in Eritrea.

Eritrea ist eines der wenigen Länder mit einem ausgeprägten Wehrpflichtsystem für Frauen und Männer. Die "Wehrerziehung" ist gar Teil des Bildungssystems, und das letzte Schuljahr wird in einer Ausbildungskaserne des Militärs "abgeleistet".

Editorial

Placheolder image

Viele von uns werden sich an die Hoffnungen erinnern, die mit der Unabhängigkeit Eritreas in den frühen 1990-er Jahren verknüpft waren. Ich selbst erinnere mich, über selbstständige Entwicklung gelesen zu haben, über die Bildung von Kooperativen und allgemein darüber, dass Eritrea einen Pfad verfolgte, der nicht von internationalen Institutionen wie der Weltbank abhängig war, die viele andere Länder in gewaltige Außenschulden trieb. Jedoch 14 Jahre später sieht die Lage völlig anders aus, und diese Ausgabe des ?Zerbrochenen Gewehrs?

Background to the country

Eritrea, located in the horn of Africa, won its de-facto independence on 24 May 1991 after 30 years of a bitter, bloody and costly armed struggle against rule by its neighbour, Ethiopia. Eritrea formally declared independence on 24 May 1993 after an overwhelming yes vote in a referendum overseen by the United Nations.

Ich wurde am 10.1.1981 in Asmara geboren. Ich war erst 15 Jahre und uns wurde gesagt, dass wir das Ergebnis der Abiturprüfungen erst nach der Grundausbildung beim Nationaldienst erfahren würden. Deswegen bin ich mit 15 Jahren zum Militär gegangen. Ich hoffte darauf, dass ich nach der Ableistung des Nationaldienstes den Abschluss bekomme und aus dem Militär entlassen werde. So wurde ich 1996 zum Nationaldienst rekrutiert und nach Sawa zur Grundausbildung gebracht.

Ich wurde am 27.12.1978 in Asmara geboren. 1996 wurde ich zwangsweise zum Nationaldienst nach Sawa einberufen.

In der Grundausbildung war die Ernährung und Schulung schlecht. Die Ausbilder hielten sich nicht an das Schulungsprogramm, sondern ließen uns z.B. Klamotten von ihnen waschen oder Wasser holen. Sie zwangen uns, sich ihrem Willen zu unterwerfen. Es gab auch nicht genügend zu essen. Es wurde verdorbenes Mehl verwandt.

Präsentation bei der 61. Sitzung der Menschenrechts- kommission der Vereinten Nationen vom 14. März bis 22. April 2005 in Genf

Abraham Gebreyesus Mehreteab sprach bei der 61. Sitzung der Menschenrechtskommission für die War Resisters' International. Im Folgenden dokumentieren wir seine Rede.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender,

Mehrere tausend Personen, die festgenommen worden sind, weil sie unter Ver- dacht stehen, sich dem Wehrdienst entziehen zu wollen, sind im Armeegefängnis Adi Abeto in großer Gefahr, misshandelt oder gefoltert zu werden. Nach einer Häftlings- revolte sind Berichten zufolge mindestens zwölf Gefangene getötet und viele weitere verwundet worden.

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