War Resisters' International Bericht des Büros und des Vorstands November 2015 – August 2016

zusammengestellt durch WRI-Vorstand und Mitarbeiter

Einleitung

Ein weiteres Jahr ist vergangen, ein Jahr mit viel zu viel Tod und Zerstörung durch Kriege und Militarismus. Aber Menschen auf der ganzen Welt stehen weiter auf für Frieden und widerstehen den militärischen (Nicht-)Lösungen, dem Wettrüsten, den Ungerechtigkeiten, der ungleichen Verteilung der Ressourcen. In diesem Jahresbericht werden Sie über einige dieser Kämpfe lesen; von Kriegsdientsverweigerern, die sich weigern, Teil der Kriegsmachinerie zu sein; von Gruppen auf der ganzen Welt, die Aktionen gegen die Militariesierung der Jugend durchführen; von Friedensaktivisten, die sich treffen, um voneinander zu lernen und laufende Kampagnen und Netzwerke zu verstärken.

Der Bericht schließt auch eine Darstellung der WRI-Programm-Aktivitäten seit dem letzten Rat ein, die Arbeit der WRI und ihrer Mitgliedsorganisationen in den unterschiedlichen Regionen dieser Welt, den internen WRI-Betrieb, die WRI-Veröffentlichungen, Erklärungen und Pressemitteilungen, die WRI-Kampagne zur Beendigung der Gewalt in der Türkei, die finanzielle Situation der WRI und schließlich einen Ausblick auf das kommende Jahr. Wie Sie in dem Bericht lesen werden, wenden sich Organisationen und Einzelpersonen immer noch an WRI, um Erfahrungen und Wissen auszutauschen, Verbindungen zwischen Friedensaktivisten auf der ganzen Welt herzustellen und stärkere Bewegungen aufzubauen während wir voneinander lernen.

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Rat 2015

Der Rat 2015 fand vom 13. bis 15. Oktober 2015 in Seoul, Südkorea, statt, vor dem Internationalen Seminar über Kriegsprofitmacherei. Anwesend waren 15 Ratsmitglieder plus Beobachter und Mitarbeiter; Kassenführer Sergeiy Sandler nahm zeitweise per Skype an dem Treffen Teil. Die wichtigsten Entscheidungen umfassten:

  • Bis zu dem Rat im nächsten Jahr werden assozierte Mitglieder der WRI gefragt werden, ob sie sich als Sektionen bewerben möchten. Der Rat 2016 wird dann über diese Anträge entscheiden.

  • Die nächste Internationale Versammlung wird 2017 oder Anfang 2018 stattfinden; der Vorstand wird Optionen für Veranstaltungsorte auskundschaften.

  • Die 100-Jahres-Feier der WRI findet 2021 statt; der Vorstand wird erfragen, ob es in den Niederlanden genug Unterstützung gibt, um diese in dem Land, in dem die WRI gegründet wurde, zu veranstalten.

  • Die Haushalte für 2015 und 2016 wurden genehmigt.

  • Ein Listening-Ausschuss soll eingerichtet werden, um eine neues Vorstandsmitglied zu finden, das Sergeiy ersetzen soll, der Kassenführer wurde.

  • Für die Revision von Regeln und Verordnungen möchte der Rat am liebsten die Zwei-Runden-Wahl der Ratsmitglieder haben, die während der beiden letzten Internationalen Treffen praktiziert wurde. Die Briefwahl sollte beibehalten und der neuen Wahlprozedur angepasst werden.

  • Vier neue Mitglieder wurden von der WRI als assozierte Mitglieder akzeptiert: Centre of Peace Studies (Kroatien), Antimilitarist Collective of Medellin (Kolumbien), Community Self-Reliance Centre und National Land Rights Forum (beide Nepal).

Das vollständige Protokoll des Treffens wurde geteilt (file “Council Meeting October 2015 to wri-internal with appendices.pdf”)

Vorstand

Der Vorstand, bestehend aus Jungmin Choi, Cattis Laska, Sergeiy Sandler (Kassenführer), Christine Schweitzer (Vorsitzende) und Hülya Üçpinar trafen sich zweimal von Angesicht zu Angesicht seit dem letzten Rat: 22. bis 24. Januar in London und 17. bis 19. Juni in Göteborg (Schweden). Zusätzlich trifft sich der Rat normalerweise einmal im Monat per Telefon.

Obgleich er ein Mitglied zu wenig hat, seit Dominique Saillard den Vorstand als Kassenführerin verlassen hat, arbeitet die Gruppe gut zusammen.

Hauptthemen waren für den Vorstand im letzten Jahr: die Vorbereitung des Rats 2016 (einschließlich der Entscheidung für einen eRat), der Haushalt, Finanzen und Beschaffung von Geldmitteln (Spendensammlung), die Internationalen Treffen 2017/2018 und 2021 sowie Begleitung der Arbeit an den verschiedenen durch das Büro und die entsprechenden Programm-Ausschüsse durchgeführten Programme. Für einige der Vorstände (Hülya, Christine) und der Mitarbeiter (Semih) lag der besondere Fokus auf der Situation in der Türkei und unserer Kampagne dazu (siehe entsprechenen Abschnitt in diesem Bericht).

Arbeitsgruppen

Die Frauenarbeitsgruppe und die Queer-Arbeitsgruppe existieren formell noch, aber keine davon hat sich weder persönlich noch online im letzten Jahr getroffen. Es gibt E-mail-Listen für beide Gruppen. Auf diesen Listen hat sich während des letzten Jahres ein bißchen was getan.

Mitarbeiter

Andrew Dey und Hannah Brock arbeiten jeweils 4 Tage die Woche und Semih Sapmaz freiberuflich. Sie treffen sich regelmäßig (die Protokolle darüber gehen auch an den Vorstand) und planen einen Ausflug im September mit Fokus auf Arbeitspläne für das kommende Jahr.

Andrew arbeitet an dem Programm ”Gewaltfreiheit” und Hannah an dem Programm ”das Recht, das Töten zu verweigern”. Semih arbeitet freiberuflich sowohl an dem Programm ”Gegen die Militarisierung der Jugend” und an dem Programm ”das Recht, das Töten zu verweigern”

Andrew wurde im Oktober 2015 Vater. Die WRI gewährt ihren Mitarbeitern einen Monat Elternzeit. Er nahm 2 Wochen davon als Robin geboren wurde und eine Woche im Juli 2016. Er hat vor, die letzte Woche dann zu nehmen, wenn seine Partnerin im September in den Beruf zurückkehrt.

Hannah wird im September 2017 fünf Jahre bei der WRI gewesen sein und darf sich deshalb eine einmonatige Auszeit (ein Sabbatical) nehmen. Sie plant, diese Anfang des Jahres zu nehmen, damit die Pläne für die bestehende Internationale Konferenz nicht gestört werden.

Freiwillige und Praktikanten

Ab November 2015 war Taya Govreen Segal, eine israelische Aktivistin für drei Monate im Büro als Praktikant für das Programm ”das Recht, das Töten zu verweigern”

Es war toll, Taya im Büro zu haben. Sie arbeitete speziell an einer Umfrage bei Graswurzelaktivisten über Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht in deren Kontext. Das ergab eine Möglichkeit, viele Gruppen innerhalb des WRI-Netzwerks zu kontaktieren. Die Ergebnisse dieser Umfrage werden in Gestalt einer interaktiven Online-Karte auf der neu aufgelegten WRI-Webseite im Herbst erscheinen.

Sie engagierte sich auch in dem Östliches Mittelmeer Netzwerk der Kriegsdienstverweigerer, als Kriegsdienstverweigerin aus Israel, und half dabei, deren Erklärung zur Militarisierung in der Region zu entwerfen. Zusätzlich hielt sie Vorträge in England und Schottland, hauptsächlich über die Erfahrung als Kriegsdienstverweigerin in Israel, aber auch einen über den israelischen Waffenhandel, worüber sie eine Zusammenfassung hier finden.

Es war großartig, Tanya im Büro zu haben, und wir werden in Verbindung bleiben.

Wir sind dem Künstler Ralph Ziman dankbar, der uns dabei hilft, ein neues Logo zu entwerfen. Lyn Setchell hat uns mit dem e-Buch-Design des Handbuchs für Gewaltfreie Kampagnen geholfen und einer Editierung der gedruckten Ausgabe des Handbuchs. Wir schätzen ebenso die Zeit sehr hoch, die Rob Brew bei uns verbringt. Er hilft uns mit der IT-Ausrüstung im Büro und stellt sicher, dass unsere Software immer auf dem neuesten Stand ist.

Martyn Lowe, der regelmäßig über viele Jahre hinweg ehrenamtlich im WRI-Büro war, besucht das Büro einmal im Jahr für drei bis vier Tage, um uns bei dem jährlichen Spendenaufruf zu helfen. Wir freuen uns über seinen Beitrag! Kim Edwards half auch beim Versenden des Spendenaufrufs November 2015.

James Ryan verbrachte eine Woche im Büro als Teil seiner College-Arbeitserfahrung. Er half bei administrativen Aufgaben und dem Aufladen von Übersetzungen auf die WRI-Webseite – danke James!

WRI wird durch ein großes Netzwerk an Übersetzern unterstützt – manche sind Mitglieder des Rates oder Vorstands, andere arbeiten freiwillig über unsere Webseite. Es sind: Carlos Barranco, Nayua Abdelkefi, Igor Seke, Matias Mulet, Laura Perez Poza, Oscar Huenchunao, Pedro Ballesteros, Clara Delgado, Eva Aneiros, Cristian González, Mabel Pedemonte, Mayra Cavilla, Yolanda Alvarez, César Pérez, Gabriela Garcia Calderon Orbe, Martin Vallarino Arrospide, Carolina Olivero, Lydia Saiz, Mariana Avalaos, Manuel Torres, Paul Rankin, Ruby Starheart, Grace Brown, Anjali Mukhi Navalrai, Kevin Siegel, Inge Dreger, Gerd Buentzly, Christine Schweitzer, Rainer Sonntag, Caroline Wedler, Richard Meakin, Diana Vega, Laura Guthrie, Benjamin Lacey, David Scheuing, René Burget, Tikiri, Bastien Zara, Eve Tignol, Nolwenn Gaudin, Yoann Re, John Bogard, Lydia Castiello, Romain Ducroux, Maude Boudreault, Lewis Sinkala, Eleonora Romagna, D. Phillips, Asunción Serrano, Laura Poza and Laura Sanquer.

Neben dieser Liste von Freiwilligen helfen uns viele Leute durch die Rosetta Foundation Webseite trommons.org, die freiwillige Übersetzer mit nicht kommerziellen Gruppen für einige der Aufgaben verlinkt. Vielen Dank an alle!

Schließlich danken wir unseren freiwilligen Korrekturlesern Emma Green, Spencer P. Malloy, Andrew Jackson and Lyn Setchell.

WRI Programme

Programm ”Gegen die Militarisierung der Jugend”

Internationale Aktionwoche gegen die Militarisierung der Jugend

Die zweite Internationale Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend fand vom 14. bis 20. November 2015 statt. Es nahmen viele Aktivisten aus der ganzen Welt teil. Die Woche folgte der aller ersten Aktionswoche im Jahre 2014 und dem Aktionstag im Jahre 2013.

Mit der Aktioneswoche im Jahre 2015 haben wir unsere Themen erweitert von Bildung zu anderen Aspekten der Jugendmilitarisierung. Deshalb wurde der Name der Woche von ”Internationale Aktionswoche für militärfreie Bildung und Forschung” in ”Internationale Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend” umbenannt. Während der ganzen Woche organisierten Antimilitaristen aus verschiedenen Ländern Straßenaktionen und Proteste; hielten Treffen, Vorträge und Workshops; und führten Social-Media-Kampagnen durch, die alle gegen die vielen Arten und Weisen waren, in denen das Militär und die Streitkräfte junge Leute ansprechen. Die stattgefundenen Veranstaltungen und Aktionen reflektierten die unterschiedlichen Aspekte der Jugendmilitarisierung und des Widerstands dagegen, von Gegen-Rekrutierung und Friedensbildung zu Waffenmessen und unterschiedlichen Arten militärischer Präsenz im öffentlichen Raum.

Die Gruppen und Organisationen/Institutioinen, die die Woche unterstützten, waren: Aseistakieltäytyjäliitto AKL(Finnland), Conscientious Objection Association (Türkei), Desmilitaritzem l’Educació (Katalunien), ForcesWatch (UK), German Peace Society - United War Resisters' (DFG-VK) (Deutschland), Joves d'Esquerra Verda (Katalunien), Peace Action Wellington (Neuseeland), Schools of the Americas Watch (USA), War Resisters League (USA), United Nations Association Cardiff and District Branch (UK), Women in Black (UK), The National Network Opposing the Militarization of Youth (USA), The National Centre for Peace and Conflict Studies at the University of Otago (Neuseeland), Cuerpo Con-Siente (Kolumbien), and the Latin American and Caribbean Antimilitarist Network (RAMALC).

Zusammen mit dieser organisatorischen Unterstützung wurde die Woche auch durch viele Einzelaktivisten aus unterschiedlichen Ländern/Regionen (einschließlich Nepal und der Pazifikinsel Guam und vielen andern) durch besondere Veranstaltungen bzw. auf den sozialen Medien unterstützt. Siehe den kompletten Bericht der Veranstaltungen vom letzten Jahr hier.

Die dritte Aktionswoche wird vom 14. bis 20. November 2016 stattfinden. Mit den diesjährigen Veranstaltungen/Aktionen konzentrieren wir uns auf vielen Weisen, auf die junge Leute geistig und körperlich zu den Streitkräften und zum Krieg rekrutiert werden. Siehe unseren Aufruf hier.

Webseite

Der Inhalt von antimili-youth.net, der Webseite des Programms “Gegen die Militarisierung der Jugend” wurde durch neue Geschichten aus der ganzen Welt verbessert – zusammen mit Beiträgen von und Interviews mit Aktivisten aus unterschiedlichen Ländern. Ihr aktueller Inhalt umfasst auch visuelles Material, d. h. Videos und Bilderstrecken. Die Webseite ist in drei Sprachen verfügbar: Englisch, Spanisch und Deutsch, obgleich ein größerer Teil des Inhalts ist in Englisch aus Kapazitäts- und praktischen Gründen.

Die Seite funktioniert als Online-Quelle für die Aktivisten und Mitglieder der Öffentlichkeit, die daran interessiert sind, sich gegen die Militarisierung der Jugend zu engagieren. Mit antimili-youth. net möchten wir dem zu den Themen von Jugendmilitarisierung weltweit helfen, Ideen und Taktiken zu teilen sowie mit der Allgemeinheit zu kommunizieren.

Soziale Medien und Veröffentlichungen

Das Programm “Gegen die Militarisierung der Jugend” hat eine Seite auf Facebook, auf der sie Inhalte aus dem antimili-youth.net und aus anderen Quellen zu Jugendmilitarisierung und Widerstand dagegen teilt. Neben der Seite haben wir dieses Jahr eine Facebook-Gruppe “War is not a Game” (Krieg ist kein Spiel) initiiert, auf der Aktivisten eingeladen werden, Inhalte aus ihrer Arbeit bzw. Updates aus ihren Ländern zu teilen. Sie können unserer Seite hier folgen und hier Mitglied unserer Gruppe sein.

Dieses Jahr haben wir auch einen Email-Newsletter “Antimili-Youth News” initiiert, in dem wir Geschichten über Jugendmilitarisierung aus unterschiedlichen Ländern mit dem Netzwerk teilen. Um unsere Liste zu abonnieren, bitte e-mail an cmoy@wri-irg.org schicken.

Zukünftige Arbeit und Spendensammeln

Zur Zeit arbeiten wir daran, ein neues Projekt zu entwickeln, das sich auf die Gender-Dynamik der Jugendmilitarisierung konzentriert. Das Projekt wird durch Veranstalten eines Treffens und Entwicklung einer Ressource herausfinden, wie Gender benutzt wird, um junge Leute über unterschiedliche Länder hinweg zu militarisierung und wie unterschiedliche Ansätze zu Gender benutzt werden könnten, dagegen anzugehen. Unsere Spendensammel-Arbeit dafür geht weiter und – wenn wir erfolgreich sind – können wir hoffentlich im Sommer 2017 anfangen.

Evaluierung

Errungenschaften

  • Die zweite Internationale Aktionswoche fand unter Teilnahme vieler Gruppen und Einzelpersonen aus unterschiedlichen Ländern statt.

  • Die Webseite antimili-youth.net wurde inhaltlich mit aktuellen Geschichten und Beiträgen durch Aktivisten innerhalb des Netzwerkes weiterentwickelt.

  • Bessere Sichtbarkeit des Programms ”Gegen die Militarisierung der Jugend (CmoY)” und dessen Arbeitsgebiet auf den sozialen Medien durch die Seite und die Gruppe.

  • Ausbau des Netzwerks durch neue abonnierte Mitglieder für unsere e-mail-Liste und den Newsletter ”Antimili-Youth News”.

  • Insgesamt gesehen könnte das CmoY, als neues letztes Jahr begonnes WRI Projekt mit den obengenannten Errungenschaften, sich zu einem unabhängigen WRI-Programm entwickeln.

Herausforderungen

Begrenzte Mittel, ebenso Zeit, für die Koordination der Programme. Das beschränkt die Kapazität der WRI, die nötig wäre, die Programme durch neue Aktivitäten zu erweitern.

Programm Gewaltfreiheit

Konstruktive Programme

Ein beträchtlicher Arbeitsschwerpunkt für das Programm in diesem Jahr war es, eine Ressource zu Gandhis Konzept von ”konstruktiven Programmen” zu entwickeln. Nach der Veröffentlichung der 2. Edition des Handbuches für gewaltfreie Kampagnen waren wir der Meinung, es gebe einen Bedarf nach Material und Quellen, die beschreiben, wie sozialer Wandel auch durch über ’konstruktive’ Mittel erreicht wird, die orthodoxe Machtstrukturen und Formen struktureller Gewalt noch ändern können. Beispiele könnten Wohnkooperativen, Landgemeinschaften, besetzte Fabriken, besetztes Ackerland, die Occupy-Bewegung, kommunale Gärten und radikale Gesundheitskollektive umfassen.

Das Komitee für das Gewaltfreiheits-Programm hat einige Zeit und Energie auf die Diskussion dieser Idee verwendet, Fallstudien gesammelt und Prinzipien entworfen und debattiert. Wir sind der Meinung, das ist ein unterbewertetes und zu wenig erforschtes Feld. Im Juni 2016 waren wir schließlich der Meinung, dass wir genug gesammelt hatten, um mit der Arbeit an einer Veröffentlichung zu beginnen; die wird in einer ähnlichen Form wie das Handbuch (und andere Veröffentlichungen der WRI) entwickelt werden, mit verschiedenen Leuten, die eingeladen werden, auf der Grundlage ihrer spezifischen Erfahrungen einzelne Kapitel zu schreiben.

Handbuch für Gewaltfreie Kampagnen

Übersetzungen

In diesem Jahr ist die Arbeit an der Entwicklung von Übersetzungen des Handbuchs für gewaltfreie Kampagnen weitergegangen. Die Übersetzung der ersten Auflage ins Französische ist vervollständigt und auf die Webseite geladen worden.

Weitergegangen ist auch die Arbeit einer Gruppe von Freiwilligen an der Übersetzung der zweiten Auflage ins Deutsche und Türkische. Wenn die Übersetzungen fertig sind, werden sie auf die Webseite hochgeladen werden und auf dem Online-Buchladen der WRI erhältlich sein.

Kriegsprofiteure

War Profiteers News

Das Programm veröffentlicht weiter die Neuigkeiten zu Kriegsprofiteuren auf Englisch und Spanisch. Es gab seit dem letzten Jahresbericht fünf Ausgaben. Der Newsletter ist ein nützliches Werkzeug für die Entwicklung von Beziehungen unter Mitgliedern des Netzwerks und darüber hinaus, da wir ihre Geschichten und Erfahrungen sammeln. Die früheren Ausgaben sind erhältlich unter: https://www.wri-irg.org/publications/war_profiteers

Die Kriegsgeschäfte stoppen: Seoul

Im Oktober 2015 trafen sich Mitglieder der WRI und Freunde in Seoul für das Seminar ’Die Kriegsgeschäfte stoppen’, das gemeinsam vom Personal der WIR und unserer Mitgliedsgruppe ’World Without War’ organisiert wurde. Das Seminar war ein zweitägiges Treffen von Aktivisten, die sich dem Kriegsgeschäft in seinen vielen Verkleidungen stellten. Sie tauschten Geschichten von erfolgreichen Kampagnen aus, Taktiken, die sie nutzen, und fanden einen gemeinsamen Boden in ihren verschiedenen Kämpfen. Nach dem Seminar gab es ein Training in Gewaltfreiheit, geleitet von südkoreanischen Trainern, um sich für die Waffenmesse ADEX vorzubereiten.

Ein direktes Ergebnis von ’Die Kriegsgeschäfte stoppen’ war eine nuanciertere Bewertung des Prozesses der Militarisierung der Polizei. Verschiedene Sprecher*innen und Arbeitsgruppen legten ihren Schwerpunkt auf dieses Thema. Wir veröffentlichten einen Text zum Thema (’Police Militarisation is Global’) unter Mitwirkung von Tara Tabassi von War Resisters League und Andrew Dey von der WRI in der Ausgabe von ’War Profiteers News’ vom Februar 2016. Wir haben auch erfolgreich einen Friedensarbeiter für Frieden und Soziales Zeugnis von den Quäkern beantragt, und während dies hier geschrieben wird, freuen wir uns, dass Sarah Robinson im September 2016 zu uns stoßen wird. Sarah wird ihre Zeit damit verringen, Quellen über die verschiedenen Arten, in denen Polizeikräfte militarisiert werden, zu erforschen und zu entwickeln. Sarah wird ihre Zeit zu gleichen Teilen zwischen der WRI und der Kampagne gegen Waffenhandel aufteilen.

ENAAT & Farnborough

Das jährliche ’Europäische Netzwerk gegen den Waffenhandel’ (englisch ’European Network Against the Arms Trade’, ENNAAT) fand in diesem Jahr in London statt, und Andrew Dey war zugegen. Das Netzwerk handelt hauptsächlich als ein Netzwerk zum Informationsaustausch und für Solidarität, aber hat im letzten Jahr auch einen Menschen eingestellt, der am Kampf um Arbeitsentwicklungen in der Europäischen Union arbeitet, eingeschlossen die Entwicklung von Druck gegen die Gewährung großer Fördermittel an Waffenfirmen für ihre Forschung.

Das Treffen war zu Gast bei der Kampagne gegen den Waffenhandel und fiel zusammen mit ihren Aktionen gegen die Ausstellung von Farnborough (eine große Handelsausstellung für Militärflugzeuge und andere Waffen)

Training

Arbi Harnet

Im Juni 2016 waren wir Gastgeber für eine Trainings- und Strategiesitzung für die Kerngruppe der Arbi-Harnet (Freiheitsfreitag)-Kampagne, ein Netzwerk verstreuter Aktivist*innen, die für sozialen Wandel in Eritrea kämpfen. Eritrea ist ein hoch militarisierter, autoritärer Staat. Arbi Harnet hat innovative Techniken – wie massenweise Telefonanrufe – genutzt, um Neuigkeiten im Land zu verbreiten. Einige Mitglieder der Kerngruppen waren in der Lage, teilzunehmen, und wir wurden von Stellan Vinthagen an der Universität von Massachusetts beherbergt, wobei Matt Meyer auch das Training unterstützte.

Während des Training besichtigten wir ein örtliches eritreisches Gemeinschaftszentrum, das die ’oppositionellen’ Aktivisten im Land unterstützte. Wir trafen sie, diskutierten das Training und seinen Kontext in Eritrea.

Zukünftige Projektarbeit

Webseite für Handbuch und Ressourcen

Vor kurzem erhielten wir eine Spende, um eine neue kleine Seite für das Handbuch für gewaltfreie Kampagnen zu entwickeln. Mit neuem Inhalt (eingeschlossen zu Konstruktiven Programmen, siehe oben), erhält diese Seite vorläufig den Titel 'The Nonviolent Resistance Manual', und wird eine viel zugänglichere und benutzerfreundlichere Quelle sein als das gegenwärtige Format, das schwierig zu durchsuchen und ganz unattraktiv ist. Sie wird auch eine Möglichkeit einschließen, den Nutzern zu erlauben, neuen Inhalt beizutragen, Geschichten und Methoden mit Bezug auf ihre eigenen Kampagnen und gewaltfreie Aktionen. Wir hoffen, die Arbeit an dieser Ressource im Herbst 2016 beginnen zu können, sobald die Arbeit an der Hauptseite der WRI fertiggestellt ist.

Spenden

Im vergangenen Jahr haben wir uns erfolgreich um Spenden beworben vom

  • Network for Social Change

  • Andrew Wainwright Reform Trust

Wir wurden auch großzügig unterstützt von Antimilitarist*innen von Spanien, die über 4000 Euro von ihrer Steuerverweigerung für das Programm überwiesen haben.

Evaluation

Ergebnisse

  • Einige begeisternde Projektarbeit findet innerhalb des Gewaltfreiheits-Programms statt, mit Arbeit an konstruktiven Programmen und Militarisierung der Polizei, zwei Gebiete, auf denen wir die Arbeit in der Zukunft weiter entwickeln werden.

  • Durch das Seminar ”Stopp dem Waffenhandel” und die ’War Profiteers News’ haben wir stärkere Verbindungen zu Aktivist*innen gegen den Waffenhandel in verschiedenen Regionen entwickelt.

  • Einige Gelegenheiten, Spenden zu erhalten, haben sich eröffnet, obwohl sie noch sporadisch sind und nicht alle Kernkosten abdecken.

  • Wir haben uns erfolgreich um einen weiteren Friedensarbeiter von QPSW beworben

Herausforderungen

Spenden für das Programm – obwohl 2016 besser als in vorherigen Jahren – bleiben eine Herausforderung, und natürlich ist jede Minute zur Anwerbung von Geld Zeit, die anderswo nicht eingesetzt wird.

Das Programm ’Das Recht, das Töten zu verweigern’

Programmaktivitäten

Arbeit mit länderbezogenen und regionalen Bewegungen

Bolivien

Wir haben mit einem neuen KDVer in Bolivien Kontakt aufgenommen, José Miguel Orías, dessen Forderung, als KDVer anerkannt zu werden, vom bolivianischen Verfassungsgericht beurteilt worden ist; wie erwartet urteilte das Gericht gegen ihn, tadelte aber den Mangel an Regelung des Rechtes im Gesetz Boliviens. Wir arbeiten mit der Rechtshilfegruppe ‘Derechos en acción’ in Bolivien und sammeln Spenden, um ihnen zu ermöglichen, den Fall auf die interamerikanische Kommission für Menschenrechte (IACHR) zu bringen. Im Erfolgsfalle könnte das eine wichtige Gelegenheit für die Setzung eines neuen Präzedenzfalles sein und die Sicht der IACHR auf das Thema aktualisieren.

Osteuropa

Unser Projekt zur Unterstützung von KDVern in Osteuropa entwickelt sich und geht weiter, aber die Webressource für Verweigerer in der Ukraine, Russland und Litauen wurde verschoben. Die Webseite wird später in diesem Jahr freigeschaltet. Im März dieses Jahres wurde angekündigt, dass die Wehrpflicht, die in Litauen 2015 anfänglich für fünf Jahre wieder eingeführt worden war, unbegrenzt werden solle.

Ruanda

Seit Dezember 2014 hat ein Aktivist aus Ruanda ehemalige Kämpfer in der Diaspora interviewt, mit der Absicht, einen Bericht zu erstellen mit dem Schwerpunkt auf Hemmnisse, die Streitkräfte zu verlassen. Die ersten Ergebnisse dieser Forschung werden in diesem Jahr zur Veröffentlichung bereit sein. Die Zeugnisse aus erster Hand stammen von Soldaten, die Probleme hatten, die Armee zu verlassen.

Dieser Bericht soll einerseits Aufmerksamkeit erregen, aber auch durch Partner zur Fürsprache bei der Regierung von Ruanda genutzt werden.

Thailand

Es gibt keinen Alternativdienst oder eine Anerkennung von KDV in Thailand. 2015 erklärte ein KDVer öffentlich seine Weigerung; die Einberufung steht aber noch bevor. Von der WRI wird Hannah zusammen mit den koreanischen KDVern Jungmin Choi und Yong-suk Lee im November 2016 Thailand besuchen. Wir werden mehr über die Situation erfahren.

Wir hoffen auch auf ein Treffen mit der Thai Transgender Alliance, die daran arbeitet, Trans-Frauen zu schützen, die in Thailand zum Militärdienst eingezogen werden, ebenso wie andere Friedensarbeiter*innen und weitere Engagierte für Gewaltlosigkeit in Thailand.

CONCODOC

Wir sind begeistert über die Neufassung der WRI-Webseite vom Herbst 2016. Die verbesserte Präsentation und Zugänglichkeit der Seite wird es leichter machen, sich für Email-Listen zu KDV-Nachrichten und Aktionen anzumelden, die WRI auf Sozialen Medien zu verfolgen, und Zugang zu unseren Quellen zu haben. Gemäß unserer Übereinkunft vom letzten Jahr mit dem Internationalen Versöhnungsbund, dass wir ihre Berichte der Universal Periodic Review nutzen können, um die Dokumentation der WRI zu Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung (Conscription and Conscientious Objection Documentation, CONCODOC) auf dem Laufenden zu halten, haben wir bereits Österreich, Kirgisien und Singapur aktualisiert und werden fortfahren, andere Länder auf einer laufenden Basis zu aktualisieren. Auf unserer neuen Webseite wird CONCODOC interaktiver sein, mit durch Farben kodierte Landkarten und klareren Links zu KDV-Gruppen im betreffenden Land.

Conscientious Objection: A Practical Companion for Movements

Conscientious Objection: A Practical Companion for Movements wurde im Oktober 2016 veröffentlicht. Das Werk schließt Beiträge von Aktivist*innen von vielen verschiedenen Bewegungen und Ländern auf dem ganzen WRI-Netzwerk ein. Es ist online kostenlos erhältlich und wird gedruckt über unseren Webshop verkauft.

Das Buch lässt verschiedene KDV-Strategien und Motivationen zu Wort kommen, mit Gender und Militarismus als Hauptthema. Über eine Crowdfunding-Kampagne wurden wir in die Lage versetzt, kostenlose Exemplare an viele KDVer in der ganzen Welt zu schicken. Wir haben sehr positive Rückmeldungen von vielen engagierten Leser*innen bekommen, die die Breite und Tiefe des Materials kommentierten, das themenübergreifende Verständnis der Analyse und die Verschiedenartigkeit der erforschten Erfahrungen.

Wir koordinieren eine spanische Übersetzung, die in diesem Jahr herauskommen soll, und Übersetzungen in Thai und Koreanisch (über World Without War) werden 2017 herauskommen.

Wenn Sie daran interessiert sind, die Übersetzung dieser Quelle in Ihre eigene Sprache vorzunehmen, schreiben Sie an hannah@wri-irg.org.

Veranstaltungen

Tag der Gefangenen für den Frieden

Der Tag der Gefangenen für den Frieden wurde auf den 1. Dezember festgelegt. Von überall her schreiben Menschen an Kriegsdienstverweiger*innen und andere gewaltfreie Aktivist*innen im Gefängnis. Wie gewönlich erstellten wir eine Liste der Gefangenen für den Frieden mit Informationen und Kontaktadressen für die Gefangenen. Hier ist eine Fassung der Liste der Gefangenen für den Frieden, die laufend aktualisiert wird und hier auf unserer Webseite gehalten wird: /inprison

Wir verschickten auch eine Papierversion dieser Liste, zusammen mit dem Spendenaufruf vom November.

In diesem Jahr schrieb der finnische KDVer Visa Savolainen eine Blogmitteilung,1 in der er sich über die Bedeutung des Erhalts vieler Solidaritätskarten am Tag der Gefangenen für den Frieden Gedanken macht, während er in Finnland unter Hausarrest steht. Nachzulesen unter: /en/PfP-day-cards

Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerer

Seit 1985 ist der 15. Mai – der internationale Tag der Kriegsdienstverweigerer – genutzt worden, um diejenigen zu feiern, die dem Krieg widerstanden haben – und weiter widerstehen, besonders indem sie sich weigern, Teil der militärischen Strukturen zu werden. 2016 gab es unter anderem Aktionen in Deutschland, Südkorea, Großbritannien, der Türkei und Venezuela.

Die neue Kampagne #SoyCivilNoMilitar in Venezuela veranstaltete ein Treffen, auf dem 43 neue Teilnehmer ihre KDV gegen den Militarismus erklärten. Über diese Kampagne ist mehr nachzulesen in ihrer Zeitschrift.

In der Türkei arbeitete die Vereinigung für KDV Vicdani Ret mit der Koordination des Stadtwaldes von Tahir Elçi, um ein Seminar und Aktion in Amed (Diyarbikir) zu organisieren, unter dem Titel “Wir werden nicht zulassen, dass Amed zu einer Garnisonsstadt wird.” Vier neue KDVer erklärten öffentlich ihre Weigerung, aber die Polizei hinderte sie daran, den Stadtwald von Tahir Elci zu betreten, um Bäume zu pflanzen, wie sie beabsichtigten. Hier ist der Bericht und hier das Video!

World Without War in Korea organisierte eine Radtour, um auf die mehr als 700 koreanischen jungen Männer aufmerksam zu machen, die im Gefängnis sind, weil sie den Militärdienst verweigern.

Gruppen in Deutschland und Großbritannien hielten örtliche Versammlungen ab, um auf die Erfahrung von KDV aufmerksam zu machen, sowohl in der Vergangenheit wie heute. In zwei britischen Städten – Leicester und Carlisle – wurden zwei neue Steine verlegt, um an Kriegsdienstverweigerer zu erinnern.

In einem Stück von ’Guerilla street art’ in London legten Aktivist*innen vom Haringey First World War Peace Forum Informationsplakate auf Straßen, wo KDVer im ersten Weltkrieg lebten. 350 von 20.000 britischen KDVern lebten in Nord-London.

Viele andere unterstützten auf den Sozialen Medien, indem sie den Hastag #COday nutzten. Weitere Fotos zu verschiedenen Aktionen sind hier zu finden.

Veröffentlichungen

Der Rundbrief ’CO-Update’ wird alle zwei oder drei Monate veröffentlicht. Er ist weiterhin der einzige im Vollsinn internationale Rundbrief zur Gewissensverweigerung des Militärdienstes und militärischer Rekrutierung, der verschiedene Motivationen abdeckt.

Das KDV-Alarm-System ist noch immer aktiv, aber wird im Augenblick leicht weniger häufig genutzt als in früheren Jahren, teils wegen Veränderungen in gewissen Staaten, was bedeutet, KDVer werden nicht mehr so häufig ins Gefängnis gesteckt.

Die israelische KDVerin Tair Kaminer berichtete uns, dass es für sie eine enorme Hilfe war, durch den Kreislauf von Verhaftungen, Entlassungen und wiederholter Einberufung zu gehen, als sie Tonnen von Briefen erhielt. Wir verbreiteten Tairs Kontaktinformationen in einem KDV-Alarm, der Unterstützer*innen schnell veranlasste, ihr zu schreiben.

Personalfragen

Hannah Brock arbeitet vier Tage pro Woche an dem Programm ”Das Recht das Töten zu verweigern”. Semih Sapmaz arbeitet freiberuflich ebenfalls an diesem Programm.

Das RRTK-Programmkomitee

Das Programmkomitee für das Programm ”Das Recht das Töten zu verweigern” ist weiterhin in regelmäßigem Kontakt. Es besteht gegenwärtig aus Merve Arkun (Vicdani Ret Derneği – die Vereinigung der KDVer in der Türkei), Rachel Brett (Quaker United Nations Office, Genf), Igor Seke (aus Serbien, lebt jetzt in Mexico), with Sergeiy Sandler (New Profile, Israel), der das Komitee einberuft, und Hannah Brock und Semih Sapmaz, die am Programm arbeiten.

Spenden

Wir sind dankbar für die andauernde Hilfe des Joseph Rowntree Charitable Trust. In diesem Jahr wurde die Zusage erneuert, damit können wir erwarten, dass das Programm aus diesem Topf bis zum April 2020 finanziert ist. Wir sind weiter auf der Suche nach Spenden für spezifische Projekte über diese wichtigste Finanzierungsquelle hinaus.

Evaluation

Was wir erreicht haben

Wir treten weiterhin mit neuen KDVern in verschiedenen Ländern in Kontakt. Viele von ihnen finden uns über unsere Webseite oder über persönlichen Kontakt.

  • Der internationale Tag der KDV fand mehr Interesse als in vielen Jahren zuvor. Er ist weiterhin nützlich für Engagierte, um heute Aufmerksamkeit auf KDV zu lenken.

  • Vernetzung: Wir tauschen Informationen und Kontakte mit anderen internationalen Gruppen aus und unterstützen KDVer, eingeschlossen Forum 18, the Quaker United Nations Office, Connection e.V., und das European Bureau for Conscientious Objection, unter anderen. In dieser Art profitieren wir von der Arbeit der Forschungen anderer und vice versa.

Challenges

  • Das Interesse an unserer öffentlichen Arbeit, z. B. die Bestellung der KDV-Aktualisierungen und des KDV-Alarms, ist seit einer Reihe von Jahren auf demselben Stand geblieben. Wir hoffen, dass wir mit einer verbesserten Erreichbarkeit über Soziale Medien und über unsere neue Webseite in der Lage sein werden, mehr Menschen einzubeziehen. Das wird die Solidaritätsarbeit für KDVer effektiver machen.

  • Mit mehr Kapazität im Büro könnten wir mehr Arbeit machen, um KDVer zu unterstützen! Eine Vollzeitstelle bedeutet, dass wir begrenzt sind bei den Länderbewegungen, mit denen wir zusammenarbeiten und denen wir Hilfe geben können. Das war eine andauernde Herausforderung, seit das Programm begann.

WRI in den Regionen

  1. Einführung

Dieser Bericht fasst die Aktivitäten von PANPEN zusammen: Was erreicht wurde, Herausforderungen und Empfehlungen. Der Bericht ist auch ein Versuch, ihren Auftrag und den besten Weg nach vorn zu dokumentieren und kritisch über das Netzwerk zu reflektieren. Er deckt die Zeit von Oktober 2015 bis Mitte Oktober 2016 ab.

  1. Was erreicht wurde

Im vergangenen Jahr haben viele Aktivitäten im Zusammenhang mit PANPEN stattgefunden, an denen eines oder mehrere Mitglieder des Netzwerks beteiligt waren, auch wenn es nicht notwendiger Weise direkte Netzwerkprojekte waren. Das Folgende ist eine kurze Übersicht solcher mit PANPEN verbundenen Projekte, an denen PANPEN-Mitglieder beteiligt waren oder die aus PANPEN-Diskussionen hervorgegangen sind:

    1. Ein neues Buch, Satyagraha/Ujamma: Connecting Contemporary African-Asia Peacemaking and Nonviolence soll Anfang 2017 herauskommen, herausgegeben von Matt Meyer und dem Gandhi-Gelehrten Vidya Jain. Es enthält verschiedene Essays von PANPEN- und WRI-Mitgliedern. Es entstand aus einer von PANPEN unterstützten Konferenz, der Konferenz der Vereinigung für afrikanische Friedensforschung und -ausbildung, die 2015 in Abuja, Nigeria, stattfand. Das neue Buch bietet Beiträge von den PANPEN-Mitgliedern Yash Tandon (dessen Aufsatz speziell auf die Entwicklung von PANPEN und unsere Begegnungen in Kapstadt eingeht), Moses Monday John (der über Entwicklungen in Südsudan schreibt), Ousseina Alidou (der zusammen mit Matt Meyer über Revolution und Gewaltfreiheit schreibt), Bernadette Muthien, Patrick Bond, Sixte Vigny Nimuraba, und einen Wiederabdruck des Aktionsaufrufs “Ökosozialistische Horizonte”, der in Kapstadt während der Treffen von WRI und PANPEN begonnen und diskutiert wurde. Zusätzlich werden im Buch Beiträge der langjährigen WRI-Mitglieder und Freunde Michael Mazgoankar und Rajiv Vora geboten, außerdem ein einführendes Gedicht von Dream-wolf, das auch dazu diente, unsere Konferenz von Kapstadt einzuleiten.

    1. Matt Meyer dient weiterhin als Verbindung zu anderen afrikanischen Gruppen für Friedensstudien und Friedensforschung, besonders im Umkreis der International Peace Research Association (IPRA). Die nächste größere Konferenz der IPRA wird Ende November 2016 in Freetown, Sierra Leone stattfinden, unter der Leitung des PANPEN-Kollegen und IPRA-Generalsekretärs Ibrahim Seaga Shaw. Eine Verbindung in diesem Netzwerk, das in Sierra Leone besonders herausgestellt wird, aber auch in unserer zukünftigen Arbeit nützlich sein wird, ist die zu Cyril Obi, dem Koordinator des Africa Peacebuilding Network (APN) – gegründet etwa zur selben Zeit wie PANPEN und mit einem mehr akademischen Schwerpunkt, finanziert als Teil des in den USA beheimateten Social Science Research Council (Rat für Forschung in Sozialwissenschaft).

    1. Selam Kidane, ein Organisator aus Eritrea, Leiter der Organisation Freedom Fridays/Arbi Harnet, die Aktivisten im Land, solche in der Diaspora und Unterstützer von außerhalb Eritreas zusammenbringt, half, im Juni 2016 eine internationale Klausur- und Strategietagung zuwege zu bringen. Dieses Treffen war ein direktes Ergebnis von Konversationen und Plänen, die bei der Konferenz von Kapstadt gemacht wurden. Das PANPEN-Mitglied Kassahun Checole hielt ein Referat bei dem Treffen, ebenso wie Matt Meyer. Stellan Vinthagen und Andrew Day, Mitglieder der WRI und Unterstützer von PANPEN, waren ebenfalls intensiv dem Treffen verbunden.

    1. Das PANPEN-Mitglied Steve Sharra aus Malawi half bei der Gründung des Pan African Educator’s Forum, das er auch weiterhin koordiniert, ein Online-Austausch über Fortbildung auf allen Ebenen, durchgeführt von und mit Wirkung auf afrikanische Lernende, junge Leute und Lehrer. Eine Anzahl von PANPEN-Mitgliedern sind Abonnenten und Mitwirkende des Forums.

    2. Die PANPEN-Mitglieder Sixte Vigny Nimuraba und Elavie Ndura aus Burundi entwickeln weiterhin das Burundische Fortbildungsprojekt und zusätzliche damit zusammenhängende gewaltfreie Arbeit an der Basis in Burundi. Je nach Gelegenheit und Bedarf informieren und engagieren sie andere Mitglieder des PANPEN-Netzwerks in Bezug auf Veranstaltungen in ihrem Land und in der Region der Großen Seen.

    3. Alain Ah-vee von LALIT auf Mauritius, PANPEN-Kollege und WRI-Mitglied, half soeben, im September 2016 eine internationale Solidaritätskonferenz zum Thema der fortdauernden Besetzung von Diego García durch die USA zu koordinieren. Die USA haben die ursprüngliche Bevölkerung vertrieben und Ostafrika und den Pazifischen Pzean mit Atomwaffen und konventionellen Waffen militarisiert. Weitere WRI-Mitglieder und PANPEN-Unterstützer nahmen an der Konferenz teil, eingeschlossen von Seiten der WRL Clare Bayard aus Kalifornien.

    4. Stephen Zunes, ein Kollege von PANPEN, Leiter des Akademischen Rats des Internationalen Zentrums zu Gewaltfreien Konflikten (International Center on Nonviolent Conflict, ICNC), lieferte eine eigene Zeugenaussage an das UN-Komitee zur Entkolonisierung zum Fall der Westsahara. Die Aussage ist nachzulesen auf der Webseite des Sahara Press Service unter http://www.spsrasd.info/news/en/dossier/stephen-zunes-testimony-conference-decolonization.

    1. Zusätzliche Verbindungsarbeit mit weiteren weltweiten Vereinigungen hat es in verschiedenen Formen gegeben. Die PANPEN-Mitglieder Elavie Ndura und Matt Meyer waren zusammen mit Maciej Barkowski, dem Altdirektor für Ausbildung des ICNC, auf einem Forum in Washington-DC zu “MLK’s Path to Peace: Reclaiming and Renewing Nonviolent Responses to ‘Global Crisis’” (siehe http://www.usip.org/events/dr-martin-luther-king-s-path-peace). Meyer ist auch weiterhin in Kontakt geblieben mit dem Koordinator des Internationalen Versöhnungsbundes, Lucas Johnson, wegen dessen Afrika-Arbeit, und mit Mubarak Awad und Michael Beer von Nonviolence International (wo sie auf einem besonderen Arbeitsessen referierten) über die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit PANPEN bei verschiedenen gewaltfreien Trainings, eingeschlossen mit Aktivisten von Kongo-Brazzaville, Äthiopien und anderswo.

    1. Nozizwe Madlala-Routledge von “Embrace Dignity” (www.embracedignity.org.za) wurde eingeladen, auf einer Konferenz an der Universität von Cartagena, Kolumbien zu sprechen, um die Erfahrung des Übergangs von Apartheid zur Demokratie in Südafrika mitzuteilen und die wichtige Rolle von Akademikern im Friedensprozess Kolumbiens hervorzuheben. Das war zwei Wochen vor der öffentlichen Unterzeichnung der Friedensverträge in Cartagena am 26. September 2016. Die Einladung für Nozizwe wurde ermöglicht durch eine örtliche Organisation, Sembrando Paz (http://www.sembrandopaz.org/), eine Organisation, die Gerechtigkeit und Frieden fördert und auf dem Land mit Bauern, jungen Menschen und Frauen arbeitet.

      3) Herausforderungen

Auch wenn das Netzwerk mit seinem ehrenamtlichen Engagement eine Anzahl von Erfolgen registriert hat, gibt es einige Herausforderungen. Dies sind unter anderem, aber nicht ausschließlich: Wachsende politische Spannungen in Ländern wie Südsudan, Burundi, Zimbabwe, Nigeria… etc, die einen negativen Einfluss auf die Teilnahme von PANPEN-Mitgliedern hatten, einige Koordinationspläne und die Fähigkeit zum Engagement begrenzt haben. Da es nicht möglich war, seit Juli 2014 ein Treffen des Netzwerks zu organisieren, trug das weiter zum Abfall des Energielevels bei, zusammen mit einem wachsenden Engagement von Mitgliedern in ihren anderen Geschäften.

4) Empfehlungen und der Weg nach vorn

      1. PANPEN und WRI sollten für Afrika ein regionales Folgeprogramm für gewaltfreien Austausch planen. Der Plan sollte auch eine Spendenstrategie einschließen.

      2. Suche nach Möglichkeiten, PANPEN-Mitgtlieder in kleineren Forschungsprojekten zu engagieren, um gewaltfreie Erfolgsgeschichten in der Region und darüber hinaus zu dokumentieren und zu verbreiten.

      3. PANPEN, WRI und das Afrika-Unterstützungsteam sollten Ideen sammeln, koordinieren und einen besseren Weg finden, PANPEN-Aktivitäten 2017 und darüber hinaus zu reaktivieren.

5) Schlussbetrachtung

Im Ergebnis war PANPEN, wenn auch nicht immer bestimmend als ein konsolidiertes Netzwerk per se, ein bleibendes Bindeglied zu vielen Kämpfen in jeder Region des Kontinentes, durch seine vielen Partner, Unterstützer, Freunde und Mitglieder. Es ist unsere Hoffnung und Erwartung, dass in naher Zukunft weitere Konsolidierung und weiteres Wachstum stattfinden kann, da wir zusätzliche Treffen des Netzwerks als Ganzes planen. Es ist wert festzuhalten: Seit seiner Einrichtung 2012 und Neuorganisation im Juni 2014 hat das Panafrikanische Netzwerk zu Gewaltfreiheit und Friedensaufbau nicht nur die afrikanischen zivilen Graswurzel-Widerständler und gewaltfreien Aktivisten miteinander in Verbindung gebracht, sondern sie ermutigt, Aktionen zu unternehmen, um Gewalt zu transformieren, Frieden, Demokratie und gewaltfreie Alternativen zu Konflikten zu fördern. Wir schätzen das Interesse seitens der WRI und ihre Unterstützung, und trotz der Herausforderungen wächst unsere Arbeit weiter und wird nicht nur in Afrika, sondern weltweit anerkannt.

Latin American and Caribbean Antimilitarist Network (RAMALC, in Spanish)

Das vergangene Jahr war ein Wendepunkt für das RAMALC-Netzwerk. Nach vielen Jahren lockerer Zusammenarbeit, die hautpsächlich durch gemeinsame Erklärungen und die Nutzung eines Listendienstes, um Informationen unter Mitgliedern von RAMALC zu verbreiten, wurde das Netzwerk durch drei Hauptaktivitäten konsolidiert: 1. ein regionales Treffen in Mexiko zum Thema ”Gewaltfreie Strategien, Angst, Schutz und Kommunikation”, 2. die Veröffentlichung der ersten Ausgabe der RAMALC-Zeitschrift ”Rompiendo Filas” (die Reihen durchbrechen), 3. die Eröffnung der Webseite http://ramalc.org. Während dieser Zeitspanne war eine weitere wichtige Entwicklung die Eingliederung eines Mitglieds von Kuba in das Netzwerk, das half, das Netzwerk auf weitere Länder in der Region zu erweitern.

Jährliches regionales Treffen

Als Antwort auf die extreme Gewalt und die scharfe Unterdrückung sozialer Bewegungen in der Region kamen die Mitglieder von RAMALC überein, es sei wichtig, ein Training abzuhalten, bei dem wir die Rolle untersuchen konnten, die ein gewaltfreier und antimilitaristischer Ansatz in der Region und insbesondere in Fällen von hohen Graden von Gewalt wie in Mexiko haben kann. Gewaltfreie Strategien in diesen Zusammenhängen anzuschauen wie auch Werkzeuge, Kenntnisse und Erfahrungen darüber auszutauschen, wie man mit Angst und Schutz arbeitet, und Aktionen in Solidarität mit örtlichen Kämpfen zu unternehmen, waren die Hauptziele des Treffens.

Mexico-Stadt war der Ort für das regionale Training von RAMALC. Die Veranstaltung wurde mit organisiert von SERAPAZ, Gastgeber war das Museo de la Memoria Indómita wie auch die Gemeinschaften der Huitzizilapan und Xochicuautla, die gegen eine Autobahn Widerstand leisten, die ihren Wald zerstört und massiv in ihre Existenz eingreift. Mexikanische Organisationen, die während des Trainings Arbeitseinheiten bereitstellten, waren Serpaj (Gewaltfreie Strategien), die Internationalen Friedensbrigaden (Schutz) und ALUNA (Angst). Am letzten Tag nahm RAMALC am Marsch zum Gedenken des ersten Jahrestages des Verschwindens der Studenten von Ayotzinapa statt. Das Treffen ging auch mit Erklärungen zur Unterstützung der Huitzizilapan and Xochicuautla an die Öffentlichkeit und ebenso zur Unterstützung von Ayothinapa und allen in Mexiko Verschwundenen.

Gegenwärtig plant RAMALC sein nächstes regionales Jahrestreffen, das in Asunción, Paraguay zum Thema Gewaltfreie Strategien gegen die Militarisierung von Körpern und Territorien in Lateinamerika und der Karibik stattfinden wird. Dieses Treffen wird das Netzwerk weiter stärken mit dem spezifischen Ziel, neue Mitglieder aus dem Süden von Lateinamerika zu gewinnen.

Rompiendo Filas

In diesem Jahr kam zum ersten mal ”Rompiendo Filas” heraus, die Zeitschrift von RAMALC. Nach verschiedenen Anläufen zu einer Veröffentlichung des Netzwerkes schafften wir es mit einer Zeitschrift. Die erste Ausgabe hatte eine breite Auswahl von Themen und Textformaten, einschließlich Geschichten, Essais, Interviews, etc. Rompiendo Filas liefert dem Netzwerk eine Stimme und einen Ort, um in einen Dialog über Gewaltfreiheit und Antimilitarismus in der Region zu treten und füllt eine wichtige Lücke innerhalb der Veröffentlichungen von sozialen Bewegungen. Diese Ausgabe war als PDF erhältlich und wurde in verschiedenen Ländern herausgegeben, wo es Mitglieder gibt. Gegenwärtig arbeitet das Netzwerk an seiner zweiten Ausgabe, die ihren Schwerpunkt auf die Militarisierung von Körpern und Territorien setzt, um damit das Treffen von Paraguay vorzubereiten.

Ramalc.org

Endlich hat das Netzwerk eine Webseite, http://ramalc.org, wo die Mitglieder neue Beiträge hochladen können und wo man Rompiendo Filas herunterladen kan. Die Seite ist noch in Arbeit, und wir hoffen, sie wird dazu helfen, dem Netzwerk mehr Sichtbarkeit zu verleihen und ein Platz für Menschen von außerhalb des Netzwerks zu werden, die etwas über die Aktivitäten des Netzwerks erfahren möchten. Wenn man auf die Seite geht, wird man auch Videos und Radioaufnahmen finden. Der Plan ist, die Anzahl von Beiträgen auf der Seite langsam zu vergrößern, also schaut immer mal wieder rein.

Representation

Die Mitglieder von RAMALC sind weiterhin auf Veranstaltungen der WRI vertreten. Lexys Rendon aus Venezuela war beim Rat in Südkorea zugegen, wo sie eine Vorstellung der Wirkung von Bergbauindustrien auf die Existenz von örtlichen Gemeinschaften in Lateinamerika gab. Lexys ist ebenso wie Igor Seke Mitglied im Rat der WRI.

Wenn wir eine stärkere RAMALC haben, wird es hoffentlich bald mehr Gelegenheiten für eine Zusammenarbeit mit Mitgliedern der WRI in anderen Regionen geben.

Das regionale Ost-Mittelmeer-Netzwerk

In den letzten Monaten hat das Ost-Mittelmeer-Netzwerk etwas Energie zurückgewonnen.
Im März veröffentlichte das Netzwerk eine gemeinsame Erklärung, die die militarisierten Reaktionen auf Krisen in der Region kritisiert und inhaftierte Kriegsdienstverweigerer unterstützt.

Darüber hinaus wurde der E-Mail-Verteiler aktiv genutzt, um über den Stand der Dinge bezüglich Kampagnen und Verfolgung von Kriegsdienstverweigerern zu informieren. Diese Updates wurden auch für Anrufe zur Solidarität verwendet und mit aktiver Teilnahme beantwortet.

Ein Beispiel dafür ist die #refuse2occupy-Kampagne, gestartet durch Mesarvot ad, eine Social-Media-Kampagne zur Unterstützung der israelischen Kriegstdienstverweigerer, erweitert durch das Netzwerk um eine Solidaritätswache in Athen und eine geplante Pressekonferenz in Zypern (glücklicherweise abgesagt dank der Freilassung von Tair Kaminer).

Rund um den Militärputsch in der Türkei waren Updates und Stellungnahmen, die über das Netzwerk gesendet wurden, besonders wertvoll als zuverlässige Informationsquelle und radikale antimilitaristische Analyse.

Europäisches antimilitaristisches Netzwerk

Nein zur NATO

Im Oktober 2015 reisten Aktivisten von Trident Ploughshares in Großbritannien und ofog in Schweden in den Süden Spaniens auf Einladung von AA.MOC um an Aktionen gegen Trident Juncture teilzunehmen, Militärübungen der NATO, die in ganz Italien, Portugal und Spanien stattfanden. Trident Juncture wurde als die "größte Übung der NATO seit dem Ende des Kalten Krieges" bezeichnet. Lesen Sie einen Bericht von Angie Zelter hier.

Anfang des Monats blockierte eine Gruppe von Antimilitaristes-MOC-Aktivisten für den Einsatz bei Trident Juncture bestimmt Panzer. Zwei Aktivisten enthüllten Banner mit den Worten "Krieg endet hier" und "Verzeihung für die Unannehmlichkeiten: Behinderung von Kriegsvorbereitungen", vier weitere Aktivisten ketteten sich schnell mit Verschlussrohren an die Panzerketten von zwei dänischen Leopard-Panzern, transportbereit geparkt für den Hauptmanöverort San Gregorio (Zaragoza). Sechs Menschen wurden verhaftet und später mit Anklage wieder freigelassen.

Burghfield im Juni

Im Juni 2016 reisten Aktivisten von AKL und Women for Peace aus Finnland, Agir Pour La Paix aus Belgien und DFG-VK aus Deutschland (Mitglieder von ofog in Schweden hätten kommen sollen, sagten aber ab) nach Burghfield, eine Kernwaffenfabrik im Süden Englands, um an einem Aktionsmonat, ausgerufen von Trident Ploughshares, teilzunehmen. Eine Blockade begann am 6. Juni und bestand unglaublicherweise noch Ende der folgenden Woche. Drei Menschen aus Finnland wurden verhaftet, und da sie einer Gerichtsverhandlung im folgenden Monat fernblieben, liegt ein Haftbefehl für sie vor, wenn sie nach Großbritannien zurückzukehren.

Andere Aktionen später im Monat hielten der Störung in Burghfield den ganzen Aktionsmonat hindurch im Gange - Video hier anschauen. [link missing]
Das Netzwerk sucht nach Wegen, regelmäßiger zu kommunizieren und effektiv an Aktionen der jeweils anderen teilzunehmen. Wir versuchen, mehr Gruppen aus verschiedenen Ländern Europas einzubringen und freuen uns darauf, Aktionen gegen den Krieg in Zukunft gemeinsam anzugehen!
Viele Mitglieder des Netzwerks verwenden weiterhin den Slogan „Krieg beginnt hier“ und andere antimilitaristische Gruppen außerhalb des Netzwerks ebenso.

COP21

Obwohl es kein vollständiges Netzwerk-Event war, waren mehrere Mitglieder von WRI-verbundenen Organisationen aus Europa bei der Mobilisierung rund um die COP21-Klimaverhandlungen in Paris im Dezember 2015 anwesend.

ENAAT

Der jährliche Treffen des Europäischen Netzwerks gegen den Waffenhandel fand in London im Juli 2016 statt. Andrew Dey von der WRI-Belegschaft nahm teil sowie mehrere Netzwerkmitglieder aus Belgien, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. ENAAT hatte in diesem Jahr die Finanzierung für einen Mitarbeiter erhalten, was ihnen erlaubte besser zusammenzuarbeiten, besonders bezüglich Verschiebungen innerhalb der EU bei der Forschungsfinanzierung durch den Waffenhandel.

WRI in Ost-, Süd- und Südostasien

Im Oktober letzten Jahres gab es ein Treffen des WRI-Rates in Seoul, Korea, gleichzeitig mit dem internationalen „Stopping the War Business“-Seminar und gleichnamiger Aktion, bei denen die südkoreanische Partnergesellschaft World Without War (WWW) Mitgastgeber war. Krishnakant Chauhan aus Indien und Subhash Kattel aus Nepal waren anwesend, und Subhash ermöglichte mit anderen einen Workshop über konstruktive Programme auf dem internationalen Seminar. Während der Tagung des Rates wurden zwei neue Mitglieder aus Nepal, Community Self-Reliance Centre (CSRC), National Land Rights Forum (NLRF), aufgenommen.

Die Arbeit mit Netiwit Chotiphatphaisal, neuer thailandischer Kriegsdienstverweigerer und Mitglied der Gruppe "New Thai People' ist ebenfalls im Gange. Das WRI-Büro in London und WWW aus Korea (der nächste Nachbar im WRI-Netzwerk) werden diese Gruppe Mitte November besuchen und besprechen, wie wir Solidarität aufrechterhalten und uns gegenseitig unterstützen können. Wir freuen uns darauf, sie zu treffen und hoffen, dass dies eine gute Chance sein wird, unseren Kreis vor allem in der Region Asien zu erweitern und eng miteinander zu arbeiten.

WRI in Ozeanien und Australien

WRI hat eine Partnergesellschaft in Australien, und ein einzelnes Mitglied in West-Papua. Ein Artikel über den andauernden gewaltlosen Widerstand gegen die indonesische Besatzung von West-Papua wurde für die zweite Ausgabe des Handbuchs für gewaltfreie Kampagnen vorgelegt. Durch die Kriegsprofiteursinitiative haben wir auch Kontakt mit jeweils einer Gruppe in Australien und in Neuseeland hergestellt. Beide Gruppen wehren sich gegen Waffenhandelsveranstaltungen in ihren lokalen Gemeinden, und waren schon zu verschiedenen Zeitpunkten Gegenstand der „War Profiteers News“.

Veröffentlichungen

Alle E-Mail-basierten WRI-Publikationen finden Sie auf unserer Website. Sie können sie hier auch abonnieren und in Ihren Posteingang erhalten:
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Wir haben einen einfachen „Schreib-Leitfaden" für die Website zusammengestellt, um die Menschen zu ermutigen, Ideen für Geschichten für unsere Publikationen einzureichen. Er ist hier verfügbar: /en/Writing-for-WRI (Deutsch, Spanisch, Französisch)

Regelmäßige Veröffentlichungen

Das Zerbrochene Gewehr

Das Zerbrochene Gewehr ist der WRI-Hauptnewsletter und ist auf Englisch, Spanisch, Deutsch und Französisch verfügbar. Er wird im Internet veröffentlicht, in der Regel mit einer herunterladbaren PDF-Version, und als E-Mail-Newsletter verschickt.
Mitarbeiter verwenden oft Das Zerbrochene Gewehr bei Reisen und Teilnahmen an Veranstaltungen. Wir verwenden Issuu zur Veröffentlichung der PDF-'Magazin'-Version des zerbrochenen Gewehrs, was es viel einfacher macht, es auf Tablets, Laptops und E-Readern zu lesen und auf der Website einzubetten. Sie können sich kostenlos registrieren, sowie frühere Ausgaben in allen vier veröffentlichten Sprachen hier lesen: https://issuu.com/warresistersint

Seit August 2015 sind folgende Ausgaben erschienen:
• Dezember 2015: Das Kriegsgeschäft stoppen
• Mai 2016: Militarismus und Klimawandel

War Resisters' Stories

War Resisters' Stories ist eine kurze monatliche Zusammenfassung von Nachrichten aus dem WRI-Netzwerk. Jeden Monat enthalten sie fünf Geschichten, sowohl aus dem Büro als auch aus dem WRI-Netzwerk. Sie sollen Menschen Highlights der jüngsten Aktivitäten geben sowie sie auf kommende Veranstaltungen hinweisen, auf kurze und spannende Art.

CO-Update

Das CO-Update in englischer Sprache ist der eNewsletter des Programms „Recht auf Verweigerung zu töten“. Seit dem Sommer 2012 wird es alle zwei Monate produziert. Es enthält Updates zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht auf der ganzen Welt, sowie Nachrichten von RRTK-Aktivität.

CO-Alert

WRI startete dieses E-Mail-basierte System im Juli 2001 um Abonnenten auf die Inhaftierung von Kriegsdienstverweigerern oder andere Schwierigkeiten, mit denen diese konfrontiert sind, aufmerksam zu machen. Seitdem wurden Hunderte von CO-Alert-Nachrichten versendet. Das CO-Alert-System wurde in die WRI-KDV-Datenbank integriert und wird nun vollständig durch die WRI-Website verwaltet. CO-Alert ist eine nur in englischer Sprache bediente E-Mail-Liste, obwohl einige Nachrichten auch in anderen Sprachen auf der WRI-Website zur Verfügung stehen. Bitte ermutigen Sie so viele Menschen wie möglich, dieser Liste beizutreten: http://lists.wri-irg.org/sympa/info/co-alert

War Profiteers News

Der E-Mail-Newsletter War Profiteers News auf Englisch und Spanisch wird in der Regel alle zwei Monate veröffentlicht. Er ist ein wichtiges Instrument, um Informationen über Fragen im Zusammenhang mit Kriegsprofiteuren einem breiten Spektrum von Gruppen und Aktivisten zur Verfügung zu stellen, und erleichtert die Vernetzung von Gruppen, die bezüglich Kriegsprofiteuren arbeiten.

Soziale Medien

Wir entwickeln weiter unsere Social-Media-Arbeit. Wir wollen auf Facebook einmal am Tag veröffentlichen, auf Twitter so regelmäßig wie angemessen erscheint, und in anderen Netzwerken - wie Diaspora - ebenfalls. Wir haben auch versucht, regelmäßig Inhalte von Gruppen zu reposten und retweetenn die WRI verbunden sind.

Facebook

Finden Sie uns hier: http://www.facebook.com/pages/War-Resisters-International/116749965016853. Wir haben jetzt mehr als 4.000 Followers! Unsere beliebtesten Beiträge in diesem Jahr thematisierten Kriegsdienstverweigerer in Israel, die Kriegsdienstverweigerer-Tag-Veranstaltungen in Südkorea und Lokführer im Vereinigten Königreich, die sich weigerten, Munition für die Vorbereitung die Invasion des Irak zu transportieren.

Twitter

Sie können WRI bei https://twitter.com/warresistersint finden. Wir haben mehr als 3.400 Followers. Sie können diese Liste verwenden, um Twitter-Feeds von WRI verbundenen Unternehmen zu sehen.

Bücher

Handbuch für gewaltfreie Kampagnen
In diesem Jahr war die Arbeit an der Übersetzung des Handbuchs ein Schwerpunkt. Freiwillige in Deutschland haben die Übersetzung ins Deutsche fast abgeschlossen, und die türkische Übersetzung ist auch fast fertig. Vor seinem Tod übersetzte Abraham die zweite Auflage ins Tigrinya, und seine Frau führt die Arbeit weiter.
Die Übersetzung der ersten Ausgabe ins Französische ist ebenfalls abgeschlossen und die Gestaltungsarbeit wird von WRI-Personal durchgeführt für den Vertrieb im Laufe des Jahres.

Kriegsdienstverweigerung: ein praktischer Begleiter für Bewegungen

" Kriegsdienstverweigerung: ein praktischer Begleiter für Bewegungen" wurde im Oktober 2015 veröffentlicht, nachdem ein erfolgreicher crowdfunder die notwendigen Mittel beschafft hatte. Eine spanische Übersetzung ist fast abgeschlossen, und eine Thai und eine koreanische Version werden online (für die koreanische Version auch in gedruckter Form) im nächsten Jahr veröffentlicht werden.

Erklärungen und Pressemitteilungen

Seit dem letzten Jahresbericht hat War Resisters International eine Stellungnahme veröffentlicht, die die Ermordung des Menschenrechtsanwalts Tahir Elçi in der Türkei verurteilt.

Kampagne: Türkei - den Zyklus der Gewalt stoppen

Im Frühjahr 2016 startete War Resisters International eine neue Kampagne, die sich auf die Eskalation des Kreislaufs der Gewalt in der Türkei konzentriert. Die Kampagne, die als Reaktion auf Forderungen von WRI-Aktivisten in der Türkei eingeleitet wurde, wird mit einer Gruppe von WRI-Mitgliedern in Europa und in der Türkei koordiniert. Die Aktivitäten durchgeführt in Zusammenarbeit mit Connection e.V. aus Deutschland beinhalteten eine Delegationsreise in die Südost-Türkei, eine Petition an die EU und eine Fürsprachereise nach Europa von zwei Menschenrechtlern aus der Türkei. WRI arbeitet derzeit an neuen Aktivitäten, die in 2017 stattfinden sollen und setzt seine Kampagne, den Kreislauf der Gewalt in der Türkei zu stoppen, fort.

Internationale Delegation nach Diyarbakır und Cizre

Im Rahmen der Kampagne besuchte eine internationale Delegation von Friedensaktivisten und Menschenrechtlern vom 25. – 30. April 2016 den Südosten der Türkei. Die Gruppe, die aus sieben Aktivisten aus Österreich, Deutschland, Spanien, Schweden und der Türkei bestand, besuchte Diyarbakir, Cizre und Städte der Umgebung, die von den Ausgangssperren und bewaffneten Konflikten betroffen sind, die seit August 2015 anhalten. Sehen Sie hier die Profile der Delegationsmitglieder.

 Erfolgreiche Fürsprachereise

In der zweiten Junihälfte reisten zwei Vertreter von türkischen Menschenrechtsorganisationen - Coşkun Üsterci, Vorstandsmitglied der Stiftung für Menschenrechte und Gamze Yalçın, Vorstandsmitglied des Vereins für Menschenrechte - nach Genf, Wien, Brüssel und Straßburg. Sie trafen sich mit hochrangigen Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen, der OSZE, dem Europarat, dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission. Neben einem Austausch von Informationen gab es konkrete Gespräche darüber, wie türkische Menschenrechtsorganisationen enger mit den europäischen Institutionen zusammenarbeiten könnten.

Appelle an die Europäische Union und den deutschen Staat

Neben der Organisation von Delegationsreisen startete War Resisters' International auch eine Online-Petition, die sich an die Hohe Vertreterin der EU für auswärtige Angelegenheiten, Federica Mogherini, im Namen der Europäischen Union wandte. Die Petition, gestartet im März 2016, rief die EU auf, die Situation in der Türkei nicht aus den Augen zu verlieren, und im Land Maßnahmen gegen die Eskalation der Gewalt zu ergreifen. Mit den jüngsten Entwicklungen und den sich verändernden Rahmenbedingungen in der Türkei endete der Aufruf im September 2016 mit mehr als 1400 Unterschriften, die an Frau Mogherinis Büro gesendet wurden.
Zusammen mit derjenigen an die EU initiierten Connection e.V. und Bund für Soziale Verteidigung, beide aus Deutschland, eine weitere Petition, die den deutschen Staat ansprach. Parallel zur internationalen Petition endete auch sie im September 2016.

Die nächsten Schritte für unsere Arbeit in der Türkei

War Resisters International und einige ihrer Partnergesellschaften planen neue Aktivitäten, die im Jahr 2017 stattfinden sollen. Mitte September traf sich eine kleine Gruppe von WRI-Mitgliedern mit Organisationen in der Türkei, um zu diskutieren, wie sie sie am besten in ihrer mutigen Arbeit in der derzeitigen angespannten Lage unterstützen können. Um die Updates verfolgen zu können, abonnieren Sie bitte die monatlichen WRI-Nachrichten, indem Sie an info@wri-irg.org schreiben.

Finanzen und Fundraising

Seit unserer letzten Ratssitzung in Seoul war die finanzielle Lage von WRI mehr oder weniger stabil. Wir hatten einige Erfolge in unseren Spendenaktionen, aber ihr langfristiger Ausblick ist etwas enttäuschend. Wir haben für den Moment mehr Luft zum Atmen, aber die Zukunftsaussichten sind immer noch besorgniserregend.

WRI beendete 2015 mit einem kleinen Überschuss von £ 2445 und das erste Halbjahr 2016 mit einem Überschuss von £ 7.265. Unsere insgesamt zur Verfügung stehenden Reserven stehen nun bei etwa 81.000 £. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Verbindlichkeiten werden dem eCouncil zusammen mit dem Entwurf des Haushaltsplans für 2017 vorgelegt werden.

Bisher im Jahr 2016 hatten wir ein paar Spendenaufrufserfolge (neben dem üblichen Anteil von Misserfolgen). Das „Nonviolence Programme“ hat sich Finanzierung für verschiedene Aktivitäten im Jahr 2016 gesichert. Besonders erwähnenswert sind ein £ 9.000 Zuschuss, den wir vom Netzwerk für sozialen Wandel erhielten, und eine Spende in Höhe von ca. 4.500 €, die wir Ende 2015 aus Steuerwiderstandsgeldern erhielten, gesammelt von antimilitaristischen Aktivisten im Baskenland, und uns übertragen von WRI-Partnergesellschaft KEM-MOC. Dennoch sind die für die Arbeit des Programms eingenommenen Mittel in diesem Jahr immer noch geringer als die jährlichen Ausgaben des Programms, und die Aussichten für 2017 sind in der Tat weniger optimistisch als für das laufende Jahr.

Wir bewerben uns derzeit um Fördermittel beim Netzwerk für sozialen Wandel für das Programm zur Bekämpfung der Militarisierung der Jugend 2017 (das Netzwerk für sozialen Wandel finanziert in der Regel nicht das gleiche Projekt zwei Jahre in Folge). Auf der anderen Seite wurden keine Mittel für das Programm zur Bekämpfung der Militarisierung der Jugend für das Jahr 2016 gesichert, zumindest bisher.

Die Finanzierung des Programms „Recht auf Verweigerung zu töten“ kommt in erster Linie aus einem Zuschuss von der Stiftung Joseph Rowntree Charitable Trust (JRCT). Wir haben seit 2001 diese Finanzhilfe erhalten, und erst kürzlich erfolgreich für weitere drei Jahre verlängert (bis Anfang 2020). Die Bedeutung dieses Zuschusses für die Arbeit des WRI-Büros und seiner Programme ist schwer zu überschätzen. Jenseits der direkten Unterstützung für das Programm, erlaubt er uns, einen Kern von Stabilität in unserer Arbeit ganz allgemein zu erhalten, zumindest uns vor der Möglichkeit eines plötzlichen und totalen finanziellen Zusammenbruch zu schützen. Darüber hinaus ist unser Erfolg bei der Sicherung dieser Mittel für all die Zeit kein Zufall. Es hat viel mit der Tatsache zu tun, dass wir wirklich eine politische und ethische Vision mit den Menschen in JRCT teilen. Und doch zeigt die Bedeutung dieser einen Förderung für die finanzielle Stabilität, ja das Überleben unseres Büros und seiner Programme, auch, wie zerbrechlich unsere Position ist. Wenn aus welchem ​​Grund auch immer wir diese eine Finanzierungsquelle verlieren, wird unsere Finanzlage sofort extrem düster.

All dies dient der Betonung der entscheidenden Bedeutung der einen Einnahmequelle, die vollständig in unseren eigenen Händen - WRI-Partnerorganisationen und einzelnen Anhängern - liegt, oder, mit anderen Worten, in Ihren. Schließlich ist das WRI-Büro ein Organ des WRI-Netzwerks, es besteht für Sie, und stützt sich auf Sie für seine Arbeit und für die Ressourcen, die diese Arbeit möglich machen. Dazu gehören Ihre direkte finanzielle Beteiligung - Mitgliedsbeiträge und Spenden, aber auch Ihre Beteiligung als Freiwillige, und die Informationen, die wir alle unter uns teilen. Selbst wenn wir alle monetären Ressourcen, die wir benötigen, durch Fördermittel erhalten - und auch das wird nicht möglich sein, ohne viel Wissen und Freiwilligenarbeit, die großenteils aus dem WRI-Netzwerk kommen - die finanzielle Unterstützung durch unsere Partnerunternehmen und einzelne Spender wird immer ein entscheidend wichtiges Sicherheitsnetz bleiben, das uns die politische Unabhängigkeit von unseren Förderern erlaubt und neue Wege in unserer Arbeit zu erforschen und zu entwickeln gestattet. Je mehr Unterstützung in Form von Geld und Arbeit, wir von Ihnen erhalten, desto mehr Zeit und Mühe kann das WRI-Büro direkt aufwenden, um unsere Arbeit zu tun, einschließlich manchmal unbeliebter, untrendiger Arbeit, was die Prioritäten, die wir alle uns setzen, widerspiegelt.

Ausblick auf das kommende Jahr

Was ist hält die Zukunft für die WRI bereit? Die Partnerunternehmen und das Büro werden ihre Arbeit auf der ganzen Welt fortsetzen um Frieden zu schaffen und dem Militarismus in seinen verschiedenen Formen Widerstand entgegenzubringen. Um ein paar Dinge zu nennen, das Nonviolence-Komitee arbeitet an einem neuen Buch über konstruktive Programme, das Programm „Recht auf Verweigerung zu töten“ wird in Thailand mit einem neuen Kontakt zu Kriegsdienstverweigerung arbeiten, und das Programm zur Bekämpfung der Militarisierung der Jugend wird eine dritte Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend in diesem November koordinieren. Außerdem hat das Büro einen neuen Peaceworker, Sarah Robinson, die in einem Projekt zur Militarisierung der Polizei mit WRI und der Kampagne gegen den Waffenhandel arbeiten wird. WRI-Partnerorganisationen werden ihre wichtige Arbeit fortsetzen, gegen den Krieg das Wort zu erheben, Kriegsdienstverweigerer zu unterstützen und Rekrutierung zu begegnen, Waffenmessen und Militärbasen zu stören, gewaltlose Kapazitäten aufzubauen, Alternativen zu schaffen, die für den Aufbau einer sicheren und friedlichen Zukunft benötigt werden.

In unserem eCouncil im Oktober werden wir die nächsten Schritte für die WRI diskutieren, unter anderem die nächste internationale Versammlung, die im Jahr 2017 oder 2018, möglicherweise in Lateinamerika, stattfinden wird. Es werden auch Wahlen stattfinden für individuell gewählte Ratsmitglieder. Denken Sie mal darüber nach, ob Sie sich in der zukünftigen Arbeit der WRI gegen den Krieg engagieren möchten!

1) /en/PfP-day-cards

2) The 82a División Aerotransportada auf ihrer Facebookseite, 2 July 2015: https://www.facebook.com/BripacBrigadaparacaidista/photos/a.761288087289195.1073741833.474829159268424/842851109132892/?type=1&permPage=1

3) Die 2016er Zahl ist ein wenig irreführend: sie enthält für die Arbeit des Nonviolence Programme während des ganzen Jahres eingenommene Mittel, sowie eine gute Anzahl von Einzelspenden, die tatsächlich über mehrere Jahre angesammelt wurden, aber (aus technischen Gründen) erst kürzlich bilanziert wurden. Die Berücksichtigung dieser würde eine ausgeglichene Bilanz für das bisherige Jahr 2016 bedeuten.

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