War Resisters' International Bericht des Büros und der Exekutive Oktober 2016 – September 2017

People marching to Stop Urban Shield. Photo: War Resisters League
People marching to Stop Urban Shield. Photo: War Resisters League

Zusammengestellt vom Exekutivkomitee und den MitarbeiterInnen der WRI

Einführung

Wieder ist ein Jahr vergangen und eines mit viel Arbeit für uns, um ein Sandkorn im Getriebe der Kriegsmaschine zu sein. Das schließt ein, wie viele Jahre zuvor, der Rekrutierung für das Militär und andere bewaffnete Gruppen entgegen zu treten, gewaltfreie Trainings zu organisieren, KriegsdienstverweigerInnen und AktivistInnen zu unterstützen, die von militaristischen Regimen verfolgt werden, die Veröffentlichung von Büchern und Online-Ressourcen zum Aufbau von Frieden und Antimilitarismus und gemeinsame Arbeit mit anderen Friedensorganisationen. Ein großer Teil der Arbeit in diesem abgelaufenen Jahr war die neue WRI-Webseite, die kürzlich veröffentlicht wurde. Die neue Webseite ist leichter zu durchforsten und in vieler Weise zugänglicher und macht es hoffentlich leichter, sich bei der WRI zu engagieren, sie ist ein besseres Werkzeug für das Netzwerk WRI. Einige spezifischere Beispiele für die Arbeit des abgelaufenen Jahres, die von der WRI und unseren Mitgliedsorganisationen geleistet wurde, sind das neue Projekt “Gender und Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend”, die Webseite “Gewaltfreiheit stärken”, das Projekt zur Militarisierung der Polizei, Web-Seminare zur Militarisierung des Friedensprozesses in Kolumbien und den Konflikt in Venezuela, Aktionen gegen die Eröffnung der neuen NATO-Kommandozentrale in Brüssel, Kampagnen zur Wirkung von Waffengewalt im Südsudan und die Kampagnen “No SWAT Zone” in den USA, um ein Ende der Finanzierung für SWAT (Spezielle Waffen und Taktiken)-Trainings zu erreichen und zu unterstützen. Dieser Jahresbericht enthält dieses und viel mehr, und wie immer gibt es, abgesehen von den Berichten von den Programmen und Mitgliedsorganisationen, eine Darstellung der internen Strukturen der WRI, Finanzen, Veröffentlichungen und Stellungnahmen.

WRI Intern

Ratstreffen 2016

Das Ratstreffen von 2016 fand zwischen dem 14. und 24. Oktober 2016 in elektronischer Form statt. Etwa 50 Personen haben sich zur Teilnahme angemeldet. Die wichtigsten Themen, die behandelt wurden, waren die anstehenden Versammlungen, Änderungen an der Verfassung und den Regeln, das Budget, Anträge auf Mitgliedschaft und Reaktionen auf Krisen. Eine Erklärung zu Syrien wurde entworfen und veröffentlicht, nachdem der Rat beendet worden war. Das Ratstreffen schloss auch die Webseminare ein – zu Syrien, zu konstruktiven Programmen und zu CMOY.

Die vollständigen Protokolle des Treffens sind auf Loomio einzusehen:

https://www.loomio.org/g/gObARt7f/wrl-ecouncil-2016.

Exekutive

Games during an Executive meeting
Games during an Executive meeting

Die Exekutive, bestehend aus Jungmin Choi, Cattis Laska, Hulya Uçpinar, Sergeiy Sandler (Schatzmeister) und Christine Schweitzer (Vorsitzende) hat sich seit dem letzten Ratstreffen dreimal persönlich getroffen: Vom 4. - 6. November 2016 und vom 10. -12. Februar 2017 in London und vom 19. - 21. Mai 2017 in Istanbul. Zusätzlich hält die Exekutive normalerweise einmal pro Monat Kontakt über Skype.

Die Hauptpunkte, über die die Exekutive im vergangenen Jahr beraten hat, waren: Die Vorbereitung des Ratstreffens 2017, die Frage der anstehenden Versammlung 2018, Budget und Finanzen und die Begleitung der Arbeit zu den verschiedenen Programmen, die vom Büro und den zuständigen Programmkomitees geleitet werden. Für einige der Mitglieder der Exekutive (Hülya, Christine) und Büro (Semih) ist die Situation in der Türkei und unsere Kampagne dazu weiterhin ein besonderer Schwerpunkt (siehe den Abschnitt in diesem Bericht).

Arbeitsgruppen

Die Frauen-Arbeitsgruppe existiert noch formell, aber hat sich während des letzten Jahres weder persönlich noch online getroffen.

Die schwul-lesbische Arbeitsgruppe hat in den letzten Jahren mehr als Netzwerk gearbeitet und hat sich daher umbenannt in WRI Queer Network, da die Gruppe der Meinung war, das repräsentiere die Gruppe besser. Die Gruppe existiert also nicht mehr als Arbeitsgruppe.

Büro

MitarbeiterInnen

Andrew Metheven und Hannah Brock arbeiten beide jeweils vier Tage pro Woche, und Semih Sapmaz arbeitet als freier Mitarbeiter. Sie halten regelmäßige Treffen ab (die Protokolle werden ans Exekutivkomitee geschickt), und alle sechs Monate eine halbtägige Klausur, um Pläne für die kommenden Monate zu machen.

Andrew arbeitet am Gewaltfreiheits-Programm und Hannah am Programm “Das Recht, das Töten zu verweigern”. Semih arbeitet zu unterschiedlichen Zeiten für das Programm gegen die Militarisierung der Jugend und das Programm “Das Recht das Töten zu verweigern”.

Nachdem Hannah 2017 fünf Jahre bei der WRI war, nahm sie einen Sabbatmonat, den sie hauptsächlich in Barcelona verbrachte, um ihr Spanisch zu verbessern! Hannah ist jetzt auch nach Sheffield gezogen, daher gewöhnlich drei Tage im Büro und arbeitet einen Tag von Hause aus.

In diesem Jahr (vom September 2016 bis August 2017) waren wir äußerst glücklich, Sarah Robinson als Teil des Quaker Peace and Social Witness Peaceworker Scheme zu Gast zu haben, das AktivistInnen bezahlt, um ein Jahr lang in einer Friedensorganisation zu arbeiten. Sarah hat mit Andrew als Teil des Gewaltfreiheitsprogramms gearbeitet, das die Natur der Militarisierung der Polizei in aller Welt erforscht und analysiert und eine Online-Ressource schafft, um diesen wichtigen Aspekt der Militarisierung und des Kriegsprofits klar zu illustrieren. Ihr könnte mehr über diese Arbeit in dem Abschnitt über das Gewaltfreiheitsprogramm lesen. Es war großartig, in diesem Jahr mit Sarah zu arbeiten – vielen Dank für alles, was du beigetragen hast!

Freiwillige und Interne

Das Exekutivmitglied Hülya Üçpinar arbeitete einen Monat lang im März vom WRI-Büro aus und arbeitete speziell zum Programm “Das Recht das Töten zu verweigern” (während Hannah Urlaub machte) und zum Türkei-Projekt (siehe Bericht weiter unten). Es war großartig, Hülya bei uns zu haben!

Wir sind dankbar für den Künstler Ralph Ziman, der das neue WRI-Logo gestaltet hat. Wir schätzen auch sehr die Zeit, die Rob Brew uns gewidmet hat, der uns mit unserer IT-Einrichtung im Büro hilft und sicherstellt, dass unsere Software aktuell ist.

Martyn Lowe, der viele Jahre lang regelmäßig Freiwilliger im WRI-Büro war, besucht das Büro jeden November für drei oder vier Tage, um uns beim jährlichen Spendenaufruf zu helfen, und wir sind sehr froh über seine Beiträge!

Die WRI wird von einem großen Netzwerk von ÜbersetzerInnen unterstützt – einige sind Mitglieder der Exekutive, andere machen ehrenamtlich über unsere Webseite mit. Es sind Carlos Barranco, Nayua Abdelkefi, Igor Seke, Matias Mulet, Laura Perez Poza, Oscar Huenchunao, Pedro Ballesteros, Clara Delgado, Eva Aneiros, Cristian González, Mabel Pedemonte, Mayra Cavilla, Yolanda Alvarez, César Pérez, Gabriela Garcia Calderon Orbe, Martin Vallarino Arrospide, Carolina Olivero, Lydia Saiz, Mariana Avalaos, Manuel Torres, Paul Rankin, Ruby Starheart, Grace Brown, Anjali Mukhi Navalrai, Kevin Siegel, Inge Dreger, Gerd Buentzly, Christine Schweitzer, Rainer Sonntag, Caroline Wedler, Richard Meakin, Diana Vega, Laura Guthrie, Benjamin Lacey, David Scheuing, René Burget, Tikiri, Bastien Zara, Eve Tignol, Nolwenn Gaudin, Yoann Re, John Bogard, Lydia Castiello, Romain Ducroux, Maude Boudreault, Lewis Sinkala, Eleonora Romagna, D. Phillips, Asunción Serrano, Laura Poza and Laura Sanquer.

Ebenso wie auf dieser Liste der Freiwilligen helfen uns viele Menschen durch die Website der Rosetta Foundation: trommons.org, die freiwilligen ÜbersetzerInnen mit nicht kommerziellen Gruppen für ein bestimmtes Projekt zusammenbringt. Danke an sie alle!

Schließlich danke an unsere ehrenamtlichen KorrekturleserInnen, Emma Green, Spencer P. Malloy, Andrew Jackson und Lyn Setchell.

Programme der WRI

Das Programm “Gegen die Militarisierung der Jugend”

Programmaktivitäten

Internationale Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend

Street action in Helsinki: join the circus not the army!
Street action in Helsinki: join the circus not the army!

Die internationale Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend wurde im November 2016 zum drittenmal abgehalten. Während der Woche vom 14. - 20. November organisierten viele AktivistInnen von verschiedenen Ländern Aktionen und Veranstaltungen als Protest gegen Anstrengungen von Militärs und Kriegsgewinnlern, junge Menschen zu rekrutieren. Die Veranstaltungen des letzten Jahres folgten der Aktionswoche, wie sie 2015 und 2014 und dem Aktionstag, wie er 2013 abgehalten worden waren.

Die ganze Woche lang organisierten AntimilitaristInnen aus verschiedenen Ländern Straßenaktionen und Proteste, hielten Versammlungen, Gesprächsrunden und Arbeitsgruppen ab, initiierten Kampagnen in den Sozialen Medien und thematisierten die vielen Wege, auf denen Militärs und bewaffnete Gruppen mit jungen Leuten in Kontakt kommen. Abgesehen von diesen Veranstaltungen haben wir während der Woche auch Artikel veröffentlicht, die sich mit den Dimensionen der Rekrutierung mit den spezifischen Fällen von Deutschland und dem Vereinigten Königreich beschäftigen.

Abgesehen von individuellen UnterstützerInnen und Teilnehmenden gehörten zu den Gruppen und Organisationen, die die Woche unterstützten, die folgenden: Aseistakieltäytyjäliitto AKL (Finnland), Centre Delas and Desmilitaritzem l’Educació (Katalonien), Conscientious Objection Association (Türkei), ACOOC – Colombian Collective Action of Conscientious Objectors (Kolumbien), CUERPO CON-SIENTE (Kolumbien), Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsgegnerInnen (DFG-VK) (Deutschland), Granny Peace Brigade (USA), NESEHNUTÍ (Tschechien), Stichting voor Actieve Geweldloosheid (SVAG, Niederlande), War Resisters League (USA), Women in Black (UK), The National Network Opposing the Militarization of Youth (USA), and Auckland Peace Action (Neuseeland). Siehe den vollständigen Bericht der Veranstaltung des vergangenen Jahres auf der Webseite antimili-youth.net.

Week of action workshop in Colombia
Week of action workshop in Colombia

Die vierte Aktionswoche soll zwischen dem 20. und 26. November 2017 stattfinden. Die Planung für die vierte Aktionswoche ist in Vorbereitung mit der Hilfe einer Arbeitsgruppe von AktivistInnen von verschiedenen Ländern und Organisationen. Folgt uns auf antimili-youth.net für weitere Aktualisierung.

Veranstaltungen

Im September 2016 war das Büro der WRI mit beteiligt an der Organisation einer dokumentarischen Ausstrahlung und einer Podiumsrunde in London, zusammen mit London Mexico Solidarity, beim dritten Jahrestag des gewaltsamen Verschwindens von 43 Studenten vom Ayotzinapa-College in Mexiko. Die Veranstaltung war organisiert als Teil einer weltweiten Aktion, um Aufmerksamkeit auf die fortwährende Menschenrechtskrise des gewaltsamen Verschwindenlassens in Mexiko zu richten und die mexikanische Regierung aufzurufen, diese Krise zu beenden. Unsere Podiumsdiskussion hatte als Gäste MenschenrechtsaktivistInnen und ExpertInnen ebenso wie einen Aktivisten aus Mexiko.

Zusätzlich haben wir zwei Webseminare organisiert, mit dem Schwerpunkt auf Beispielen von Militarisierung der Jugend und Widerstand dagegen in verschiedenen Ländern, einschließlich Deutschland, Israel und Südkorea (klickt auf die Links, um die Aufnahmen anzuhören). Das ist eine fortlaufende Arbeit, und wir hoffen, weitere Webseminare in dieser Art in den folgenden Monaten des Jahres 2017 zu organisieren.

Gender und Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend

Dank der Hilfe des Netzwerks für Sozialen Wandel (Network for Social Change) haben wir ein neues Projekt angefangen: Gender und Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend. Als Teil dieses Projektes sind wir dabei, eine Anzahl von Trainings mit GraswurzelaktivistInnen aus verschiedenen Ländern zu organisieren, wobei wir den Schwerpunkt auf die Rolle von Genderpolitik zur Entwicklung von wirksameren Kampagnen gegen die Militarisierung der Jugend legen. Das Projekt wird auch eine Online-Ressource umfassen, die 2018 veröffentlicht werden soll und diese Themen weiter mit Beiträgen von AktivistInnen und ExpertInnen für dieses Gebiet erforscht. Zusammen mit den Spenden des Netzwerks für Sozialen Wandel geht unser Spendensammeln für dieses Projekt weiter.

Webseite und soziale Medien

Homepage of antimiliyouth.net

Der Inhalt von antimili-youth.net , der Webseite des Programms gegen die Militarisierung der Jugend, wurde durch neue Geschichten aus aller Welt verbessert – zusammen mit Beiträgen von und Interviews mit AktivistInnen aus verschiedenen Ländern. Der aktualisierte Inhalt schließt auch visuelles Material ein, d. h. Videos und Fotos. Die Webseite ist in drei Sprachen aufzurufen: Englisch, Spanisch und Deutsch, auch wenn aufgrund von Kapazitäts- und praktischen Gründen mehr Inhalt auf Englisch erreichbar ist.

Die Seite funktioniert als ein Zentrum für Online-Ressourcen für die AktivistInnen und Mitglieder des allgemeinen Publikums, die am Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend interessiert sind. Mit antimili-youth.net  zielen wir an, den Aktiven des Netzwerks zu den Themen um die weltweite Militarisierung der Jugend zu helfen, Ideen und Taktiken auszutauschen, aber auch mit dem allgemeinen Publikum in Kontakt zu treten.

Das Programm gegen die Militarisierung der Jugend hat seine eigene Facebook-Seite, auf der Beiträge von antimili-youth.net und anderen Quellen, die sich auf die Militarisierung der Jugend und den Widerstand dagegen beziehen, mitgeteilt werden. Zusätzlich haben wir eine Facebook-Gruppe “Krieg ist kein Spiel (“War is not a Game”), wo AktivistInnen eingeladen werden, von ihrer Arbeit und/ oder Aktualisierungen von ihren Ländern zu berichten. Ihr könnt unserer Seite hier folgen und hier Mitglied unserer Gruppe werden.

 

CMoY Programmkomitee

Das Komitee des Programms gegen die Militarisierung der Jugend ist weiterhin in regelmäßigem Kontakt und trifft sich normalerweise einmal alle zwei Monate mittels Telefonkonferenz.

Das Komitee besteht gegenwärtig aus Cattis Laska (Ofog, Schweden), Dola Nicholas Oluoch (Chemchemi, Kenia), Michael Schulze von Glaßer (DFG-VK, Deutschland), Sahar Vardi (American Friends Service Committee, Israel), Hannah Brock (Right to Refuse Kill programme worker at WRI, London) und Semih Sapmaz , der zum CMoY-Programm arbeitet.

Spendenaufkommen

2017 haben wir eine Finanzierung vom Network for Social Change, das unser Projekt zu Gender und Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend unterstützt. Und zwar zusätzlich zu den allgemeinen Finanzquellen der WRI, die das Programm 2016 unterstützt haben. Das Programm sucht weiterhin Finanzierung für seine Projekte für das Jahr 2018.

Evaluierung

Was erreicht wurde

  • Finanzierung und neues Projekt: Wir haben unser neues Projekt, Gender und Widerstand gegen die Militarisierung der Jugend, dank einer Finanzierung vom Network for Social Change, durchführen können.

  • Die dritte internationale Aktionswoche fand statt mit der Teilnahme verschiedener Gruppen und Individuen aus verschiedenen Ländern.

  • Die Webseite antimili-youth.net wurde weiterentwickelt mit aktuellen Geschichten und Beiträgen von AktivistInnen von innerhalb und außerhalb unseres Netzwerks.

  • Wir haben erfolgreich zwei Webseminare abgehalten, die zum Vorbild für weitere Webseminare geworden sind. Gegenwärtig arbeiten wir daran, in diesem Jahr weitere Webseminare zu organisieren.

Herausforderungen

  • Trotz unseres Erfolges im Einsammeln von Spenden in diesem Jahr müssen wir weitere Finanzquellen erschließen, um unsere Arbeit in den kommenden Jahren zu unterstützen. Das ist weiterhin eine Herausforderung, da die Finanzdecke unseres Programms bisher noch nicht in Gänze nachhaltig ist.

Gewaltfreiheitsprogramm

Quellen der Gewaltfreiheit

Webseite “Förderung der Gewaltlosigkeit”

Screenshot of Empowering Nonviolence

Eines der größten Projekte war unsere neue Webseite “Förderung der Gewaltlosigkeit” (nonviolence.wri-irg.org), auf der der komplette Inhalt unseres Handbuchs für gewaltfreie Kampagnen und jede von uns produzierte zukünftigen Publikationen erscheinen werden. Wir haben erfolgreich £4000 eingeholt (aus einer Crowdfunding-Kampagne und einer großzügigen Bewilligung des Andrew Wainwright Reform Trust), um diese Seite 2016 aufzubauen.

Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden – dadurch wird der Inhalt in verschiedenen Sprachen leichter zugänglich und jeder Artikel wird so angezeigt, dass er zugänglich und sehr nutzerfreundlich ist. Ein Hauptmerkmal der Seite ist, dass die Nutzer Entwürfe von Artikeln und Geschichten aus ihren eigenen Kampagnen und Aktionen beitragen, zu denen andere Nutzer dann – vor deren Veröffentlichung auf der Webseite durch die WRI-Mitarbeiter – Kommentare und Anmerkungen schicken können, und zwar hier: http://www.nonviolence.wri-irg.org/en/contribute

Die Webseite basiert auf dem gleichem System wie die neue WRI-Webseite, so dass die Aktualisierung leicht gemacht wird.

New Worlds in Old Shells

Die Arbeit an unserer nächsten Veröffentlichung – New Worlds in Old Shells – geht weiter. Das Programmkomitee “Gewaltfreiheit” trägt wesentlich zu dieser Arbeit bei. Das Buch wird historische und neuzeitliche Beispiele von “Konstruktive Programme” Projekten untersuchen und Ideen und Ansätze anbieten, wie solche konstruktiven Aktionen begonnen oder entwickelt werden können. Wir haben jetzt eine komplette Liste von Fallstudien, und das meiste der Arbeit am theoretischeren Inhalt ist fast fertig. Wir hoffen, dass das Buch gegen Ende 2017 oder Anfang 2018 fertig sein wird.

French handbook cover

Übersetzungen des Handbuchs für Gewaltfreie Kampagnen

Unsere Hauptquelle – das Handbuch für gewaltfreie Kampagnen – wird weiterhin in verschiedene Sprachen übersetzt. Dieses Jahr arbeitete Andrew eng mit Mitgliedern der Union Pacifiste de France (pazifistische Union Frankreichs) – insbesondere René Burget – an Design und Druck des Handbuchs in Französisch. Das Buch wird von Union Pacifiste de France finanziert und verkauft, die vereinbart haben, die Gewinne daraus zur Unterstützung der WRI zu spenden! Wir hoffen, dass wir in Zukunft mit anderen Mitgliedsgruppierungen weitere solche Fundraising-Zusammenarbeiten finden können.

Die Federation for Social Defence (Föderation für soziale Verteidigung) hat eine Crowdfunding-Aktionen durchgeführt, um Design und Druck der türkischen Übersetzung des Handbuch für gewaltfreie Kampagnen zu finanzieren und das Buch für Aktivisten in der Türkei kostenlos zugänglich zu machen. Nächstes Jahr werden wir mit dem Nonviolent Research and Education Centre zusammenarbeiten, um das Buch zu produzieren. Wir werden auch die türkische Übersetzung zu Gewaltfreiheit Stärken zu veröffentlichen (siehe oben).

Das Handbuch wird zur Zeit durch unseren Freiwilligen, Eduardo, auch ins Portugiesische übersetzt. Wir werden seine Übersetzung zu Gewaltfreifreiheit Stärken veröffentlichen und suchen noch nach Mitteln für Design und Druck.

Kriegsgewinnler

Das Gewaltfreiheitsprogramm hat ein besonderes Interesse an der Arbeit gegen den Waffenhandel und andere Arten von Kriegsgewinnlern. Dieses Jahr haben wir bei verschiedenen Projekten mitgemacht und unser regelmäßiges Nachrichtenblatt, War Profiteers News, weitergeführt.

War Profiteers News

War Profiteers News ist eine Zusammenfassung von Nachrichten über Forschung und Aktionen gegen Kriegsgewinnler. Seit dem letzten Jahresbericht haben wir drei Ausgaben veröffentlicht. Alle Ausgaben können hier angesehen werden: http://www.wri-irg.org/en/publications/war-profiteers-news

2017, haben wir probeweise War Profiteers vierteljährlich anstatt zweimonatlich veröffentlicht. Daraus resultiert, dass War Profiteers nicht ganz so auf dem neuesten Stand ist, wie es sein könnte, besonders bei den Berichten über spezifische Kampagnen oder Aktionen. Eines der arbeitsintensivsten Elemente der Veröffentlichung ist die Such nach und das Schreiben über die “Kriegsgewinnler des Monats”, eine kurze Biopsie eines Unternehmens, das von Krieg oder Gewalt profitiert. Eine der Herausforderungen dabei ist, dass diese Veröffentlichung überhaupt keine Gelder zur Verfügung hat, aber ihre Produktion Tage dauert. Wir haben Gelder beantragt, damit wir Mitarbeiterzeit zur Unterstützung dieser Veröffentlichung finanzieren können – mit dem Ziel ein kürzeres, verdichtetes Nachrichtenblatt monatlich herstellen können (welches immer noch den “Kriegsgewinnler des Monats” zeigt). Wenn es uns gelingt, dann werden wir ab Oktober 2017 monatlich veröffentlichen.

Militarisierung der Polizei

2017 hatten wir das große Glück, Sarah Robinson, eine Friedensarbeiterin von Quaker Peace and Social Witness bei uns zu haben. Sarah hat in ihre Zeit sowohl für WRI als auch für die Kampagne gegen den Waffenhandel (CAAT) aufgeteilt. Für die WRI arbeitete Sarah an zwei Projekten – eine neue Quelle, die die Militarisierung der Polizei auf der ganzen Welt erfasst, und die Verbindung zu Aktivisten auf der ganzen Welt, die gegen Militär- und Waffenmessen arbeiten.

Sarah hat Kontakt mit vielen Aktivisten und Forschern, die Kenntnisse und Erfahrungen mit Polizeimilitatisierung haben, gefunden und begonnen, ihre Ergebnisse in einer Online-Karte zu erfassen, die in die neue WRI-Webseite integriert werden wird.

INSecurity conference

INsecurity conference

Im Juni 2017 reisten Andrew und Sarah nach Israel/Palästina, um an einem Seminar, einer Aktion und Konferenz teilzunehmen, die von Hamushim (was “Bewaffnet” in Hebräisch heißt) organisiert wurden, einem israelischen Projekt gegen die israelische Waffenindustrie. Das Seminar und die Konferenz brachten Aktivisten aus der ganzen Welt zusammen, die Militarisierung in ihrem eigenen Kontext ablehnen oder gegen die Besetzung arbeiten, mit besonderem Fokus gegen das Profitmachen israelischer Waffenproduzenten. Die Fähigkeit israelischer Firmen, ihre von der israelischen Armee genutzten Ausrüstungen als “kampferprobt” zu vermarkten, machte Israel zu einem der größten internationalen Waffenexporteure – 2016 war Israel allein der größte Dronenexporteur.

Nach dem Seminar gingen die Teilnehmer auf eine 2-Tages-Tour durch das besetzte Palästina und nahmen an einer Protestaktion gegen die ISDEF-Waffenmesse teil.

Am letzten Tag fand eine öffentliche Konferenz statt. Viele der Konferenzteilnehmer zeigten eine Präsentation über ihre Arbeit gegen die israelische Waffenindustrie in ihrem Kontext; von der WRI präsentierte Sarah ihre Arbeit über Polizeimilitarisierung und die Arbeit durch CAAT gegen die Waffenlieferungen an Israel durch UK.

Seminar War Stops Here (Krieg endet hier)

Das Ratstreffen 2017 der WRI wird in London stattfinden, gleichzeitig mit den Aktionen zum Widerstand und der Störung der Defence and Security Exhibition International (DSEI – Internationale Verteidigungs- und Sicherheitsmesse), einer der weltgrößten Waffenmessen. Zusätzlich zur Teilnahme an den Aktionen und den WRI-Geschäftstreffen, organisieren wir auch ein 1-Tages-Seminar namens War Stops Here, welches für Aktivisten im UK die Gelegenheit gibt, von anderen Mitgliedern des WRI-Netzwerks über deren Kampagnen gegen den Waffenhandel zu erfahren, Wege zum Aufbau von Solidarität zu diskutieren und gemeinsame Kampagnen zu planen. War Stops Here findet am 10. September außerhalb der Tore zur DSEI statt.

Komitee des Gewaltfreiheitsprogramms

Dieses Komitee trifft sich einmal im Monat für ungefähr eine Stunde auf Skype. Seine jetzigen Mitglieder sind: Andrew Metheven, Joanne Sheehan, Dorie Wilsnack, Eric Bachman, Stellan Vinthagen, Jungmin Choi, Und Hulya Ucpinar. Das Komitee wurde vor ein paar Jahren durch einen Aufruf des WRI-Netzwerks gebildet und unterstützt und berät die Mitarbeiter. Es fokusiert speziell auf seine Arbeit mit dem “New Worlds in Old Shells”-Buch, für das das Komitee als Redaktionsgruppe agiert.

Finanzierung

Wie in den anderen Jahren ist das Programm immer noch unterfinanziert. In den letzten Jahren war es uns gelungen, genug Gelder aufzutreiben, damit die WRI als Ganzes glatt aufgeht. Wir versuchen jedoch weiterhin, Wege zu finden, um das Gewaltfreiheitsprogramm zu erhalten. Unsere Mitarbeiter hoffen, In den nächsten Jahren unsere individuelle Spenderbasis erweitern zu können.

Eine der Hauptherausforderungen bei der Mittelbeschaftung ist, es zwischen laufenden Projekten (wie das Handbuch für Gewaltfreie Kampagnen und die War Profiteers News) und neuen, für die Geldgeber attraktiven Projekten die Balance zu halten.

Evaluierung

Möglichkeiten

  • Entwicklung von Projekten wie Gewaltfreiheit Stärken ist ein laufendes Projekt, das die WRI-Quellen in einem neuen Format sichtbar und zugänglich macht. Nachdem die Webseite jetzt steht, wird nur relativ wenig benötigt werden, um diese zu warten.

  • Das Komitee des Gewaltfreiheitsprogramms ist weiterhin sehr aktiv, das Programm zu erhalten und daran zu arbeiten. Es unterstützt die Mitarbeier und ist besonders in dem Projekt New Worlds in Old Shells involviert.

  • Sarah Robinson hat dieses Jahr, als Sie von QPSW hier geschickt wurde, wesentlich zu unserer Kriegsgewinnler-Arbeit beigetragen.

Herausforderungen

  • Wie oben erwähnt, die finanzielle Situation des Programms ist noch nicht ganz nachhaltig.

Das Programm “Das Recht, das Töten zu verweigern”

Programmaktivitäten

Wir unterstützen weiterhin KriegsdienstverweigerInnen (KdVer) und KdV-Bewegungen – besonders die, die Repressionen ausgesetzt sind – und Bewegungen, die die Wehrpflicht verweigern.

Arbeit mit länderbezogenen und regionalen Bewegungen

Kolumbien

Diego Blanco publicity

Nach der Rekrutierung des KdVers Diego Blanco im December 2016, planten wir mit seinen kolumbianischen Unterstützern eine Kampagne zu seiner Unterstützung und Solidaritätsaktionen. Viele Menschen nahmen an unserem KdV-Alarmsystem teil, um gegen seine Rekrutierung zu protestieren. Wir haben auch gemeinsam seine Kasernen angerufen. Er wurde im Juni freigelassen.

Wir freuen uns darauf, 2018 einen Praktikanten aus Kolumbien aufzunehmen.

Netzwerk Östliches Mittelmeer

Das Netzwerk Östliches Mittelmeer kommuniziert weiterhin über Mail-Gruppen, Nachrichten-Austausch und Solidaritätsanfragen. Sie sind besonders aktiv in der Unterstützung israelischer KdVer, die mehrmals inhaftiert wurden (wir haben für diese auch viele KdV-Alarm-Systeme geschickt), griechischer Kdver, die manchmal Jahrzehnte nach ihrer ursprünglichen Verweigerung vor Gericht stehen, KdVer in Nordzypern und ägyptische KdVer (einschließlich Samir Elsharbaty, der im April 2017 befreit wurde).

Eritrea

Nach dem Gewaltfreiheitsstraining für eritreische Aktivisten in der Diaspora setzen wir unsere Arbeit mit einer Gruppe von Organisationen aus ganz Europa fort1 , die Eritreer unterstützen, die auf der Flucht vor unendlicher Wehrpflicht sind (die Gruppe “Stoppt Sklaverei in Eritrea” bezeichnet diese als Sklaverei). Im Oktober 2017 werden wir ein Treffen in Brüssel mitorganisieren; der erste Tag wird ein Lobby-Tag sein - offen für alle, aber auch einschließlich Repräsentanten verschiedener europäischer Regierungen – um Empfehlungen an europäische und internationale Gremien zu entwickeln und den Stimmen der eritreischen KdVer Raum zu geben. Eine Einladung dazu findet Ihr auf der WRI Webseite.

Der Fokus des zweiten Tages wird auf einer internen Strategie für Kampagnen liegen und die unterschiedlichen europäischen Unterstützer- und Befürworter-Gruppen zusammen bringen. Sie werden ihre Strategien vorstellen und gemeinsame Kampagnen planen, um Druck auf europäische Regierungen auszuüben, damit diese denjenigen Schutz bieten, die – wie die Sonderberichterstatterin für Eritrea, Sheila Keetharuth, es nannte - “übermäßiger Militarisierung” entfliehen. Diese Arbeit ist eine Antwort auf den wachsenden Druck auf eritreische Asylsuchende während der vermeintlichen Migrations-”Krise”.

Als Teil unserer laufenden Arbeit zu Eritrea unterzeichnete die WRI einen gemeinsamen Aufruf, dass das Mandat der Sonderberichterstatterin für Eritrea verlängert werden sollte. Der Brief erscheint auf der WRI-Webseite. Ihr Mandat wurde tatsächlich im Juni verlängert.

Thailand

Im Novemer 2016 sind wir in der Planung einer Unterstützung für eine entstehende Gruppe von VdKern in Thailand vorangekommen. Hannah aus unserem Büro reiste nach Bangkok und Chiang Mai, zusammen mit Jung min Choi und Yongsuk Lee von World Without War (Welt ohne Krieg) aus Südkorea. Das war eine großartige Gelegenheit für wechselseitiges Lernen. Jungmin und Yongsuk konnten auch über einige ihrer Strategien zum Aufbau von Widerstand in einem sehr uniformen, militarisierten Kontext darlegen und Pläne für die Unterstützung von Thai-Aktivisten in ganz Asien machen. Aus diesem Austausch resultierten verschiedene Schritte bis hin zu einem Kontakt von KdVern in Bangkok mit den Verweigerern der örtlichen Zeugen Jehovas (die viele Jahre lang die Wehrpflicht umgangen haben); einer Einladung von koreanischen Verweigerern durch thailändische studentische Aktivisten, um Workshops zum Thema Widerstand gegen die Wehrpflicht durchzuführen; sowie einem geplanten Praktikum im WRI-Büro für einen thailändischen Aktivisten-Übersetzer. Hier geht es zu einem Bericht über diese Reise: http://www.wri-irg.org/military-and-monarchy

Ruanda

Zusammen mit ruandischen Aktivisten in unserem Netzwerk veröffentlichten wir einen Bericht auf der Basis von Zeugenaussagen ruandischer Ex-Kämpfer in der Diaspora. Er ist auf der WRI-Webseite zu finden und konzentriert sich auf die Hindernisse, die beim Verlassen der Armee zu überwinden sind.

Südkorea

Die Wahl eines neuen, liberaleren Präsidenten gibt etwas Hoffnung, dass ein Gesetz über einen Ersatzdienst angenommen wird. Das war eines der Wahlversprechen. Zur Zeit sitzen in Südkorea über 400 Kriegsdienstverweigerer im Gefängnis – mehr als auf dem Rest der Welt.

Wir erwarten immer noch die Ergebnisse einer Untersuchung zu Kriegsdienstverweigerern durch das Verfassungsgericht. Die WRI reichte zusammen mit Amnesty International, der Internationalen Juristenkommission, der Internationalen Gemeinschaft für Versöhnung und dem UN-Büro der Quaker im Jahre 2014 bei dem Gericht eine Drittpartei-Intervention ein.

Internationale Institutionen

Im Februar beantwortete die WRI eine Anfrage auf Information aus dem UN-Büro des Hochkommissars für Menschenrechte bezüglich Kriegsdienstverweigerung. Sie können diese Antwort hier lesen. Diese Information floss in den vierjährlichen analytischen Bericht der OHCHR über Kriegsdienstverweigerung ein, der im Juni dem Menschenrechtsrat vorgelegt wurde. Ihr könnt den Bericht auf der WRI-Webseite lesen. Der Beitrag der WRI wurde mehrmals zitiert. Der Bericht hat einen großen Einfluss auf die bevorstehende Resolution des Rats zur Kriegsdienstverweigerung, die ein wichtiges Befürwortungsmittel in Staaten sein wird, in denen Rechte zur Zeit nicht respektiert werden.

CONCODOC

Wir arbeiten mit Freiwilligen – einschließlich Hülya Üçpinar and Victoria Giraldo – um unsere Weltübersicht über Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht (CONCODOC) laufend auf den neuesten Stand zu bringen. Kürzlich akutalisierte Berichte beinhalten Kolumbien und Griechenland.

Mit der Hilfe des Freiwilligen David Scheuing werden wir in den kommenden Monaten CONCODOC-Informationen als eine Serie interaktiver, farbkodierter Karten veröffentlichen, die den leichteren Zugriff und Gebrauch der Informationen über Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht im Allgemeinen erleichtern werden.

Veröffentlichungen

Auf unserer neuen Website ist das Abonnieren von Versandlisten einfacher. Wir freuen uns darauf, wie uns das neue Abonnenten bringen kann (Ihr könnt hier abonnieren: www.wri-irg.org/en/WRI-mailing-lists-and-publications).

  • Der Rundbrief ’CO-Update’ wird alle zwei oder drei Monate veröffentlicht. Er ist weiterhin der einzige im Vollsinn internationale Rundbrief zur Gewissensverweigerung des Militärdienstes und militärischer Rekrutierung, der religiöse, politische und weitere Motivationen abdeckt.
  • Das KDV-Alarm-System ist noch immer aktiv und wurde dieses Jahr besondre für eine Anzahl israelischer KdVer genutzt, die wiederholt inhaftiert wurden, und für den Kolumbianer Diego blanco, der mehr als fünf Monate inhaftiert war.

Wir haben vor kurzem auch die Richtlinien zur Nutzung des WRI-Email-Alarmsystems für Kriegsdienstverweigerer veröffentlicht. Bitte nutzt diese, um festzustellen, ob ein KDV-Alarm für Eure Kampagne hilfreich sein könnte!

Veranstaltungen

Internationaler Tag der Kriegsdienstverweigerer

Photo: World Without War, Seoul

Zum Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung gab es eine Anzahl von Veranstaltungen in diesem Jahr. Solidaritätsaktionen fanden im Vereinigten Königreich, in Kanada, Deutschland und den USA statt – einschließlich einer Singprozession in Sheffield, dem Umbenennen einer Straße in einem alten Militärstandpunkt in Deutschland nach dem Verweigerer des Irakkrieges, André Shepherd, und KDV-Bewegungen in Korea, Türkei, Finnland, Kolumbien unternahmen Aktionen zur Verstärkung der Aufmerksamkeit. Letztere Aktionen umfassten auch Straßenaktionen in Barrancabermeja und eine Fahrradaktion (“pedalling for peace” - radfahren für den Frieden) in Seoul. Andere gaben ihre Unterstützung auf den sozialen Medien (siehe 'Coday). RAMALC (das antimilitaristische Netzwerk Lateinamerikas und der Karibik) veranstaltete ein Webinar über die Militarisierung in Kolumbien. Einen Bericht gibt es hier.

Tag der Gefangenen für den Frieden

Für den Tag der Gefangenen für den Frieden arbeiteten wir mit Mesarvot1, einem relativ neuen israelischen Netzwerk zur Unterstützung politischer Verweigerer, und einer Reihe internationaler Partner, u.a. Jewish Voice for Peace, Connection e.V. Und Europalestine, um einen Internationalen Aktionstag zur Unterstützung von inhaftierten israelischen KdVern zu koordinieren. Wir verwendeten den Slogan #refuse2occupy, um die Verweigerer in Israel mit denjenigen in Verbindung zu bringen, die internationale Regierungen darum bitten, der Okkupation nicht zu helfen, indem sie die Lieferung von Waren und Diensten verweigern. Danach schrieb uns der Mersarvot-Organisator Oren Rimon, dass “Tamar und Tamar gestern im Gefängnis besucht wurden und sich wirklich über die Fotos der unterschiedlichen Aktionen gefreut haben. Eine der Schwierigkeiten bei der Verweigerung der Wehrpflicht hier ist das Gefühl der Isolation und die Kritik aus der israelischen Gesellschaft. Internationale Solidarität ist eines der Dinge, die den inhaftierten Verweigerer an die Bedeutung ihrer Haltung gegen die Okkupation (Besetzung) erinnert und ihn ermutigt, weiterzumachen.” Bilder von einigen der Aktionen sind hier: www.wri-irg.org/refuse2occupy-photos

RRTK-Programmkomitee

Das Komitee für das Programm “Das Recht, das Töten zu verweigern” bleibt weiter in regelmäßigem Kontakt. Es besteht zur Zeit aus Merve Arkun (Vicdani Ret Derneği – die Vereinigung der Kriegsdienstverweigerer in der Türkei), Rachel Brett (das UN-Büro der Quäker in Genf), Igor Seke (aus Serbien, lebt jetzt in Mexiko), mit Sergeiy Sandler (New Profile, Israel) der das Komitee einberuft, und Hannah Brock und Semih Sapmaz, die an dem Programm arbeiten. Wir halten normalerweise eine Telefonkonferenz alle vier bis sechs Wochen und Treffen uns einmal im Jahr persönlich.

Spenden/Finanzierung

Nachdem wir wieder einen Antrag beim Joseph Rowntree Charitable Trust gestellt haben, haben wir bis April 2020 Gelder. Darüberhinaus versuchen wir, zusätzlich Gelder für spezifische Projekte einzutreiben.

Evaluation

Errungenschaften

  • Aufbau neuer Kontake, z. B. zu Aktivisten in Thailand und Kolumbien
  • Entwicklungsarbeit in bestimmten Zusammenhängen und Kampagnen, z. B. als Antwort auf Asylbedarf der Eritreer, die vor Militarisierung fliehen
  • Unsere Aktualisierungsarbeit der CONCODOC-Bericht, zusammen mit dem Start unserer neuen Webseite, wir sicherstellen, dass wir weiterhin effektiv unser Ziel verfolgen können, nämlich Informationen an Aktivisten zu geben, um der Kampagnen zu erleichtern. Die Webseite wird bereits vorhandene Informationen verfügbar machen, z. B. CONCODOC und CO-Update, und wird für mehr Leute leichter zugänglich sein. Das Aktualisieren der CONCODOC-Berichte ist erforderlich, um eine vertrauenswürdige Informationsquelle zu bleiben.

Herausforderungen

  • Und – wie immer – bleibt da die herausfordernde Programmarbeit mit der Kernarbeit der WRI

WRI in den Regionen

Das Anti-militaristische Netzwerk von Lateinamerika und der Karibik (RAMALC))

Wie bei vielen Netzwerken und Organisationen schwanken die Aktivtäten auch beim RAMALC („Latin American and Caribbean Antimilitarist Network“). In unserem letzten Bericht haben wir über die aufregende neue Energie im Netzwerk berichtet, die durch eine erfolgreiche Versammlung 2015 in Mexiko ausgelöst wurde. Wir berichteten über die Publikation unserer Zeitschrift „Rompiendo Filas“, den Start unserer Website http://www.ramalc.org, dazu über die Aufnahme neuer Mitglieder in unser Netzwerk.

2016 ging das Netzwerk nach einem hohen Maß an Aktivität im vorhergehenden Jahr durch eine ruhigere Phase. Viele Mitglieder waren mit ihrer lokalen Arbeit stark beschäftigt, so dass weniger Energie für RAMALC zur Verfügung stand. In den letzten Jahren war das Netzwerk stark von einigen Mitgliedern bestimmt, was zu Abhängigkeiten führte. Das Netzwerk verfügt über einen Lenkungsausschuss. Er ermöglicht, dass das Netzwerk weiterhin aktiv ist, aber es gibt noch viel Platz für Verbesserungen, um Mitarbeit und Engagement im Netzwerk zu erhöhen. Wie auch immer: Das Netzwerk weiterhin aktiv und es gibt einige spannende Nachrichten auszutauschen.

Neue Mitglieder

Nach dem Erfolg unserer 2015-Versammlung in Mexiko hat RAMALC neue Mitglieder aus Kuba („Taller Libertario Afredo Lopez“) und Mexiko („Movimiento Juvenil Huitzizilapan“) aufgenommen. Diese Ergänzungen sind für das Netzwerk sehr wichtig: Eine Präsenz in Kuba zu haben, die die Frage des Militarismus betrachtet. Ein mexikanisches Mitglied zu haben, das die indigene Bewegung in Mexiko vertritt, und unser Netzwerks ebenfalls erweitert.

2017 Versammlung in Paraguay

Anfangs war für RAMALC geplant, sich 2016 in Paraguay zu treffen, es musste aber mangels Finanzierung verschoben werden. Schließlich haben wir es geschafft, die notwendige Finanzierung für unsere RAMALC-Versammlung in Paraguay zu sichern. Sie wird im Oktober 2017 in Asunción stattfinden. Schwerpunkt wird das Thema "Militarisierung von Institutionen und Territorien" sein. Wir schauen, wie sich die Militarisierung in Lateinamerika auswirkt, wie sie unsere Institutionen und unsere Territorien in unseren Lebensbereichen bestimmt. Und wir bauen Strategien auf, sich dem zu widersetzen. Die Versammlung wird auch einen Besuch in einer von Militarisierung betroffenen Gemeinschaft beinhalten, ein Training zur Entwicklung von Strategien zur Bekämpfung der Militarisierung von Institutionen und Territorien, ein RAMALC-Planungs-Meeting, eine öffentliche Veranstaltungen und eine Straßenaktion in Asunción.

Webinars

Das Netzwerk verbindet die Mitglieder über die Regionen hinweg. Für die Entwicklung unseres Netzwerks nutzen wir das Internet so oft wir können. Im Jahr 2017 begannen wir mit den „Webinaren“, in denen wir jeweils ein Schwerpunktthema bearbeiten. Bisher haben wir zwei Webinare durchgeführt. Die erste handelte von der Militarisierung des kolumbianischen Friedensprozesses und wurde von ACOOC geleitet. Es stellte die Herausforderungen an den Friedensprozesses vor, die Rolle von Militärs und Paramilitärs, sowie die Unterdrückung sozialer Bewegungsaktivisten. Das zweite Webinar handelte vom Konflikt in Venezuela. Man betrachtete den jüngsten Protest gegen die Regierung sowie die weiteren Motive und die Natur der Straßenproteste. Das Webinar bearbeitete auch die verstärkte Militarisierung der Gesellschaft in Venezuela und die Repression gegen Menschenrechtsaktivisten.
 

Solidarität

Eine der Hauptaufgaben des RAMALC Netzwerks ist, die Solidarität und Unterstützung der Antimilitaristen in der Region zu stärken. Mitglieder des Netzwerkes informieren sich dort regelmäßig gegenseitig über die neuesten Entwicklungen zur Militarisierung und zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit in ihren Ländern. Zum Beispiel bei der Unterstützung des Kampfes mexikanischer Mitglieder von “Movimiento Juvenil Huitzizilapan”, die den geplanten Bau einer Autobahn stoppen wollen, die der Gemeinde den Lebensunterhalt nehmen würde. Wenn nötig erstellt das Netzwerk auch Unterstützungsschreiben, wie es bei unserer jüngsten Erklärung zur Unterstützung unserer Mitglieder in Venezuela der Fall war. Sie sind wegen ihrer Menschenrechts- und Friedensarbeit gefährdet.

Zusammenarbeit mit WRI

RAMALC engagiert sich mit WRI weiterhin in der breiteren antimilitaristischen und gewaltlosen Bewegung. Als Netzwerk versuchen wir, die Arbeit von WRI zu unterstützen. Z.B. haben wir an der Aktionswoche gegen die Militarisierung der Jugend teilgenommen. Wir freuen uns sehr, dass eines unserer Mitglieder von Juli bis September ein dreimonatiges Praktikum im WRI-Büro absolvieren wird. Wir hoffen, dass es diese wichtige Partnerschaft stärken wird.

​​​​​​​​​​​​​​ANPEN, Pan African Nonviolent and Peacebuidling Network

Ein afrikanisches Sprichwort sagt: "Wenn du nicht Teil der Lösung bist, dann bist du Teil des Problems". Dieser Bericht fasst zusammen, wie PANPEN („Panafrikanisches Netzwerk gegen Gewalt und für Friedensaufbau”) dazu beiträgt, die sozioökonomische, kulturelle und politischen Situation in Afrika und darüber hinaus zu transformieren. Der Bericht betrifft den Zeitraum von Mitte Oktober 2016 bis Mitte Juli 2017.

Ergebnisse

Obwohl sie oft nicht in direkter Zusammenarbeit als Netzwerk arbeiten, sind einzelne PANPEN-Mitglieder in einer Reihe von internen Kampagnen intensiv an mehreren Fronten aktiv. Diese Aktivitäten sind (unter anderem):

  • Vollendung des PANPEN-bezogenen Buches „Satyagraha-Ujamma: Zeitgenössische afrikanisch-asiatische Verbindungen zur Friedensbildung” (Gemeinsam erstellt von Matt Meyer und zahlreichen Mitwirkenden von PANPEN. Das Buch soll bis Ende 2017 verfügbar sein. Das Vorwort wird von der ehemaligen südafrikanischen Botschafterin Tandi Luthuli sein. Sie ist die Tochter des Friedensnobelpreisträgers Albert Luthuli).

  • Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit mit der „International Peace Research Association“, besonders in Bezug auf die Teilnahme an der sehr erfolgreichen Biennal-Konferenz im Dezember 2016 in Freetown, Sierra Leone (Mehrere PANPEN-Mitglieder waren anwesend und präsentierten ihre Papiere. Matt Meyer wurde anschließend in den Vorstand des IPRA-Council gewählt. Die „African Peace Research and Education Association“ wurde mit neuer Führung neu aufgesetzt. Nun sind dort zwei enge Verbündete von PANPEN Führungsmitglieder geworden: Bose Babatunde aus Nigeria und Christine Atieno aus Kenia - weitere Details siehe https://www.peacejusticestudies.org/peace-studies-historic-gatherings-and-indigenous-knowledge-pjsa-and-ipra-2016).

  • Mehr Friedensbildung, Ausbildung und Zusammenarbeit in Burundi und in der Region der Großen Seen (zu nennen ist auch die Arbeit von Elavie Ndura, die von Sixte Vigny Nimuraba weiter geleitet wird - zusammen mit seinen Aufgaben als „War Resisters League International Task Force Convenor“).

  • Die Arbeit um die Freilassung, um öffentliche Auftritte und sonstige Treffen mit dem ehemaligen politischen Gefangenen Oscar Lopez Rivera aus Puerto Rico (Matt Meyer hat dies geleitet und ausführlich daüber berichtet. Das eritreische PANPEN-Mitglied Kassahn Checole sagte nach einem Treffen mit Oscar: "Ich erinnerte Lopez Rivera daran, dass mein erster Besuch in Puerto Rico 1973 war. Dort traf ich mich mit mit dem Unabhängigkeitsführer und berühmten Dichter Don Juan Corretjer. Als ich dem großen Dichter bescheidenen sagte, dass auch ich Teil des Kampfes gegen Kolonialismus in Afrika und anderswo bin, entgegnete er: 'Vergiss nicht, dass Puerto Rico auch ein afrikanisches Land ist.'")

  • Fortsetzung der Arbeit in Verbindung mit der Partei LALIT in Mauritius - das schließt die Solidarität mit Oscar ein, wie auch die Hauptarbeit über die Freiheit von Diego Garcia und die Entmilitarisierung des Pazifiks.

  • Fortsetzung der Unterstützung von „Eritrean Democracy and Peace“ , insbesondere mit Arbi Harnet und Gruppen in der Eritreischen Diaspora.

  • Arbeit bei den Vereinten Nationen zu Fragen der Entkolonialisierung von Diego Garcia, Puerto Rico, der Westsahara und anderen Fragen (in Verbindung mit der „International Peace Research Association“).

  • Zusammenarbeit mit der „All-African People’s Revolutionary Party” und dem „International Peace Bureau“im Zusammenhang mit den Koalitionsinitiativen „No to NATO“ und den jährlichen Jubiläumsfeiern zur Annäherung der „Black Power“- und der Anti-Kriegs-Bewegungen 1967 (siehe hier ein Video der Hauptveranstaltung https://www.youtube.com/watch?v=MXOWpaeI2Mo&t=5434s).

  • Fortsetzung der Friedensstudien, der akademischen und der Solidaritätsarbeit in und mit Südafrika (zusätzlich zu unseren südafrikanischen Mitgliedern haben auch PANPEN-Mitglieder aus Ruanda, dem Kongo, Pakistan, den USA und anderswo ihre Studien und ihre Arbiet für Gerechtigkeit und Frieden in Südafrika weiter geführt).

  • Fortsetzung der Koordination des „Pan African Educator's Forum“ (Es wird koordiniert vom malawischen PANPEN-Mitglied Steve Sharra).

  • Jugend, Frauen, Fachkräfte, glaubensbasierte und zivilgesellschaftliche Führer zeigten ihr Engagement für Gewaltlosigkeit und für zentrale Friedensförderung für die Menschen im Südsudan und im Sudan. Im Juni 2017 gab Südsudans Präsident Salva Kiir seine Stellung als Schutzpatron des nationalen Dialogs ab. Dies geschah, nachdem eine Gruppe von engagierten freiwilligen Gegnern aus der Zivilgesellschaft öffentlich den Präsidenten aufforderten, den nationalen Dialog bitte ohne ihn fortzusetzen (veröffentlicht in „Juba Monitor“ vom 2. Juni 2017 Band 7, Ausgabe Nr. 1072). PANPEN Mitglieder und Ärzte erreichten im Sudan eine relative Verbesserung im Gesundheitssektor, nachdem Ärzte seit 2016 protestiert und gestreikt haben.

  • Das öffentliche Bewusstseins konnte verstärkt werden bezüglich der Auswirkungen von Waffengewalt auf das sozioökonomische, politische und kulturelle Leben im Südsudan und anderer Staaten. Der PANPEN-Co-Vorsitzende Moses John und die Mitgliedsorganisation „Organization for Nonviolence and Development“) führte in Zusammenarbeit mit der „Association for Media Women in South Sudan“, mit „Isis WICCE Uganda“ und mit „International Action Network for Small Arms (IANSA)“ einige Koordinationstreffen von Gruppenvertretern durch, in denen die Multiplikatoren ihre Tätigkeiten absprechen konnten.

  • Ein fortgesetzter Informationsaustausch, Solidarität, Lobby und Interessenvertretung für Frieden und Gerechtigkeit fand statt für die PANPEN-Mitglieder und zwischen gleichgesinnten Netzwerken, wie „International Fellowship of Reconciliation (IFOR)“, „Global Peace Summit (GPS)“ Deutschland und andere. Die Facebook-Seite von PANPEN („Pan-African Nonviolence & Peacebuilding Network“) wird von Miles Rutendo Tanhira verwaltet, der parallel auch Mitglied im „WRI-Council“ ist.

  • Das regionale Engagement beim „African Union, Peace and Security Desk“ konnte erhöht werden. Auf Einladung der Afrikanischen Union hielt Moses John in Addis Abeba (Äthiopien) einen Vortrag zu „10 Jahre Konfliktnachsorge, Entwicklung und Wiederaufbau in Afrika“.

Empfehlungen und der Weg nach vorne

Weiterhin besteht für PANPEN und WRI der Finanzierungsbedarf für eine Teilzeitkraft, die die Kommunikation mit den Mitgliedern hält und die Co-Vorsitzenden und den Lenkungsausschuss unterstützen kann. Dies kann von den Mitgliedsorganisationen des Netzwerks aus geschehen. So können lokale Ressourcen wie Internet, Computer etc. zur Kostensenkung gemeinsam genutzt werden. Es wäre toll, wenn solch eine Person mindestens zweisprachig wäre (z.B. Englisch und Französisch oder Portugiesisch), um bei der Übersetzung der Nachrichten helfen zu können. In der Zwischenzeit könnte das WRI-Büro einen Angestellten oder einen Volontär als Kontaktperson zum PANPEN-Netzwerk bestimmen. Das würde den Unterausschuss für die Netzwerkkommunikation stärken und sich in der Medienarbeit (z.B. via Facebook, Blogging, Website) widerspiegeln.

PANPEN und WRI sollten weitere Gelder aufbringen, um praktische Projekte in den Regionen einzubeziehen. Man könnte z.B. den Austausch der „African Nonviolence Trainer“ verbessern, man könnte Mitglieder, Aktionen, Kampagnen, Forschungsarbeit und Dokumentationen finanzieren und die Zusammenarbeit verbessern, ...

Schlussfolgerung

Abschließend ist festzustellen, dass PANPEN mit großer Sorge erkannt hat, dass das WRI-Council seit seiner Gründung auf Grundlage der eingereichten Berichte kaum konkrete Entscheidung getroffen hat. Dazu ist WRI auch nicht verpflichtet - aber die Netzwerkmitglieder würden Entscheidungen wenigstens als Ermutigungen empfinden.

WRI in Ost-, Süd- und Südostasien

Jungmin, Hannah, Yong-suk from WRI with Netiwit a Thai CO

Hannah von WRI-Büro in London und Yong-suk und Jungmin von der südkoreanischen Partnerorganisation „World without War“ waren letzten November in Bangkok, Thailand. Sie besuchten Netiwit Chotiphatphaisal, den ersten Kriegsdienstverweigerer Thailands. In den vier Tagen unseres Besuches trafen wir Netiwit und viele andere Basisaktivisten. Wir lernten ihre Arbeit kennen und diskutierten, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten können. Siehe Hannah's Bericht http://www.wri-irg.org/en/military-and-monarchy für mehr Informationen. Wenn sie mit der koreanischen Sprache vertraut sind ist: Hier ist Yong-suks Bericht http://www.withoutwar.org/?p=12886 Newtiwit wurde im vergangenen Mai zum Präsidenten des Studentenrates der Chulalongkorn Universität gewählt, so dass er sich jetzt mehr auf die Problem der Ausbildung in Thailand konzentriert.

Das RRTK-Komitee von WRI lud die Aktivisten von „World without War“ zu ihrer regelmäßigen Telefonkonferenz im vergangenen April ein und erörterte die Zukunftspläne. Immerhin gab es in Korea einige gute Anzeichen für einen alternativen Dienst. WRI und „World without War“ haben zur Kriegsdienstverweigerung sehr eng zusammengearbeitet. Seit kurzem hilft WRI koreanischen Gewissensverweigerern, die in europäischen Ländern Asyl suchen.

WRI in Ozeanien und Australien

WRI hat eine Partnerorganisation in Australien und ein Einzelmitglied in West Papua. Durch die Initiative zu den Kriegsprofiteuren haben wir auch in Australien und in Neuseeland Kontakt zu Gruppen bekommen. Beide arbeiten in ihren Städten gegen den Waffenhandel. Berichte über ihre Arbeit sind auch in den „War Profiteers News“ erschienen.

Europäisches Netzwerk zum Antimilitarismus

Das „European Antimilitarist Network“ (EAN) wird durch eine breite Palette von Gruppen aus ganz Europa abgebildet, die sich dem Antimilitarismus und gewaltfreien direkten Aktionen verschrieben haben. Das Netzwerk dient der Kommunikation zwischen den Gruppen, aber auch mit Gruppen und Einzelpersonen, die an dem antimilitaristischen Kampf beteiligt sind. Sie entwickelten und führten das Konzept von „War Starts Here“ (was auch von antimilitaristischen Gruppen außerhalb des Netzwerks genutzt wird.) Das Netzwerk besprach sich alle sechs Monate in einer offenen Telefonkonferenz, um Neuigkeiten über aktuelle Aktivitäten und zukünftige Pläne auszutauschen. 2016 sind die Gruppen „Nesehutí“ und „Campaign Against Arms Trade“ dem WRI beigetreten.

Stop NATO 2017!

European Antimilitarist Network members blockading an entrance road to the NATO summit

Im Rahmen der Gegenaktionen zur Eröffnung des neuen NATO-Hauptsitzes in Brüssel nahmen im Mai EAN-Mitglieder teil. Sie kamen aus Belgien, Großbritannien und Spanien, um zusammen mit den belgischen EAN-Mitgliedern „Agir Pour La Paix“ und „Vredesactie“ aktiv zu sein. Alle Straßeneingänge zum Gebäude wurden blockiert. Zusammen mit über 100 anderen Aktivisten wurden sie verhaftet, dann aber ohne Anklage wieder freigelassen.

Coulport Abrüstungscamp

Die Gruppe „Trident Ploughhares“ hat Mitglieder des Netzwerks eingeladen, im Juli am „Disarmament Camp“ in Coulport, Schottland teilzunehmen. Zum Zeitpunkt des Schreibens ist es noch nicht endgültig, aber anscheinend kommen auch viele Teilnehmer aus Finnland. Wenn dieser Bericht veröffentlicht wird, sind inzwischen hier weitere aktuelle Nachrichten zum Camp abrufbar: http://tridentploughshares.org/

Stop DSEI 2017

Auf Einladung der Aktion „Campaign Against Arms Trade“ reisten EAN-Mitglieder im September nach London, um sich gegen die DSEI-Waffenmesse zu stellen. Einige werden bleiben, um dort am Treffen des WRI-Rates teilzunehmen. Auf der letzten DSEI (im September 2015) wurden EAN-Mitglieder verhaftet, weil sie den Autobahnverkehr behindert haben sollen - diese Anschuldigungen sind später fallen gelassen worden.

​​​​​​​​​​​​​​WRI in Nordamerika - Bericht der „War Resisters Liga“ (WRL)

WRL baut eine Bewegung auf, die alle Formen des Krieges und des Militarismus durch strategischen gewaltlosen Widerstand beenden soll. WRL stärkt die Antikriegsbewegung, indem sie weltweit all die Widerstandsstimmen miteinander verbindet, die sich gegen die Hauptursachen von Gewalt stellen. Siehe für mehr Informationen https://www.warresisters.org/membership-handbook und das Mitgliedshandbuch:  https://issuu.com/resistwar/docs/membershipmanuasklissuu/2 .

Photo: War Resisters League
Photo: War Resisters League

Seit unserem letzten Bericht hat WRL einen neuen Mitarbeiter: Raul Ramos, „P/T Communications & Development Associate“. Dazu gibt es elf neue Mitglieder in unserem National Committee, dem obersten Entscheidungsgremium. Wir sind in ein neues Büro gezogen und verlassen unser geliebtes „Peace Pentagon“. Wie in vielen Städten der USA gilt es in New York City im Besonderen, dass der extreme Kapitalismus mit der Gentrifizierung den gemeinnützigen Bewegungen fast keinen Platz bietet. WRI setzt seine Arbeit fort und arbeitet besonders hart daran, sich der zunehmenden Militarisierung und Gewalt entgegenzustellen. WRI fördert und verstärkt die zunehmenden Widerstandsbewegungen und die Solidarität mit den am stärksten Betroffenen.

Wichtige Programmbereiche sind: sich gegen Rekrutierung stellen, gewaltfreie Direkte Aktionen, die Demilitarisierung von Gesundheit und Sicherheit, der Widerstand gegen die Kriegssteuer, ein Ende der Militarisierung der Polizeikräfte, der Widerstand der Veteranen, Internationalismus und lokale Organisation.

Highlights aus dem Programm von 2017

  • NVDA Training und Unterstützung: Joanne Sheehan ist „NE Office Coordinator“ und ehemaliger „WRI Chair“. Sie koordinierte „Training for Trainers“; Die Broschüre zur Gewaltlosigkeit wurde aktualisiert, neu gestaltet und wird im Herbst 2017 verfügbar sein. Siehe dazu unsere Website: http://www.warresisters.org/nonviolence.

  • Stärkung der WRL-Netzwerke: Bezüglich Mitgliedschaft und Zugehörigkeit wird WRL bei der bevorstehenden Sitzung des Nationalkomitees im Juli 2017 Diskussionen und Strategieentwicklungen erarbeiten, damit die lokalen Gruppen besser unterstützt und verstärkt werden können. Aktuelle Beispiele sind die Kooperationen mit NWTRCC („National War Tax Resistance Committee“), mit der Kampagne „Jewish Voice for Peace Deadly Exchange“, mit der Forderung nach weniger staatlicher Unterstützung der "Bay Area Urban Areas Security Initiative" (Oakland und San Francisco, USA-CA), und mit der Petition gegen den Anstieg der Militärausgaben der Trump-Regierung.

  • Kein Tränengas mehr in Gefängnissen: Im letzten Winter wurden 13.000 Petitionen dem Justizministerium in Washington, DC übergeben und Menschenrechtsgruppen in den Gefängnissen unterstützt.

  • Keine SWAT-Zone (= „Special Weapons and Tactics“, eine paramilitärische Polizeieinheit in den USA): Es gab US-weite Koalitionsbemühungen um die Finanzierung vieler SWAT-Schulungen einzuschränken. Sie sind Teil einer Sicherheitsinitiative (UASI) im „Department of Homeland Security“ (DHS). WRL arbeitet mit einer Koalition in Berkeley (Californien) und mit „Stop Urban Shield“ daran, dass lokale Verwaltungen dazu gebracht werden sollen, ein Nicht-Kooperationserklärung mit "Urban Shield" zu unterzeichnen. (Es geht um eine Waffenausstellung und um Training zur taktischen Kriegsführung, die schon in verschiedenen Städten stattfand.) Um an Stärke zu gewinnen, soll im ganzen Land mobilisiert werden.

  • Polizeirekrutierung verhindern: In Philadelphia steht Arbeit an: Im Herbst 2017 soll auf der „International Association of the Chiefs of Police Conference“ eine Verbindungen zwischen SWAT-Einheiten und globaler Repression geschaffen werden. Dagegen stellt sich die Gruppe „Stop ITOA“ („Illinois Tactical Officers Association“). Um zu erfahren, wie auch Sie sich im aktiven Kampf engagieren können, siehe den im Juli veröffentlichten Artikel des „WRL National Organizers“, von Ali Issa und Tara Tabassi: https://thenewinquiry.com/no-swat-zone/

  • Delegationen aus der Diaspora: treffen sich im August 2017 in Athen, Griechenland. Dort soll besprochen werden, wie man für politische Rechte der Flüchtlinge einsteht (- also über die Hilfe auf Spendenbasis hinaus). Vorhandenen Fähigkeiten, Talente und die Entscheidungsfindungsprozesse müssen in den Flüchtlingsgemeinschaften ausgebaut werden.

  • Gegen Luftkriege: Im Irak, Palästina und Somalia wird Krieg aus der Luft geführt. Es wird dokumentiert, es werden Entschädigungen gefordert, und die Verursacher sollen sich vor internationalen Menschenrechtsorganisation verantworten. Die Gemeinschaften in der Diaspora werden angesprochen, sich gemeinsam mit dem „Iraqi Transnational Collective and Center for Constitutional Rights“ abzustimmen. Waffenproduzenten dieser Kriege werden verstärkt angegangen. Überlebende verlangen Unterstützung durch einen ‘bereavement fund’ (= Fond für Trauerfälle).

Der Friedenspreis 2017 („Peace Award“) wird vergeben an Mariame Kaba. Der „Grace Paley Award 2017“ geht an Rasmea Odeh.

Siehe: www.mariamekaba.com und www.aaan.org.

Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit

Neue WRI-Website

In diesem Jahr haben die Mitarbeiter von War Resisters International mit dem Web-Developmentunternehmen Netuxo zusammengearbeitet, um eine neue Website für das Netzwerk aufzubauen. Wir begannen die Arbeit im Sommer 2016, und die Website ging im Juli 2017 live. Wir hoffen, was wir entwickelt haben, wird in den kommenden Jahren ein bedeutendes Werkzeug für das Netzwerk sein. Es war seit mehreren Jahren klar, dass wir eine neue Website benötigten, und wir haben die Arbeit in diesem Jahr priorisiert, weil die unsere Version von Drupal (die Software, auf der die Website läuft) nicht mehr unterstützt wird - ein Upgrade war notwendig!

Homepage of the new WRI website

Die neue Website ist einfacher zu navigieren, und die verschiedenen Publikationen und Projekte, die dort zu Hause sind, sind zugänglicher - sie ist optisch attraktiver und die Menüstruktur ist vereinfacht. Außerdem erleichtert es die neue Website neuen Anhängern, sich bei unseren Mailinglisten anzumelden und WRI regelmäßig zu spenden. Die Website ist in erster Linie auf Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch verfügbar (einzelne Artikel können in jede Sprache übersetzt werden) und die Sprachumschaltung ist für den Benutzer einfacher. Aus der Perspektive des Personals ist die neue Website generell einfacher und flexibler zu bedienen als die alte Seite, und bestimmte Aufgaben, z.B. E-Mail-Newsletter zu senden, sind viel schneller möglich.

Die Entwicklung hat vor allem in den letzten Wochen vor der Fertigstellung eine beträchtliche Anzahl an Mitarbeiterstunden beansprucht, aber wir erwarten, dass die Website auch für die Programmarbeit und das breitere Netzwerk erhebliche Vorteile bringen wird. Wir hoffen, dass sie WRI in all seiner Lebendigkeit und Aktivität darstellen wird!

Neben der Entwicklung einer neuen Hauptseite für WRI nutzten wir auch die Gelegenheit, eine neue Website für unsere Gewaltlosigkeitsressourcen zu entwickeln, wie z.B. die Online-Version des Handbuchs für gewaltlose Kampagnen, „Empowering Nonviolence“. Dieses Projekt wird im Abschnitt "Gewaltlosigkeit" dieses Berichts ausführlicher erörtert.

Ein kurzes Wort über Netuxo, denen wir nicht genug danken können. Sie gingen über das, wozu sie beauftragt wurden, hinaus, um unsere neue Website zu erstellen, und wir sind sehr dankbar! Netuxo werden weiterhin unseren Webserver pflegen und Ad-hoc-Unterstützung für die Website anbieten.

Veröffentlichungen

Alle E-Mail-basierten Publikationen von WRI können auf unserer Website eingesehen werden. Um sie in Ihrem Posteingang zu empfangen, können Sie sie hier abonnieren: http://www.wri-irg.org/de/WRI-mailing-lists-and-publications

 

Wir haben einen einfachen "Schreibleitfaden" für die Website geschrieben, um die Leute dazu zu ermutigen, Ideen für Geschichten zu unseren Publikationen einzureichen. Er ist hier verfügbar: englisch (deutsch, spanisch, französisch)

Serienpublikationen

Das Zerbrochene Gewehr

Front cover of The Broken Rifle 107

Das Zerbrochene Gewehr ist der wichtigste Newsletter von WRI und erscheint in englischer, spanischer, deutscher und französischer Sprache. Es wird online veröffentlicht, in der Regel mit einer herunterladbaren PDF-Version und wird als E-Mail-Newsletter versendet.

Die Mitarbeiter benutzen Das Zerbrochene Gewehr oft bei Reisen und Veranstaltungen. Wir verwenden Issuu, um die PDF-'Magazin'-Version von Das Zerbrochene Gewehr zu veröffentlichen, was es viel einfacher macht, es auf Tablets, Laptops und E-Readern zu lesen und auf der Website einzubetten. Sie können sich kostenlos anmelden, sowie vergangene Ausgaben in allen vier veröffentlichten Sprachen hier lesen: issuu.com/warresistersint

Seit August 2016 wurden folgende Themen veröffentlicht:

• November 2016: Resisters Geschichten

• Januar 2017: Gefangene für Frieden, Kriegsgefängnisse?

 

Berichte aus der WRI

War Resisters' Stories ist ein kurzes monatliches Bulletin von Nachrichten aus dem WRI-Netzwerk. Jeden Monat gibt es fünf Geschichten, sowohl aus dem Büro als auch aus dem WRI-Netzwerk. Es ist dazu gedacht, Lesern Highlights der jüngsten Aktivitäten zu mitzuteilen und sie direkt auf bevorstehende Veranstaltungen hinzuweisen, auf kurze und ansprechende Art. In diesem Jahr haben wir dieses Bulletin erstmals ins Französische übersetzt, daher ist es jetzt auf Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch verfügbar.

CO-Update

Das CO-Update in englischer Sprache ist der eNewsletter des Programms „Recht auf Verweigerung zu töten“ (RRTK). Seit dem Sommer 2012 wird es alle zwei Monate produziert. Es enthält Updates zu Kriegsdienstverweigerung und Wehrpflicht auf der ganzen Welt, sowie Nachrichten von RRTK-Aktivität.

CO-Alert

WRI startete dieses E-Mail-basierte System im Juli 2001, um Abonnenten auf die Inhaftierung von Kriegsdienstverweigerern oder andere Schwierigkeiten, mit denen diese konfrontiert sind, aufmerksam zu machen. Seitdem wurden Hunderte von CO-Alert-Nachrichten versendet. Das CO-Alert-System wurde in die WRI-KDV-Datenbank integriert und wird nun vollständig durch die WRI-Website verwaltet. CO-Alert ist eine nur in englischer Sprache bediente E-Mail-Liste, obwohl einige Nachrichten auch in anderen Sprachen auf der WRI-Website zur Verfügung stehen. Bitte ermutigen Sie so viele Menschen wie möglich, dieser Liste beizutreten: http://www.wri-irg.org/de/programmes/co_alerts

Campaign of the month in War Profiteers News: Deadly Exchange
Campaign of the month in War Profiteers News: Deadly Exchange

War Profiteers News

Der E-Mail-Newsletter War Profiteers News auf Englisch und Spanisch wird in der Regel einmal pro Quartal veröffentlicht. Er ist ein wichtiges Instrument, um Informationen über Fragen im Zusammenhang mit Kriegsprofiteuren einem breiten Spektrum von Gruppen und Aktivisten zur Verfügung zu stellen und erleichtert die Vernetzung von Gruppen, die bezüglich Kriegsprofiteuren arbeiten.

Sozialen Medien

Wir entwickeln weiterhin unsere Social-Media-Arbeit. Wir versuchen, auf Facebook einmal am Tag zu posten, und auf Twitter so regelmäßig wie angemessen erscheint. Wir haben auch versucht, regelmäßig Inhalte von Gruppen, die WRI verbunden sind, zu reposten und retweeten.

Facebook

Sie finden uns hier: https://www.facebook.com/pg/warresistersint/. Wir haben jetzt über 4.600 Follower. Unsere populärsten Beiträge in diesem Jahr thematisierten Kriegsdienstverweigerer in Israel, unsere Crowdfunder für DSEI und Council, und ein Post über das Standing Rock Protest Camp in den USA.

Twitter

Sie finden WRI unter https://twitter.com/warresistersint. Wir haben über 4.200 Follower. Sie können diese Liste verwenden, um Twitter-Feeds von WRI verbundenen Gruppen zu sehen: https://twitter.com/warresistersint/lists/wri-affiliates

Bücher

Handbuch für gewaltlose Kampagnen

In diesem Jahr haben wir die Arbeit an der französischen Übersetzung des Handbuchs für gewaltlose Kampagnen abgeschlossen in enger Zusammenarbeit mit unseren Freunden in der Union Pacifiste de France (UPF), um die Designarbeit abzuschließen - UPF hat die Kosten gespendet und Druck und Verteilung des Buches organisiert.

Erklärungen und Pressemitteilungen

Seit dem letzten Jahresbericht hat War Resisters International zwei Erklärungen in Solidarität mit der Zivilbevölkerung in Syrien veröffentlicht. Das Exekutivkomitee unterzeichnete auch eine Erklärung in Solidarität mit gewaltlosen Widerständlern in Venezuela, die ursprünglich von RAMALC, dem Netzwerk von WRI in Lateinamerika und der Karibik, geschrieben wurde.

Türkei-Projekt

WRI arbeitet seit den frühen 1990er Jahren in der Türkei und unterstützt vor allem Kriegsdienstverweigerer im Westen der Türkei. Es gibtt zwei verbundene Organisationen im Land: VİCDANİ RET DERNEĞİ (VR-DER) (Assoziation für Kriegsdienstverweigerung) und SIDDETSIZLIK EGITIM VE ARASTIRMA MERKEZI (Gewaltloses Bildungs- und Forschungszentrum).

Zu Beginn des Jahres 2016 und als Antwort auf einen Anfrage von mehreren türkischen Aktivisten, von denen viele WRI seit über einem Jahrzehnt bekannt sind, begann WRI zusammen mit drei Partnern (FOR Austria, Connection e.V. und Bund für soziale Verteidigung (beide Deutschland)) ein Projekt namens "Den Gewaltzyklus in der Türkei brechen". Das ursprüngliche Ziel dieses Projektes war es, das Bewusstsein für die erneute Gewalt im Südosten zu wecken und die europäischen Regierungen zur Reaktion zu bringen. Unter anderem gab es zwei Petitionen und eine Lobby-Tour von zwei Menschenrechtsaktivisten aus der Türkei zu UN- und europäischen Menschenrechtsinstitutionen im vergangenen Jahr. Ein Trainingsseminar ist der nächste Schritt in unserem umfassenden Engagement mit den gewaltsamen Konflikt- und Menschenrechtsfragen in der Türkei.

Ende April 2016 besuchte eine Delegation von WRI, darunter zwei türkische Menschenrechtsaktivisten, ein Mitglied von FOR Austria und von zwei deutschen Organisationen, Diyarbakir und Cizre, um die Situation einzuschätzen und Kontakte für die weitere Zusammenarbeit zu knüpfen. Als Ergebnis dessen besuchte in der 51. Woche des Jahres 2016 eine 4-Mann-Delegation (zwei aus der Westtürkei, zwei von WRI) Diyarbakir und diskutierte das Projekt mit Vorstandsmitgliedern von etwa zehn Organisationen (4 Menschenrechtsorganisationen, 2 Gesundheitsarbeitsorganisationen, 2 Frauen und LGBT-Gruppen, eine Kriegsdienstverweigerergruppe, eine ökologische Initiative). Erst nach diesem Treffen wurde der Projektvorschlag abgeschlossen. Leider haben wir bisher die Mittel für das Seminar nicht beschafft. Darüber hinaus stellen die jüngsten Entwicklungen in der Türkei die Machbarkeit der Durchführung eines solchen Seminars in der Türkei infrage.

Finanzen und Fundraising

Die finanzielle Lage von WRI ist seit unserem eCouncil im vergangenen Jahr weitgehend stabil geblieben. Dies bedeutet, dass unsere kurzfristige Situation vernünftig ist, längerfristig aber genügend Anlass zur Sorge gibt.

WRI beendete 2016 mit einem Überschuss von £ 4.990, aber dieses positive Ergebnis wird zum Teil durch Verzögerung erheblicher Ausgaben (vor allem eines Großteils der Kosten für den Aufbau unserer neuen Website) erklärt, die von Ende 2016 auf Anfang 2017 verschoben wurden. Dementsprechend zeigen unsere Zahlen für die erste Hälfte des Jahres 2017 (die aktuellsten die zum Zeitpunkt des Berichts vorlagen) ein großes Defizit von £ 13.733. Der Rest des Jahres wird voraussichtlich finanziell stabiler sein, aber wir werden wahrscheinlich dennoch unsere Budgetprojektion für 2017 verfehlen (wir projizierten ein £ 8.715 Defizit). Eine detailliertere und aktuellere Darstellung der Zahlen sowie eine Aufschlüsselung unserer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten - eine Gesamtreserve von £ 68.617 zum 30. Juni 2017 - wird auf unserer Ratstagung in London gegeben.

Bereits in den ersten Monaten des Jahres waren wir erfolgreich in der Erreichung unserer Budgetprojektionen für das Programm-Fundraising: Das Jugendprogramm zur Bekämpfung der Militarisierung sicherte sich einen Zuschuss von £ 9.750 aus dem Netzwerk für sozialen Wandel, das Gewaltlosigkeitsprogramm erhielt £ 5.000 aus dem Lush Charity Pot (plus, schon nach Ende Juni, £ 1.500 aus dem Andrew Wainwright Reform Trust), und das Programm „Recht auf Verweigerung zu töten“ (RRTK) wird weiterhin großzügig und vollständig vom Joseph Rowntree Charitable Trust finanziert, der es seit 2001 unterstützt hat (die Finanzierung ist nun gesichert bis 2020). Wir werden auch für unsere Ratssitzung und damit zusammenhängende Aktivitäten die Kosten decken, vielleicht sogar einen Teil der Kosten des Mitarbeiteraufwands die Organisation betreffend.

Das Problem ist, dass dies nicht genug ist, um unsere Kosten insgesamt zu decken. Auch hier erwarten wir, dass wir dieses Jahr mit einem deutlichen Defizit abschließen werden, und 2018 erscheint nicht so, als würde es sehr anders werden. Unsere Mitarbeiter werden weiter daran arbeiten, mehr Geld zu sammeln, aber sie - wir - werden Ihre Hilfe brauchen.

Wie immer sind die Mitgliedsbeiträge und die individuellen Spenden ein wichtiger Teil unseres Einkommens, und wir müssen dies aufrecht erhalten. Es ist ein direkter Weg, auf dem das WRI-Netzwerk seine Büroprogramme unterstützen kann. Freiwillige Hilfe aller Art (auch beim Fundraising) könnte als eine eigene Ressource von unschätzbarem Wert sein und wird sich letztendlich auch in unseren (finanziellen) Büchern widerspiegeln.

Werden wir unsere Internationale Versammlung im Jahr 2018 halten. Die Organisation einer internationalen Versammlung ist immer eine große Aufgabe und Belastung für das Büro und den Vorstand. Sie bedeutet auch hohe Kosten, für deren Deckung Geld gesammelt werden muss. Auch hier können Sie - das WRI-Netzwerk - helfen, indem Sie Solidaritätsspenden für Reisekosten für Delegierte aus dem globalen Süden beitragen, mit dem Büro bei der Vorbereitung und Einreichung von Finanzierungsanträgen zusammenarbeiten, indem Sie uns helfen, Finanzierungsquellen zu aufzudecken und zu erreichen, und, offensichtlich, indem sie sich aktiv mit der Organisation der Veranstaltung selbst beschäftigen.

Ausblick auf das kommende Jahr

WIR-Büro und -Vorstand freuen sich darauf, Sie bald in London zur WIR-Ratssitzung 2017 zu treffen. Es wird Gelegenheit geben, die WRI-Programme zu besprechen, sowie die bevorstehende WRI-Versammlung im Jahr 2018 und die dort diskutierten Themen. Neben dem WRI-Treffen gibt es Möglichkeiten, gegen die Verteidigungs- und Sicherheitsausstellung International (DSEI) vorzugehen und an dem eintägigen Seminar namens "War Stops Here" teilzunehmen, wo Erfahrungen bei Kampagnen gegen den Waffenhandel, Wege zum Aufbau von Solidarität und Möglichkeiten für gemeinsame Kampagnen ausgetauscht werden können.

Nach der Ratssitzung im September findet im Oktober das Treffen in Brüssel statt, das sich auf Eritreer konzentriert, die vor Militarisierung fliehen, und Raum für Stimmen von eritreischen Kriegsdienstverweigerern bietet, ein Event, das WRI zusammen mit der Eritreischen Bewegung für Demokratie und Menschenrechte (EMDHR), Außenpolitische Berater Europas (EEPA), Förderverein Pro Asyl e.V., Anschluss e.V. und der Kampagne „Sklaverei in Eritrea abschaffen“ ausrichtet. Die jährliche CMOY-Woche der Aktion folgt im November, an der Sie alle eingeladen sind, teilzunehmen. Im Herbst wird Marcela Paz von RAMALC im WRI-Büro in einem Praktikum an den RRTK- und CMOY-Programmen arbeiten und im nächsten Jahr die RAMALC-Versammlung vorbereiten. Und natürlich werden die WRI-Programme und alle WRI-Mitgliedsorganisationen die alltägliche Arbeit fortsetzen, Stück für Stück den Militärindustriekomplex und die militaristische Denkweise dahinter abzubauen.

1Das sind: Eritrean Movement for Democracy and Human Rights (EMDHR), Europe External Policy Advisors (EEPA), Förderverein Pro Asyl e.V., Connection e.V. and the Stop Slavery in Eritrea Campaign.

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