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1. Dezember 2004: Tag der Gefangenen für den Frieden

Action in support of imprisoned conscientious objectors in Finland

Editorial

Willkommen zur Sonderausgabe des Zerbrochenen Gewehrs zum Tag der Gefangenen für den Frieden. Der Schwerpunkt des diesjährigen Tages der Gefangenen für den Frieden ist die Inhaf-tierung von Kriegsdienstverweigerern in Finnland. Finnland, ein Mitglied der Europäischen Union, sperrt weiterhin Kriegsdienstverweigerer ein, die sich weigern, einen Ersatzdienst von einer Länge abzuleisten, die nur als Strafe angesehen werden kann. Und die Zahl inhaftierter Kriegsdienstverweigerer steigt - derzeit ca. 70-80 pro Jahr.

Wie Kaj Raninen vom Finnischen Verein der KDVer be-schreibt, ist der finnische Militarismus ein Erbe des Zweiten Weltkrieges, ein Erbe, das auch mehr als 15 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges weiterlebt. Es ist daher wich-tig, von Finnland nicht nur zu fordern, das KDV-Gesetz europäischen und internationalen Standards anzupassen, sondern auch finnische KDVer und AntimilitaristInnen in ihrem Kampf gegen die spezielle finnische Variante des Militarismus zu unterstützen, die in der Vergangenheit verhaftet ist.

Die Ehrenliste der Gefange-nen für den Frieden listet Ge-fangene aus aller Welt auf, doch sie ist weit davon entfernt, vollständig zu sein. Die wichtigste Aufgabe dieser Liste ist, Bewusstsein zu schaffen für die andauernde Inhaftierung von Kriegsdienst-verweigererInnen und Frie-densaktivistInnen überall in der Welt, und Unterstützung zu mobilisieren. Bitte nehme Dir am 1. Dezember einige Minuten Zeit, um Grusskarten an Gefangene zu schreiben - und spende an die WRI, da-mit wir weiterhin Gefangene für den Frieden unterstützen können.

Andreas Speck

Kriegsdienstverweigerung in Finnland

Kaj Raninen

Finnland erhält noch immer ein sehr umfangreiches Wehrpflicht-System aufrecht. Ungefähr 80% aller männlichen finnischen Staatsbürger leisten ihren Wehrdienst ab, etwas mehr als 10% werden vom Dienst befreit, und ca. 7% stellen einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung. Eine Befreiung vom Wehrdienst ist nur aus medizinischen Gründen möglich. Angehörige der Zeugen Jehovah's stellen jedoch eine Ausnahme dar: in Friedenszeiten sind sie von jeglichem Dienst befreit, basierend auf einem speziellen Gesetz, das 1987 in Kraft trat. Die EinwohnerInnen der Ahvananmaa-Inseln (ein autonomes, demilitarisiertes Gebiet, das zu Finnland gehört und auch unter dem Namen Åland-Inseln bekannt ist) sind die zweite Gruppe, die vom Wehrdienst befreit ist.

Ziviler Ersatzdienst

Finnland hat schon 1931 ein Gesetz zur Kriegsdienstverweigerung und einen zivilen Ersatzdienst eingeführt, und mit Ausnahme der Zeit des Zweiten Weltkrieges hat es dieses seitdem immer gegeben. Das damalige - und auch das jetzt gültige - Kriegsdienstverweigerungsgesetz galten nur in Friedenszeiten. Die Anzahl der Ersatzdienstleistenden blieb bis Anfang der 80er Jahre auf einem relativ niedrigem Niveau. Im Durchschnitt stellten jährlich nur ca. 800 Wehrpflichtige einen KDV-Antrag. In den frühen 90er Jahren begann diese Zahl stark anzusteigen und hat sich Mitte der 90er Jahre bei ca. 2.500 Anträgen pro Jahr stabilisiert.

Das derzeitige Zivildienstgesetz trat Anfang 1992 in Kraft. Entsprechend dem Gesetz kann jeder Wehrpflichtige nach der Wehrerfassung zu jeder Zeit - vor, während, und nach dem Militärdienst - einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung stellen. Der Antragsteller muss erklären, dass wichtige religiöse oder ethische Gewissensgründe ihn an der Ableistung des Militärdienstes hindern, doch werden diese nicht überprüft, und jeder Antrag wird automatisch akzeptiert. Wird der Antrag während der Ableistung des Militärdienstes gestellt, so muss der Antragsteller unverzüglich aus dem Militärdienst entlassen werden.

Der Ersatzdienst dauert 395 Tage, was mehr als doppelt so lang ist wie der übliche Militärdienst (180 Tage). Er wird vom Arbeitsministerium organisiert. Krankenhäuser, Verwaltungen, Altenheime, Kindergärten, Schulen, Universitäten, und Kultureinrichtungen sind die am weitesten verbreiteten Dienststellen. Es ist auch möglich, den Ersatzdienst in einigen Vereinen abzuleisten, die vom Arbeitsministerium anerkannt wurden. Während dem Dienst hat der Kriegsdienstverweigerer Anspruch auf Tagegeld, Verpflegung, Unterkunft, sowie Krankenvorsorge, die von der Dienststelle bezahlt werden müssen, doch in der Praxis werde diese nicht immer gewährt.

Neben der Länge des Ersatzdienstes, die Strafcharakter hat, und der Beschränkung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung auf Friedenszeiten gibt es zahlreiche praktische Probleme, die dem finnischen Ersatzdienstsystem inherent sind. Diese sind in erster Linie eine Konsequenz der schlechten Umsetzung des Ersatzdienstes. Als Folge der ansteigenden Zahl der Kriegsdienstverweigerer gibt es zu wenig Ersatzdienstplätze, und viele von denen, die existieren, erfüllen ihre gesetzlichen Verpflichtungen nicht, z.B. indem sie den Dienstleistenden keine freie Unterkunft zur Verfügung stellen.

Der finnische Ersatzdienst ist nicht so effektiv "integriert", wie es in anderen Ländern der Fall ist. Viele politische EntscheidungsträgerInnen sehen es mehr als ein "notwendiges Übel", das eine Bedrohung des Militärs darstellt, und nicht als eine Quelle billiger Arbeitskräfte, oder gar als etwas positives. Das liegt wahrscheinlich an der historisch grossen gesellschaftlichen Akzeptanz des Militärs und am umfangreichen Wehrpflichtsystem.

Folglich ist es sehr schwer, Zustimmung zu jeglicher Verbesserung des Zivildienstgesetzes zu erreichen: seit 1998 has das finnische Parlament zweimal über die Verkürzung des Ersatzdienstes abgestimmt, doch ist diese immer abgelehnt worden.

Totalverweigerung

Von den Zeugen Jehovahs abgesehen, gab es bis Mitte der 80er Jahre nur wenige Totalverweigerer in Finnland, maximal eine handvoll jährlich. Die Totalverweigererbewegung entstand Ende der 80er Jahre als Antwort auf das Zivildienstgesetz, das 1987 in Kraft trat, und die Ersatzdienstzeit auf 480 Tage verlängerte. Zwischen 1987 und 1991 verweigeren mehr als 100 finnische Wehrpflichtige die Ableistung sowohl des Militär- als auch des Ersatzdienstes. Sie war "bedingte" Totalverweigerer, ihr Protest konzentrierte sich auf die schlechte Aspekte des Gesetzes. Nachdem das derzeitige Zivildienstgesetz 1992 in Kraft trat, nahm die Zahl der Totalverweigerer erheblich ab, doch verschwanden sie nie. Auch änderte sich ihre Argumentation. Mehr und mehr Totalverweigerer erklärten ihre Opposition zum Wehrpflichtsystem an sich, und nicht nur zu Missbräuchen des Zivildienstgesetzes, und weigerten sich, jeglichen Dienst als Folge des Wehrpflichtsystem zu leisten.

In den späten 90er Jahren wurde Totalverweigerung wieder weiter verbreitet. 1999 erklärten insgesamt 53 Totalverweigerer ihre Verweigerung gegenüber den Behörden, und im Jahr 2002 waren es bereits 76 - die höchste Zahl seit der Befreiung der Zeugen Jehovahs vom Dienst. Teilweise kann das mit der Zuspitzung von Problemen innerhalb des Ersatzdienstsystems erklärt werden (1998 wurde die Wehrdienstzeit reduziert, doch die Ersatzdienstzeit blieb unverändert), doch eben nur teilweise: die grundsätzliche Totalverweigerung, die gegen das Wehrpflichtsystem an sich opponiert, scheint ebenfalls anzuwachsen.

Totalverweigerer werden zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Die Strafhöhe wird mittels einer einfachen Formel kalkuliert: die Hälfte der nicht abgeleisteten Dienstzeiten, basierend auf der zu leistenden Ersatzdienstzeit. Wenn ein Totalverweigerer noch keinen Dienst abgeleistet hat, beträgt die Haftstrafe 197 Tage. Die Haftstrafen werden normalerweise in offenem Vollzug vollstreckt, so dass Totalverweigerer an Wochentagen die Möglichkeit haben, ausserhalb des Gefängnisses zu arbeiten oder zu studieren. Manchmal wurden Totalverweigerer aber auch in geschlossenen Vollzug verlegt, wo sie ihre Haftstrafe buchstäblich hinter Gittern absitzen mussten. Seit 1999 hat Amnesty International 49 Totalverweigerer als Gewissengefangene adoptiert, da Amnesty International die Länge des Ersatzdienstes in Finnland als Strafe charakterisiert.

Es hat auch einige Fälle gegeben, wo Totalverweigerer ebenfalls die Wehrerfassung verweigert haben, die in dem Jahr stattfindet, in dem der Verweigerer 18 Jahre alt wird. Nach finnischem Recht wird Verweigerung jedoch erst dann anerkannt, nachdem der Wehrpflichtige erfasst und als dienstfähig eingestuft wurde. In diesen Fällen erhält der Verweigerer eine Geldstrafe und eine neue Aufforderung zur Erfassung/Musterung. Wenn er sich weiterhin weigert, wird eine neue Geldstrafe verhängt. Ein Teufelkreis, der Jahre dauern kann.

Kaj Raninen ist beim Finnischen Verein der Kriegs-dienstverweigerer aktiv.

Militarismus in Finnland

Kaj Raninen

Auf seine eigene Art ist Finnland ein sehr militarisiertes Land, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag. Militarismus finnischer Prägung heisst nicht, dass das Militär in der Gesell-schaft überall anzutreffen ist, oder dass es notwen-digerweise mehr Einfluss hat als in anderen westlichen Ländern. Es ist mehr eine historisch konstruierte Art des Denkens, derzufolge sich Finnland permanent unter militärischer Bedrohung befindet - selbst wenn niemand die geringste Idee hat wer denn diese Bedrohung darstellen soll, oder sich eine Situation vorstellen kann, in der diese Bedrohung real werden könnte. Doch aufgrund dieser Bedrohung braucht Finnland immer eine Armee, die auf einem ausgiebigem Wehrpflichtsystem beruht.

Der finnische Militarismus ist das historische Erbe von Ereignisses während des Zweiten Weltkrieges. Finnland kämpfte zweimal gegen die Sowjetunion (1939-40 und erneut 1941-44). Auch wenn Finnland in beiden Fällen verlor, und im letzteren Fall faktisch mit Hitlers Deutschland verbündet war, so werden die Kriege doch als "Verteidigungssiege" angesehen, und das Militär als Retter, der das Land vor sowjetischer Besatzung und stalinistischer Tyrannei bewahrte. Historisch könnte das teilweise wahr sein, doch die finnische Beteiligung am zweiten Weltkrieg hätte wahrscheinlich durch eine weisere Aussenpolitik vermieden werden können. Doch bedeutsamer ist dass die Kriege, insbesondere der Winterkrieg (1939-40), während dem Finnland ohne Verbündete gegen die Sowjetunion kämpfte, noch immer die Mentalität der Menschen beeinflussen und politisch benutzt werden. Die verbleibenden Veteranen des Zweiten Weltkrieges, normalerweise repräsentiert durch das Militär oder von rechtslastigen PolitikerInnen, doch manchmal sogar sich selbst repräsentierend, werden als "Vorbild" für junge Leute präsentiert (z.B. wurde in diesem Herbst die jährliche Sammlung von Spenden für die Gesundheitsvorsorge für Veteranen unter dem Slogan durchgeführt "hättest Du den Mut gehabt, das gleiche zu tun?").

In der finnischen Diskussion zu Militärfragen ist es ein übliches Argument rechter PolitikerInnen zu fragen "Was würden die Veteranen dazu sagen?" (natürlich werden sie nicht gefragt was sie wirklich denken, denn das moderne Militär und dessen UnterstützerInnen denken, dass sie die Autorität haben, für sie zu sprechen). Eine der in den 90er Jahren am meisten respektierten öffentlichen Persönlichkeiten in Finnland war einer der letzten überlebenden Offiziere der Kriegsjahre, General Adolf Ehrnrooth, dessen merkwürdigen extremistischen Positionen die finnischen Medien der Dekade schmückten. Als er im Frühjahr 2004 starb, versammelten sich mehr als 20 000 Menschen in den Strassen Helsinkis, um ihren Respekt zum Ausdruck zu bringen. Eine unter jungen Männern weit verbreitete Einstellung ist "ich gehe zum Militär, weil ich es den Veteranen schuldig bin". Es gibt in Finnland keinen Kriegsdienstverweigerer, der nicht wenigstens einmal gefragt wurde "was hättest Du 1939 getan?", oder "was wäre mit uns geschehen, wenn 1939 jeder so gedacht hätte wie Du?".

Die letzten 15 Jahre waren eine gute Zeit für Militarismus in Finnland, insbesondere unter alten Menschen. Während des Kalten Krieges hatte Finnland - obwohl eine parlamentarische Demokratie mit einer staatlich regulierten Marktwirtschaft - eine spezielle politische Beziegung zur Sowjetunion. Während dieser Zeit praktizierten finnische PolitikerInnen eine Art "Selbstzensur", und Kritik an der Sowjetunion oder den negativen Aspekten der Ge-schichte zwischen den beiden Ländern wurden mehr oder weniger vermieden. Das änderte sich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, und diejenigen, die sich während der Zeit der "Finnlandisier-ung" erniedrigt und eingeschränkt gefühlt hatten sahen die Zeit der Entschädigung gekommen. Das Ergebnis war die Wiedergeburt des finnischen Militarismus; plötzlich war es wieder möglich offen den finnischen Kampf im Zweiten Weltkrieg zu preisen - und dessen Andenken für die eigenen politischen Ziele zu nutzen. Der oben beschriebene "Mythos der Kriegsveteranen" wurde konstruiert, und das Militär begann in der Gesellschaft eine sichtbarere Rolle enzunehmen. Während der 90er Jahre stei-gerte es die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen der Zivilgesellschaft; mit Schulen, Sportvereinen, usw. Derzeit sponsort das Militär sogar eines der grössten finnischen Rockfestivals.

Seit dem Zweiten Weltkrieg ist das ausgedehnte Wehrpflichtsystem der Eckpfeiler des finnischen Militarismus (siehe den Artikel auf Seite 1). Nach dem kürzlich veröffentlichtem "Weissbuch Verteidigung 2004" wird die Wehrpflicht in der näheren Zukunft nicht abgeschafft oder reformiert werden. Der Anteil derjenigen, die ihren Militärdienst ableisten, wir etwas abnehmen, doch wird er weiterhin hoch bleiben. Das wird offiziell mit der Tatsache begründet, dass Finnland ein grosses, dünn besiedeltes Land ist, und Wehrpflicht sei notwendig, um "eine ausreichende Reserve für ... Verteidigungspflichten zu garantieren". Das ist natürlich nicht der wirkliche Grund, und niemand kann sich wirklich eine Situation vorstellen, in der Finnland seine Reserve von fast einer halben Million Soldaten brauchen würde. Doch nach dem Weissbuch "schafft das eine Basis für den starken Willen der BürgerInnen, ihr Land zu verteidigen, und eine Verpflichtung zu nationaler Verteidigung" (siehe rechte Spalte auf Seite 3).

KDVer in den (Un)Tiefen des finnischen Militarismus

Die Einstellung der finnischen Behörden zur Kriegsdienstverweigerung war immer mehr von "Bestrafung" und "Marginalisierung" geprägt als von "Integration". Das wesentliche Ziel dieser Politik war - und ist - die Zahl der Kriegsdienstverweigerer auf einem niedrigen Niveau zu halten und zu vermeiden, dass dies eine Gefahr für das Wehrpflichtsystem darstellt. Das ist der Hauptgrund, warum es in Finnland immer sehr schwie-rig war, die Gesetzgebung zur Kriegsdienstverweigerung zu verbessern.

Die derzeitige Diskussion zur finnischen KDV-Gesetzgebung, die sich im wesentlichen auf die Länge des Ersatzdienstes konzentriert, begann 1998, als die Dauer des Militärdienstes reduziert wurde. Gleichzeitig bereitete das finnische Kabinett einen Regierungsgesetzentwurf vor, demzufolge die Ersatzdienstzeit auf 12 Monate reduziert werden sollte. Doch plötzlich änderte die Regierung ihre Meinung - wahrscheinlich weil die Generäle nur wenige Monate vorher eine Niederlage einstecken mussten, wenn das Parlament die Lieferung neuer Militärhubschrauber verweigerte - und die Regier-ung empfand es als unangebracht die empfindli-chen Gemüter der Militärs erneut zu belasten. Im Herbst 1998 lehnte das Parlament einen Gesetzentwurf von Abgeordneten, den Ersatzdienst auf 12 Monate zu reduzieren, trotz des starken Protestes von Kriegsdienstverweigerern ab. 1999 begann das Kabinett erneut, Verbesserungen des Gesetzes vorzubereiten. Letzlich entschied es, eine Verkür-zung des Ersatzdienstes um einen Monat vorzu-schlagen, doch auch das wurde vom Parlament im Herbst 2000 abgelehnt.

In beiden Fällen hat der Ersatzdienst die finnische politische Szene deutlich gespalten: Grüne, Linke, fast alle SozialdemokratInnen, aber nur eine Handvoll liberalerer VertreterInnen der Parteien der Mitte und der Rechten unterstützten die Verkürzung des Ersatzdienstes. Die Mehrheit der Abgeordneten der Mitte und der Rechten gerieten ausser sich. Ein Abgeordneter äu¤erte während der Parlamentsdebatte seine Meinung wie folgt: "Die Unabhängigkeit unseres Landes kann nicht als gegeben angesehen werden. Meiner Meinung nach haben wir eine Ehrenschuld den Männern und Frauen gegenüber, die unser Land im Krieg verteidigt haben, und diese Schuld verlangt von uns, zumindest das Dienstsystem zu erhalten, dass wir derzeit haben. Die Verkür-zung der Zivildienstdauer dienst nicht den Notwendigkeiten des Wehrpflichtsystem. Der Zivildienst ist nur eine Option für diejenigen, deren Überzeugung ihnen die Ableistung des Militärdienstes verbietet. Überzeugungen nur zur Bequemlichkeit oder Faulheit sind kein ausreichender Grund für die Befreiung vom Wehrdienst. Daher sollte der Zivildienst als Alternative nicht noch attraktiver ge-macht werden. In einem solchen Fall könnten wir bald zu viele junge Männer mit einer `Überzeugung' haben". Und ein anderer Abgeordneter sagte: "Am Wochende sagte ein Veteran, als er hörte, dass wir diese Frage diskutieren werden, dass wir im Parlament nicht vergessen sollten, dass wenn es einen Angreifer gibt, oder jemanden, der über einen An-griff nachdenkt, die würden mit Sicherheit nicht zählen wie viele Männer mit Besen wir an unserer Grenze haben, doch sie müssten kalkulieren, wie viele ausgebildete Männer mit Gewehren wir an unserer Grenze stationieren können".

Auch wenn Kriegsdienstverweigerung in Finnland immer eine sehr kontroverse Frage war, so hat doch das gesamte finnische Parlament in der Vergangenheit Verbesserungen der KDV-Gesetzgebung akzeptiert, zuletzt 1992, als das derzeitige Zivildienstgesetz verabschiedet wurde. Heute scheint die Situation jedoch noch schwieriger als früher zu sein, und dafür gibt es viele Gründe. Erstens ist aufgrund des finnischen "Neo-Militarismus" die Einstellung der Menschen zu Kriegsdienst-verweigerern noch härter als früher - zumindest denken einige PolitikerInnen so und handeln ent-sprechend. Zweitens stieg die Zahl der KDV-Anträ-ge nach der Kürzung des Ersatzdienstes von 16 auf 13 Monate 1992 dramatisch an (von 600-900 Anträgen in den 80er Jahren auf ca. 2500 jährlich Mitte der 90er). Und das Militär ist sich sicher, dass dies an der reduzierten Dienstzeit liegt, und daran, das insgesamt der Ersatzdienst "wesentlich weniger anstrengend" geworden ist als der Militärdienst. Die reduzierte Dienstzeit war wahrscheinlich nicht der Hauptgrund für den Anstieg. Zur gleichen Zeit stieg die Zahl der Antragsteller auch in anderen westeuropäischen Ländern dramatisch an. Doch das Militär will nicht, dass das erneut passiert.

Die Position Finnlands in der internationalen Politik hat sich in den letzten 15 Jahren dramatisch verändert, und auch das scheint sich zu unserem Nach-teil auszuwirken. In den 80er Jahren waren finnischer PolitikerInnen sehr sensibel für das Image Finnlands im Westen, und es war bedenkenswert - selbst für rechte PolitikerInnen - wenn z.B. Amnesty International einen inhaftierten Kriegsdienstverweigerer als Gewissensgefangenen adoptierte, und Finnland in einer Liste mit Ländern, die das Gewissen unterdrückten, wie der DDR, Polen, oder der Sowjetunion, auftauchte. Heute ist Finnland Mitglied der Europäischen Union und unzweifelhaft eines der "westlichen Länder" und niemand scheint sich mehr darum zu kümmern, auch wenn Amnesty International seit 1999 mehr als 49 Kriegsdienstverweigerer als Gewissengefangene adoptiert hat.

Und letztendlich hatten wir auch etwas Pech. Hätte das Kabinett 1998 eine Reduzierung der Dienstzeit vorgeschlagen, hätte das Parlament wahrscheinlich diese unzureichende Verbesserung akzeptiert. Doch wenn das Kabinett dies endlich 2000 ins Parlament brachte, hatte sich die Zusammensetzung zu unseren Ungunsten verändert. Im Jahr 2000 fanden die Diskussionen im Parlament zur gleichen Zeit statt, zu der die Parteien sich im Kommunalwahlkampf befanden. Die konservative Partei, zu dieser Zeit Juniorpartner der SozialdemokratInnen in der Regierung, nutzte die Opposition zum Zivildienstgesetz als ein Mittel, ihr Image aufzupolieren, ohne die Koalition mit dem grö¤eren Koalitionspartner zu gefährden.

Aus dem "Weissbuch Verteidigung": Allgemeine Wehrpflicht

Die Verteidigung des gesamten Landes ist nur bei Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht möglich. Der hohe Bildungsstand der Wehrpflichtigen ermöglicht es bei der derzeitigen Dienstlänge die Wehrpflichtigen auch für anspruchsvollere Aufgaben auszubilden, und hochqualifiziertes Personal für Aufgaben der internationalen Krisenbewältigung und für Berufssoldatenposten innerhalb der Verteidigungskräfte zu rekrutieren.

Aufgrund der Wehrpflicht kann die Verpflichtung zur Verteidigung des Landes gleichmässig auf die Gesellschaft verteilt werden. Gleichzeitig schafft das eine Basis für den starken Willen der BürgerInnen, ihr Land zu verteidigen, und eine Verpflichtung zu nationaler Verteidigung. Sie garantiert auch eine Transparenz der Aktivitäten der Verteidigungskräfte innerhalb der gesamten Gesellschaft.

Durch das Training von Wehrpflichtigen vergleichbaren Alters bei jeder Einberufung ist es möglich, die Altersstruktur der operativen Kräfte auf einem ausreichend niedrigem Niveau zu halten und gleichzeitig eine ausreichende Reserve für Personal-, Unterstützungs- und lokale Verteidigungspflichten zu garantieren.

Defence White Paper 2004 http://www.defmin.fi/chapter_images/2160_English_White_paper_2004.pdf

Ehrenliste der Gefangenen für den Frieden 2005

So funktioniert die Liste

Armenien

Obwohl Armenien in diesem Jahr ein Gesetz zur Kriegsdienstverweigerung verabschiedet hat, werden weiterhin Kriegsdienstverweigerer inhaftiert. Zu Redaktionsschluss befanden sich 13 Kriegsdienstverweigerer im Gefängnis.

Ashot Torosyan (08/12/03 - 08/06/05)
Central Hospital of Erevan

Vardan Sahakyan (05/03/04 - 05/09/05)
Melsik Sargyan (15/04/04 - 15/10/05)
Mikael Mkrtchyan (05/05/04 - 05/05/06)
Ruslan Avetisyan (26/05/04 - 26/05/06)
Kosh Penal Institution

Aram Manukyan (16/08/04 - 16/08/06)
Samvel Voskanyan (26/08/04 - 26/08/06)
Karen Akopyan (07/10/04 - 07/10/06)
Arsen Sargsyan (08/10/04 - 08/10/06)
Mher Mirpakhatyan (13/10/04 - 13/10/06)
Ovanes Bayatyan (14/10/04 - 14/10/06)
Artur Manukyan (verhaftet am 06/09/04)
Grisha Kazaryan
(verhaftet am 17/09/04)
Nubarashen Penal Institution

Zwei weitere Zeugen Jehovahs befinden sich derzeit nicht im Gefängis, mussten aber schriftlich zusagen, dass sie ihren Wohnsitz Jerevan nicht verlassen werden:

Asatur Badalyan, verurteilt zu 1¿ Jahren
Nshan Shagiyan, wartet auf seine Verhandlung.

Eritrea

Paulos Eyassu
Negede Teklemariam
Isaac Mogos
Sawa Prison, Eritrea

Zeugen Jehovahs, wurden am 24. September 1994 festgenommen, da sie sich weigern, Militärdienst zu leisten. Gegen alle drei wurde nie Anklage erhoben. Im Falle einer Verurteilung betrüge die maximale Freiheitsstrafe 3 Jahre.

Grossbritannien

Ray Davis 05/11/04 - 02/12/04
HMP Cardiff, Knox Road, Cardiff

Weigerung, Geldstrafen im Zusammenhang mit Aktionen im Atom-U-Boot-Hafen Plymouth und an der britischen Atomwaffenfabrik in Aldermaston zu zahlen.

Finnland

Die folgenden totalen Kriegsdienstverweigerer sind mit der Veröffentlichung ihrer Namen einverstanden:

Juha Lehtonen (31.5.2004-17.12.2004)
Hannes Vartiainen (21.6.2004-5.1.2005)
Pyry Rechardt (20.10.2004-7.5.2005)
Helsingin työsiirtola, PL 36, 01531 Vantaa

Juho-Pekka Tiira (30.08.2004-19.03.2005)
Timo Turunen (25.10.2004-12.02.2005)
Ojoisten työsiirtola, Tampereentie 29, 13600 Hämeenlinna

Jasu Johannes Rannikko (9.8.2004-25.2.2005)
Käyrän avovankilaosasto, Pappilantie 36, 21370 Aura kk

Joni Airaksinen (28.6.2004-)
Laukaan vankila, PL 55, 41341 Laukaa

Touko Lehto (17.8.2004-6.3.2005)
Haminan työsiirtola, Karjakatu 25, 49400 Hamina

Pasi Sivula (13.9.2004-28.3.2005)
Naarajärven vankila, Linnatie 25, 76850 Naarajärvi

Sami Pikkarainen (9.8.2004-)
Juuan avovankilaosasto, PL 26, 83901 Juuka

Israel

Mordechai Vanunu

Wurde am 18. April nach 18 Jahren Haft freigelassen, mit zahlreichen Auflagen. Am 11. November wurde er erneut festgenommen, für "Vernehmungen im Zusammenhang mit Untersuchungen zum Verdacht, dass er seit seiner Freilassung Staatsgeheimnisse preisgegeben hat und gegen legale Auflagen verstossen hat".

Während der Verbüssung seiner 18-jährigen Haftstrafe für die Veröffentlichung des israelischen Nuklearwaffenprogramms erschien er jedes Jahr auf der Ehrenliste der WRI.

Nach der Freilassung der "Fünf" befinden sich derzeit keine Kriegsdienstverweigerer mit längeren Haftstrafen im Gefängnis. Es werden jedoch regelmässig KDVer inhaftiert. Aktuelle Informationen gibt es unter http://wri-irg.org/news/alerts

Puerto Rico

José Vélez Acosta 23883-069 (33 Monate - bis 27 Jan 06)
USP, POB 1033, Coleman, Florida 33521-1033.

José Pérez González 21519-069 (5 Jahre - seit 5 Sep 03)
Atlanta USP, 601 McDonough Blvd SE, POB 150160, Atlanta, GA 30315.

Néstor de Jesús Guishard 21716 069 (14 Monate - bis 09 Dez 04)
José Montañez Sanes 26317-069 (18 Monate - bis 15 Mai 05)
Andres Santiago 19829-069 (bis 10 Dez 2004)
MDC Guaynabo, PO Box 2147 San Juan, PR 00922-2147.

Jorge Cruz 26318-069 (18 Monate - bis 06 Jun 05)
FPC Edgefield, P. O. Box 725, Edgefield, SC 29824-0725.

Verschwörung, Beschädigung von Bundeseigentum, und/oder Verletzung von Bewährungsauflagen - Widerstand gegen die US-Bombardierung von Vieques, Puerto Rico.

Bitte schickt finanzielle Unterstützung für Gefangene und ihre Familien, sowie zurückgeschickte Briefe an: May 1 Arrestees Support Committee, P.O. Box 191792, San Juan, PR 00919-1792.

Südkorea

Nachdem sowohl der Oberste Gerichts-hof als auch das Verfassungsgericht im Juli und August 2004 gegen das Recht auf Kriegsdienstverweigerung entschieden haben, werden derzeit hunderte von Verfahren, die ausgesetzt worden waren, fortgesetzt. Während am 30. Juni 2004 436 Kriegsdienstverweigerer -- und am 15. November 764 Kriegsdienstverweigerer -- im Gefängnis sassen, gehen die koreanischen Gruppen davon aus, dass diese Zahl bis Ende des Jahres auf ca. 1.000 ansteigen wird.

Turkmenistan

Mansur Masharipov (18 Monate)
Vepa Tuvakov
(18 Monate)
Turkmenistan, Lebapsky veloyat, 746222 g. Seydi, uchr. LV-K/12, Zaklyuchennomu [Namen des Gefangenen hier hinzufügen], Turkmenistan

Beide sind Zeugen Jehovahs, und wurden im Mai 2004 festgenommen, und am 28. Mai bzw. 3. Juni zu 18 Monaten Gefängnis aufgrund ihrer Verweigerung des Militärdienstes verurteilt.

USA

Greg Boertje-Obed 08052-016 (3 Monate, bis 21 Dez 04)
FPC Duluth, POB 1000, Duluth, MN 55814.

Wiederholtes unerlaubtes Betreten am StratCom Hauptquartier, Offutt AFB, Nebraska, 3/04

Jackie Hudson 08808-039 (30 Monate - bis 06 Mar 05)
Federal Prison Camp, Victorville, POB 5100, Adelanto, CA 92301.

Carol Gilbert 10856-039 (33 Monate - bis 23 May 05)
Alderson FPC, Box A, Alderson, WV 24910.

Ardeth Platte 10857-039 (41 Monate - bis 22 Dec 05)
FPC Danbury, Pembroke Station Rt. 37, Danbury, CT 06811-0379.

Alle drei wurden am 25. Juli 2003 für die Abrüstung des nuklearen Raketensilos N- 8 in Nordost-Colorado verurteilt.

Helen Woodson 03231-045
Bates County Jail, P. O. Box 60, Butler, MO 64730.

Antikriegsaktion am Bundesgericht in Kansas City, Missouri, am 11. März 2004. Verletzung der Bewährungsauflagen nach ihrer Haftentlassung am 9. März 2004. Plädierte am 18. Juni auf schuldig zum Bruch der Bewährungsauflagen und 4 neuen Anklagen. Verurteilung am 5. November 2004.

Pvt. Camilo Mejia (1 Jahr - bis 3/05)
Building 1490, Randolph Rd., Fort Sill, OK 73503.
Mitglied der National Guard, entfernte sich unerlaubt (AWOL) nach dem Dienst im Irak im Jahr 2003, stellte sich selbst mit einem Antrag auf Kriegsdienstverweigerung am 15 März 2004, wurde daraufhin zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt.

Abdullah William Webster (14 Monate)
Box 339536, Fort Lewis, WA 98433-9536, USA
Weigert sich am Irak-Krieg teilzunehmen, basierend auf seinem religiösen Überzeugungen als Moslem. Verurteilt am 3. Juni 2004.

Camilo Mejia und Abdullah William Webster sind nur zwei von vielen US-amerikanischen SoldatInnen, die die Teilnahme am Irakkrieg verweigern. Viele US-SoldatInnen sind nach Kanada geflohen, oder nicht von Erholungsurlauben in den USA oder Deutschland zurückgekehrt. Es ist derzeit schwierig, einen Überblick über Zahlen zu erhalten, und die WRI freut sich über Informationen zu dieser Frage.

Weissrussland

Yuri I Bendazhevsky 01/06/01-01/06/09
Prison Minsk, ul Kavarijskaya 36, PO Box 36 K, Minsk

Tschernobylforscher, der geheime Dokumente veröffentlichte. Fälschlicherweise wegen Korruption verurteilt.

Updates:

Informationen zu Gefangenen sind schnell ueberholt. Aktualisierte Informationen finden sich auf der Internet-Seite der War Resisters' International unter http://wri-irg.org/news/alerts

Aktionen

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WRI-Bericht zu KDV in Finnland

Im Oktober 2004 hat die War Resisters' International einen Bericht an das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen veröffentlicht, mit dem Titel "Inhaftierung von Kriegsdienstverweigerern in Finnland". Die wichtigsten Bedenken der WRI sind:

Siehe unter http://wri-irg.org

Der "Fall Hermaja"

Finnischer KDVer beantragt Asyl in Belgien

Im Juli 2001 wurde Jussi Hermaja von einem finnischen Gericht wegen totaler Kriegsdienstverweigerung verurteilt - nichts besonderes, eben einer von jährlich ungefaehr 70 Fällen. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Kriegsdienstverweigerern meldete sich Jussi Hermaja nicht zum Antritt seiner Haftstrafe, sondern floh im Oktober 2001 nach Belgien, und beantrage dort Asyl. Das war der Anfang eines ganz speziellen Asylfalles.

Belgien war als Land gut gewählt. Es ist das einzige Land der Europäischen Union, dass BügerInnen anderer EU-Staaten als potentielle Asylbewerber akzeptiert. Trotzdem lehnte der Generalkomissar für Flüchtlinge Jussi Hermaja's Antrag auf Asyl mit der Begründung ab, dass die Länge des Ersatzdienstes in Finnland keinen strafbaren Charackter hat (auch wenn sie doppelt so lang ist wie der Militärdienst). Der belgische Gerichtshof hat diese Entscheidung im März 2004 bestätigt. Es bleibt nun abzuwarten, ob Belgien Massnahmen ergreift, um Jussi Hermaja nach Finnland abzuschieben, wo ihn 197 Tage im Gefängnis erwarten würden.

Jussi Hermaja hat ausserdem gegen seine Verurteilung Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg eingelegt. Eine Entscheidung ist jedoch in der näheren Zukunft eher unwahrscheinlich.

Andreas Speck
Mehr Information: http://www.hermaja.org

Kontakte zu KDV

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tel +358 9 140427; fax 147297
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www.aseistakieltaytyjaliitto.fi/

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Veranstaltungen der War Resisters' International

15 Mai 2005: Internationaler Tag zur Kriegs-dienstverweigerung

Schwerpunkt: Kriegsdienstverweigerung in Griechenland. Die WRI und der Griechische Verein der KDVer organisieren ein internationales Seminar, Gewaltfreiheitstraining, und eine Aktion in Thessaloniki vom 9.-15. Mai 2005. Mehr Informationen gibt es über die WRI.

Juni 2005: Seminar "Frieden in Nordost-Asien"

In Zusammenarbeit mit südkoreanischen Gruppen organisiert die War Resisters' International ein internationales Seminar "Frieden in Nordost-Asien" für Ende Juni/ Anfang Juli 2005. Im Anschluss an das Seminar wird der Rat der WRI tagen. Für weitere Informationen wende Dich an die WRI, oder im Internet unter http://wri-irg.org/news/2005/council2005-de.htm.

CONCODOC

Als Teil einer Koalition von KDV-Unterstützungsorganisationen beherbergt die WRI CONCODOC (CONscription and Conscientious Objection Documentation), eine weltweite Dokumentation zur Situation bezüglich Wehrpflicht und Kriegsdienstverweigerung. Es ist die einzige ihrer Art weltweit. Die CONCODOC-Länderberichte sind im internet unter http://wri-irg.org/co/rtba/index.html abrufbar.

Das CONCODOC-Projekt ist von Informationen abhängig, die es von Gruppen aus der ganzen Welt erhält.

Conscription and Conscientious Objection Documentation (CONCODOC), War Resisters' International, 5 Caledonian Road, London N1 9DX, Grossbritannien, concodoc@wri-irg.org

Das Zerbrochene Gewehr

Das zerbrochene Gewehr ist der Rundbrief der War Resisters' International und erscheint auf Englisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Das ist die 64. Ausgabe, November 2004.

Diese Ausgabe wurde von Andreas Speck produziert. Unterstützung kam von Kaj Raninen und Simo Hellsten aus Finnland, und von Amnesty International sowie Forum 18 News Service, die die Informationen und anderes besorgten.

Falls Du/Sie mehr Exemplare dieses Zerbrochenen Gewehres möchtest, dann kontaktiere bitte das WRI-Büro oder lade sie von unserer Website herunter.

War Resisters' International, 5 Caledonian Road, London N1 9DX, Britain tel +44-20-7278 4040 fax +44-20-7278 0444 pfp@wri-irg.org http://wri-irg.org/pubs/pfp04-de.htm