Nachrichten aus WRI

27 Feb 2015
Deutsch

Javier and the Lush Charity Pot for WRI: a limited edition hand cream!Javier and the Lush Charity Pot for WRI: a limited edition hand cream! Nach zehn Jahren verlässt Javier Gárate, der erste Beauftragte der WRI für das Programm Gewaltfreiheit, die WRI. Als Javier anfing, gab es wenig mehr als einen alten Rechner und Aufnahmen von gewaltfreien Trainings, was ihm helfen konnte, um sein Programm zusammen zu bringen. Er hat alles so überaus erfolgreich erledigt: zahlreiche internationale Trainings für Aktivisten, Trainings für Trainer und zwei Ausgaben des Handbuches für gewaltfreie Kampagnen belegen, was Javier in diesen zehn Jahren erreicht hat. Dazu natürlich noch drei "Vierjahreskonferenzen" in Deutschland, Indien und Südafrika, bei denen Javier zusammen mit seinen MitarbeiterInnen eine prägende Rolle bei der Vorbereitung und erfolgreichen Durchführung spielte.

Javier zieht nach Belgien, aber er wird weiterhin in einigen der Netzwerke der WRI mitarbeiten. Somit haben wir Gründe zu hoffen, dass dieser Abschied auch ein "Auf Wiedersehen" ist. Wir danken Javier sehr für seine unermüdliche Arbeit, seine Freundlichkeit, seine Liebenswürdigkeit, seine Hingabe, seinen Humor und sein leidenschaftliches Engagement. Die WRI hat so viel von deiner Zeit im Büro gewonnen, und wir hoffen, die WRI hat dir ebenfalls viel gegeben. Javier, mach's gut, vaarwel, adiós, all the best und au revoir!

19 Feb 2015
Deutsch

Domi receiving her leaving presents from WRI!Domi receiving her leaving presents from WRI!

Vor mehr als sieben Jahre kam Dominique Saillard aus Ihrem – wie sie es nannte – WRI-Exil zurück. Wie viele von Euch wissen, gehörte Domi – als Dream Team mit Howard - in den Neunzigern mehrere Jahre zu den Mitarbeitern der WRI. Als Howard im Jahre 2006 Vorsitzender wurde, hatte die WRI keinen Schatzmeister. Als eine seiner ersten Aufgaben als Vorsitzender sagte er „Ich kenne die perfekte Person, die wir darum bitten können – es ist Domi! Ich muss sie nur überzeugen…“ Zu der Zeit wussten wir nicht, wie erfolgreich Howards Überzeugungskunst sein würde, aber er berichtete regelmäßig, dass er immer größere Fortschritte beim Beschaffen eines Schatzmeisters habe.

30 Jan 2015
Deutsch

AktivistInnen in Kolumbien, die eine Kampagne für Kriegsdienstverweigerung betreiben, sind durch eine neue Entscheidung des Verfassungsgerichts bestärkt worden. Ende Januar wies das Gericht über einen Fall von zwei Kriegsdienstverweigerern, die zwangsweise rekrutiert worden waren, das Nationale Rekrutierungsbüro an, Entscheidungen über Verweigerer binnen 14 Tagen zu treffen; eine Broschüre herauszugeben, in der junge Männer über Gründe für Ausnahmen vom Militärdienst und KDV aufgeklärt werden; und die Praxis willkürlicher Inhaftierung einschließlich der ‚batidas‘ (Razzien an öffentlichen Orten) zu beenden. Das Recht auf KDV gelte auch, wenn jemand schon in der Kaserne sei. Die Armee wurde aufgefordert, innerhalb von sechs Monaten übe die Umsetzung dieser Weisungen zu berichten. Sofern diese Regelungen wirklich voll implementiert werden, würde dies für junge Menschen in Kolumbien einen großen Unterschied machen, besonders für KDVer.

30 Jan 2015
Deutsch

Wir freuen uns, zwei neue Angestellte der WRI vorzustellen, die ab Februar im WRI-Büro tätig sein werden: Andrew Dey und Semih Sapmaz. Andrew übernimmt die Stelle im Gewaltfreiheits-Programm von Javier Gárate. Wir verabschieden uns von Javier nach zehn Jahren im WIR-Büro, und es wird bald eine Gelegenheit für Euch geben, ihm zu danken! Zum ersten Mal sind wir, dank der Unterstützung durch den Joseph Rowntree Charitable Trust, in der Lage, eine Teilzeitstelle für das Thema „Arbeit gegen die Militarisierung der Jugend“ einzurichten, das bislang Teil des Programms „Recht, das Töten zu verweigern“ gewesen ist. Das wird Semihs Aufgabe sein. Andrew und Semih stellen sich hier selbst vor.

26 Jan 2015
Deutsch

Javier Gárate

Solidarität ist ein großes Wort, welches das Beste aus uns herausholen soll. Es bedeutet, dass wir uns nicht nur um uns selbst kümmern sollen, sondern auch an andere, und bereit sein sollen, für sie einzutreten. Für die War Resisters‘ International sind Solidarität und besonders internationale Solidarität das Herzstück unserer Werte und Aktivitäten. Als Internationale betonen wir immer, dass es notwendig ist, sich gegenseitig in unserem Kampf gegen Krieg und Ungerechtigkeit zu unterstützen. Deshalb sagen wir, wir sind ein Netzwerk gegenseitiger Unterstützung: Unterstützung, die die Stimmen des Widerspruchs verstärkt. Aber welche Bedeutung kann Solidarität und gegenseitige Unterstützung in Krisenzeiten haben? Was sind die Grenzen der Solidarität?

23 Dez 2014
Deutsch

From: Syrian Anarchists أناركيون سوريون Facebook pageFrom: Syrian Anarchists أناركيون سوريون Facebook page

Christine Schweitzer

Nach dem NATO-Gipfel in Wales Anfang September brachten die USA eine neue “Koalition der Willigen” zusammen, um Luftschläge gegen den Islamischen Staat (IS) in Irak und Syrien durchzuführen. Fast 60 Staaten folgten dem Aufruf. Einige, wie die USA, Großbritannien, Australien und Frankreich, bombardieren; andere, wie Deutschland, unterstützen die Operationen durch Ausbildung der Peshmerga und durch Waffenlieferungen.

Gerechtfertigt werden beide Maßnahmen einmal wieder mit ‚humanitären‘ Gründen und mit dem „globalen Krieg gegen den Terror“. Dass Hilfsorganisationen, die vor Ort tätig sind, darauf hinwiesen, dass humanitäre Hilfe, nicht ‚humanitäre Waffen‘ das sind, was gebraucht wird, fiel auf taube Ohren. Wieder einmal, wie im Kosovo, sind es die Menschen vor Ort, die das Kämpfen und Sterben übernehmen – die westlichen Staaten riskieren nicht das Leben ihrer eigenen SoldatInnen, sondern bombardieren aus sicherer Entfernung hoch aus der Luft (und wahrscheinlich auch unter Einsatz von Drohnen wie in Afghanistan, Pakistan, Jemen und Somalia). Viele Länder exportieren Waffen an die kurdischen Peschmerga, unter Ignorierung aller Warnungen. Mehr Waffen in eine derartige Situation zu pumpen, wo keinerlei Sicherheit besteht, dass sie nicht in die Hände der Gegenseite fallen oder gegen andere Gegner als diejenigen, die den westlichen Regierungen jetzt vorschweben, gerichtet werden, ist mehr als ein Spiel mit dem Feuer. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Waffen, die der IS nutzt, aus westlicher Militärhilfe an eine irakische Regierung kommen, die eine ähnliche „Koalition der Willigen“ nach dem zerstörerischen Krieg gegen den Irak 2003 einsetzte. Und dass es die Einseitigkeit und das Verhalten dieser Regierung war, die zur Gründung des IS führte.

 

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