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Aktionsbündnis Rosa Heide gegen Bombodrom und Militarisierung Sonja Schubert 0162-8716380Markus Keller 0173-6356810 Katerbow, 18. Juli 2008
PressemitteilungAktionsbündnis will heute Bombodrom besetzen „Krieg fängt mit Üben an, Widerstand auch.“ Vier Tage lang will das Aktionsbündnis Rosa Heide das Bombodrom in der Ruppiner Heide (Brandenburg) besetzen. „Wir werden noch heute unser Widerstandscamp auf das Gelände verlegen“, kündigte Sonja Schubert, Sprecherin des Aktionsbündnisses auf einer Pressekonferenz in Katerbow an. Geplant sind auch Erkundungsgänge auf dem Militärgelände. „Wir sind uns sicher, dass wir mit unserer Strategie das Bombodrom verhindern werden.“ Bereits im vergangenen Jahr wurde der geplante Bombenabwurfplatz im Rahmen der Anti-G8 Proteste in Heiligendamm für eine Nacht besiedelt. Mit dem Camp in diesem Jahr will das Bündnis an diese Proteste anknüpfen. Zudem wird es in diesem Jahr gemeinsam mit dem „Barnimer Aktionsbündnis gegen Gentechnik“ eine Feldbefreiungsaktion in Wildberg geben. „Uns ist diese inhaltliche Erweiterung wichtig, aber auch die Vernetzung mit anderen wie dem antirassistischen Camp und dem Klimacamp in Hamburg. Nur wenn wir uns vernetzen, werden wir im Ernstfall genügend Menschen aktivieren, die mit uns gemeinsam tatsächliche Übungen der Bundeswehr und der NATO zu verhindern“, so Schubert weiter. „Die inhaltliche Verbindung liegt für uns auf der Hand: Wo bäuerliche Landwirtschaft durch Saatgutmultis zerstört wird, dort steht meist schon das Militär bereit. An den europäischen Grenzen werden Menschen die unter anderem wegen des Klimawandels aus ihren Ländern fliehen, mit militärischen Mitteln abgewiesen.“ Die Kampagne „Bomben Nein, Wir gehen rein“ ist Teil des Aktionsbündnisses und bereitet sich seit vier Jahren in der Region darauf vor, möglichst viele Menschen an Aktionen auf dem Gelände zu beteiligen. „Mittlerweile haben sich rund 2700 Menschen eingetragen, die sich beteiligen wollen, rund 1000 von ihnen kommen aus der Region“, so Gerd Strohschneider, Sprecher der Kampagne. „Wir gehen davon aus, dass die juristische Ebene irgendwann erschöpft ist. Dann wird über das Bombodrom politisch entschieden und dann sind wir gefragt“. Ebenfalls auf dem Camp sind VertreterInnen der „Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen“ aus Büchel. „Die Bundeswehr will auf dem umstrittenen Gelände auch die Technik zum Abwurf von Atomwaffen üben. Die entsprechenden US-Atomwaffen lagern in Büchel (Rheinland-Pfalz) und werden im Ernstfall an die Soldaten der Bundeswehr übergeben“, so Marion Küpker, Vertreterin der Aktion. In Büchel wird Ende August ein Widerstandscamp gegen die Stationierung von Atomwaffen stattfinden. Bisher sind rund 200 AktivistInnen auf dem Camp, um 14 Uhr beginnt ein Fahrrad- und Autokorso, von dem aus es eine Platzbesetzung geben wird. Bereits gestern gab es eine Aktion der Rebel Clowns Army im Kreiswehrersatzamt in Neuruppin. Hinweis an die Redaktion: Die Pressegruppe wird Sie heute und in den kommenden Tagen über Aktionen und Entwicklungen auf dem Laufenden halten.
www.g8andwar.de www.freieheide-nb.de www.ClownsFREIHEIDe.de.tl Büchel: www.bye-bye-nuclear-bombs.gaaa.org