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Nachrichten aus WRI

17 Jan 2017
Deutsch

Memorials to Bhumibol Adulyadej seen in train stations and public spacesMemorials to Bhumibol Adulyadej seen in train stations and public spacesAls ich im November Bangkok erreichte, trauerten viele um den König Bhumibol Adulyadej, der nach sieben Jahrzehnten Regentschaft am 13. Oktober 2016 gestorben ist. Ich reiste gemeinsam mit Jungmin Choi und Yongsuk Lee nach Thailand. Beide sind bei der südkoreanischen Organisation World Without War aktiv.

Die Trauer war ganz offensichtlich: sie spiegelte sich wider in den Häusern der Menschen, auf öffentlichen Plätzen und in der allgemeinen Stimmung in Ortschaften und Städten. Feierlichkeiten wurden abgesagt oder verkürzt, die meisten Menschen trugen schwarz oder zumindest schwarze Bänder noch nach mehr als einen Monat nach dem Tod und es gab Gedenk- und Erinnerungsvideos auf Busstationen, in Tempeln und in der Metro.

Zusätzlich zu diesem Respekt dem Monarchen gegenüber gibt es eine erzwungene Tradition. Thailands strenge Gesetze bei Majestätsbeleidigung (lèse-majesté) untersagen jede Kritik der königlichen Familie und wurden als Waffen gegen Aktivisten eingesetzt. Widerspruch ist ein soziales Tabu und nicht nur nach Artikel 112 des Strafgesetzbuches gesetzeswidrig. Obwohl sich die lèse-majesté-Gesetze nur auf den König, die Königin, die königlichen Erben (derzeit Rama X.) und die Regenten beziehen, wurden sie deutlich weitgehender angewandt, sogar gegen Personen, die den Lieblingshund des Königs, einen Copper namens Thong Daeng, verspotteten oder den Pudel Foo Foo des Kronprinzen. Der Hund war übrigens zum Luftwaffenmarschall befördert worden und hatte eine entsprechende Uniform erhalten. Viele wurden wegen unverfänglichen Facebook-Kommentaren oder Links verhaftet, die sie auf ihren Seiten gesetzt hatten.

Seit dem letzten Putsch 2014 ist eine Militärregierung an der Macht. Sie stellt sich als Bewahrer und Verfechter der Monarchie dar. Es war also eine höchst interessante Zeit, um, für mich zum ersten Mal, Thailand zu besuchen.

10 Jan 2017
Deutsch

Wenn wir an sozialen Wandel denken, denken wir häufig an Proteste, Kampagnen und direkte Aktionen. Dies sind essenzielle Möglichkeiten um „Nein“ zu zerstörerischen Praktiken und Institutionen zu sagen!

Permaculture farmers in El SalvadorPermaculture farmers in El Salvador

Allerdings ist es gleichermaßen wichtig, dass wir konkrete Alternativen aufbauen, in denen wir zu der Vision der Welt, die wir wollen, „Ja“ sagen. Begründet auf der gleichen Machtanalyse wie unsere gewaltlosen direkten Aktionen, können „konstruktive Programme“ mächtige Akte des Widerstands darstellen. Konstruktive Programme demonstrieren radikale Alternativen – zum Beispiel zum Militarismus und den Ursachen des Klimawandels – die unsere Welt dringend braucht, und setzen sie im Hier und Jetzt in die Tat um.

27 Dez 2016
Deutsch

1989 bin ich geboren, in der Südprovinz des "Landes der tausend Hügel", Ruanda. 1994 wurde ich gezwungen, mein Geburtsland zu verlassen, wegen des damals ausgebrochenen Konfliktes im Land, den die Welt jetzt als den "Völkermord" kennt. Ruanda besteht hauptsächlich aus zwei ethnischen Gruppen, den Hutus und Tutsis, wobei die Mehrzahl der Bevölkerung Hutus sind. Im April brach Chaos aus, als Hutus und Tutsis auf den Straßen und in den Häusern aufeinanderprallten. Das dauerte 100 Tage, mit zahllosen Leichen auf den Straßen, wo die meisten durch Messer und Macheten getötet wurden. Obwohl ich erst fünf Jahre alt war, erinnere ich mich noch daran. Ich erinnere mich an Tod, weinende Kinder, brennende Häuser, Menschen, die herumrannten und schrien, ich erinnere mich an den Schmerz meines Vaters und seinen Entschluss, weiterzugehen, als man ihm sagte, dass unsere Mutter in einer der Häuser umgekommen sei. Ich erinnere mich, dass ich auf seinem Rücken war und meine Schwester neben ihm auf der Straße irgendwohin ging. Wir kamen langsam nach Kenia, Tanzania und Swasiland, blieben einige Monate irgendwo und ließen uns schließlich in Südafrika nieder.

05 Dez 2016
Deutsch

Die WRI-Sektionen Vredesactie und Agir pour la Paix begrüßten im November AktivistInnen aus ganz Europa bei einer Blockade der jährlichen Konferenz der European Defence Agency in Brüssel. Dort trafen sich WaffenhändlerInnen mit PolitikgestalterInnen, um für finanzielle Unterstützung zu werben und die EU weiter in Richtung Militarisierung zu schubsen. Mit Schlössern, Menschenketten, Bändern und Bannern, um die WaffenhändlerInnen daran zu hindern, den Konferenzort zu erreichen, gelang es den ProtestiererInnen, die Konferenz erheblich zu stören und öffentliche Aufmerksamkeit auf dieses besorgniserregende Thema zu richten.

Hier geht es zu Fotos von der Aktion.

05 Dez 2016
Deutsch

Am 1. Dezember war der Tag der Gefangenen für den Frieden. Er ist eine Gelegenheit, Solidarität mit jenen auszudrücken, die wegen ihrer Arbeit für Frieden im Gefängnis sitzen. Benutzt diese Liste hier, um mit ihnen in Kontakt zu treten.

Im November und Dezember werden sich Tamar Alon, Atalya Ben Abba und Tamar Ze'evi weigern, sich einziehen zu lassen und der israelischen militärischen Besatzung Palästinas zu dienen. Deshalb hat die WRI zu diesem Tag der Gefangenen für den Frieden einen internationalen Aktionstag mit Mesarvot (einem Netzwerk von israelischen Organisationen, Gruppen und Individuen, die KDVerInnen unterstützen) ausgerichtet. Die WRI erklärt: SIE WEIGERN SICH, der Besatzung zu dienen. WIR WEIGERN uns, von der Besatzung zu profitieren. Mahnwachen fanden vor Rüstungsfirmen und an anderen Orten statt, mit der Forderung, dass die Regierungen aufhören sollten, die israelische Besatzungspolitik mit Waffenexporten zu unterstützen und von ihr zu profitieren. Falls Ihr auch etwas gemacht habt. Kontaktiert Mesarvot (mesarvot.im@gmail.com) und postet Eure Aktion auf Facebook.

Mehr Informationen (auf Englisch) hier

05 Dez 2016
Deutsch

Der internationale Rat der WRI hat eine Erklärung in Solidarität mit der syrischen Zivilbevölkerung, die Opfer des Krieges ist, verfasst. Wir versprechen dort, Personen und Gruppen zu unterstützen, die inmitten der Gewalt der Militarisierung und dem Krieg weiter widerstehen, den gewaltfreien Kampf gegen Diktatur und für Demokratie fortsetzen und einen Weg zum Frieden aufzeigen.

Hier geht es zu dem Statement (in englischer Sprache)